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- 15.02.2017

Der Fall Aleppos markiert den Beginn eines Abschnitts, nicht das Ende der Revolution

Pressemitteilung

Der Fall Aleppos markiert den Beginn eines Abschnitts, nicht das Ende der Revolution

 

Was sich in Aleppo an Massenblutbädern, Straßenhinrichtungen und Zerstörung von Häusern über den Köpfen ihrer Einwohner zugetragen hat, ist für die islamische Umma nichts Neues und auch nichts Neues für die USA, den Westen oder Russland. Und was in Palästina, Afghanistan und im Irak geschah, haben wir auch noch in guter Erinnerung. Der Westen hat sich daran gewöhnt, ein muslimisches Land nach dem anderen zu zerstören, denn er ist sich sicher, dass die muslimischen Armeen, solange sie an ihre Herrscher gekettet sind, sich nicht bewegen werden können.

Unser Volk in Aleppo wird vor den Augen der ganzen Welt hingerichtet. Vor denen, die behaupten, die Freunde des syrischen Volkes zu sein, und vor jenen, die ihm gegenüber feindselig sind. Wir haben keine ernsthaften Bestrebungen der Vereinten Nationen noch der Internationalen Gemeinschaft gesehen, was nur verdeutlicht, dass ihre Zivilisation auf den Totenköpfen der Menschheit errichtet wurde und ihre Behauptung, die Rechte der Menschen und ihre Freiheiten zu garantieren, eine bloße Lüge ist. Unser Volk in Aleppo wird vor den Augen der muslimischen Herrscher hingerichtet, die völlig regungslos sind, und ihr totes Gewissen bleibt unberührt von den Rufen der ehrenhaften Frauen und vom Anblick der Kinderleichen.

Unser Volk in Aleppo wird vor den Augen der Anführer der Kampfbrigaden hingerichtet, von denen wir keine ernsthaften Anstrengungen sahen, es zu beschützen. Die Schreie der Hilfesuchenden in Aleppo waren nicht zu überhören, aber das Ehrgefühl jener blieb unberührt, die in verlogener Weise vorgeben, das Kalifat errichtet zu haben, obwohl sie davon bloß den Namen kennen. Allesamt sahen sie mit verschränkten Armen zu, wie die Bevölkerung Aleppos abgeschlachtet wurde.

So haben sich die Feinde des syrischen Volkes und jene, die behaupten, dessen Freunde zu sein, darunter die nationale Koalition und die Führer jener bewaffneten Verbände, die unter fremdem Einfluss stehen, geschlossen gegen das Volk aš-Šāms gestellt. Die Konsequenz daraus war der Fall Aleppos, das zwischen der amerikanisch-russischen Übereinkunft aufgerieben wurde. Aleppo wurde auf dem türkischen Markt für einen erbärmlichen Preis verkauft, dessen Betrag die Führer der bewaffneten Verbände einheimsten. Diese händigten die Stadt den Feinden aus, die dort unheilstiftend ihre Schandtaten begehen. Wie sonst ist der nahezu vier Jahre andauernde Widerstand Darias zu erklären, während Aleppo innerhalb weniger Tage fiel!?

Wir haben Aleppo nicht erst heute verloren, sondern vielmehr schon, als die Führer der bewaffneten Oppositionsgruppen den Pfad der Waffenruhe und Verhandlungen beschritten. Wir verloren Aleppo, als wir Hilfe akzeptierten, die auf Bedingungen beruhte, damit gaben wir unsere Entscheidungshoheit und unseren Willen an die Geldgeber ab. Diese zogen sodann ihre roten Linien, die uns in Ketten legten. Nun sind wir unterjocht. Wir verloren Aleppo, als wir uns weigerten, gemeinsam am Seil Allahs festzuhalten und stattdessen die Kontrolle über Gebiete, die Verbandszugehörigkeit und das Festhalten an Privilegien und Positionen unser Handeln beherrschten. Alles auf Kosten des Blutes der Märtyrer und zum Leid der Vertriebenen aus unserem Volke.

Aleppo ist nicht gefallen. Gefallen sind vielmehr die falschen Anwärter, Händler, Betrüger und Heuchler! Ihre Masken sind gefallen und ihre Verschwörungen enthüllt, während in den Seelen der Aufrichtigen die Pflicht zur Rechenschaftsziehung erwacht ist, um das Rechte zu gebieten und das Unrecht zu verbieten und um unsere Revolution zu retten und sie in einen sicheren Hafen zu führen.

Die Zerstörung Aleppos war ein Teil des US-amerikanischen Plans, und Russland ist nichts weiter als ein Knüppel, den die USA benutzen, um die syrischen Regionen zu knechten und für ihre politische Lösung gefügig zu machen. Doch die Verwüstung der Stadt stellt nicht das Ende der Revolution dar. Sie ist vielmehr der Beginn einer neuen Revolution, um den Kurs zu korrigieren. Denn das Volk aš-Šāms wird es niemals zulassen, dass das Feuer seiner Revolution erlischt. Mit der Erlaubnis Allahs, des Allmächtigen, des Unterwerfers, wird es aufs Neue erstrahlen. Sodann wird es die ungläubigen Kolonialisten, die Heuchler und die betrügerischen Verräter in schlimmster Weise aufwühlen. Für Allah ist dies wahrlich ein Leichtes!

 

Ihr standhaften Muslime aš-Šāms, der Heimatstätte des Islam!

Wir bitten Allah, dass dieses Ereignis einen Neuanfang verkörpert, um den Weg und die Richtung zu begradigen und dass Er (t) unsere Angelegenheiten ins Rechte Gleis bringt, denn der Gesandte Allahs (s) sagte:

«لا يلدغ المؤمن من جحر واحد مرتين»

Der Gläubige wird nicht aus demselben Loch zweimal gestochen.

 

Ihr habt die vernichtende Wirkung des politischen Geldes zu spüren bekommen. Ihr habt auch gesehen, was die Geldgeber mit eurer Revolution angestellt haben, und ihr habt erfahren, dass Aufrichtigkeit ohne Bewusstsein die Aufopferungen zunichtemacht und die Früchte dabei verloren gehen. Vielmehr ist all das ein Geschenk für die Feinde des Islam, und deshalb ist es für eure Revolution unerlässlich, euch all der kompromittierten und befangenen Führungen zu entledigen und die Gruppierungen unter einer einzigen, bewussten und aufrichtigen Führung zu vereinen, welche das Wohlgefallen ihres Herrn als Anliegen festlegt und eine klare Vorstellung darüber hat, wie dies zu erreichen ist.

Sie wird sich nicht durch den Zwang ihrer Feinde auf reaktionäre Art spalten lassen, sondern wird vielmehr auf ihrem Weg mit einer klaren Vorstellung und starkem Bewusstsein voranschreiten. Dabei wird sie einzig am Seile Allahs festhalten und die Seile derjenigen kappen, die sich gegen uns verschworen haben. Jene Seile, die uns nur Unheil brachten und uns in die jetzige Situation führten. Werden wir uns damit zufriedengeben, weiterhin etwas anderem als der Rechtleitung zu folgen und auf etwas anderes als auf Allah (t) zu vertrauen? Werden wir weiterhin Beistand und Erfolg bei den Feinden ersuchen, während wir uns von ihrer Unterstützung und ihren Entscheidungen abhängig machen?

 

Allah (t) sagt:

﴿أَفَمَن يَمْشِي مُكِبًّا عَلَىٰ وَجْهِهِ أَهْدَىٰ أَمَّن يَمْشِي سَوِيًّا عَلَىٰ صِرَاطٍ مُّسْتَقِيمٍ﴾

Ist denn jemand, der, auf sein Gesicht gestürzt, einhergeht, eher rechtgeleitet, oder jemand, der aufrecht auf einem geraden Wege geht? [67:22]

 

Werden wir damit zufrieden sein? Oder wird der Verlust Aleppos ein Warnsignal sein, das unseren īmān erneuert und uns von den Intrigen und Machenschaften unserer Feinde abwendet, damit wir zu unserem Herrn eilen, nur an Seinem Seile festhaltend und auf Ihn alleine vertrauend, während wir Seinem dīn den vollen Beistand leisten, bis Er Sein Versprechen über uns erfüllt?

 

﴿إِن تَنصُرُوا اللَّهَ يَنصُرْكُمْ وَيُثَبِّتْ أَقْدَامَكُمْ﴾

Ihr, die ihr glaubt, wenn ihr Allahs Sache helft, hilft Er euch und gibt euch festen Stand. [47:7]

 

Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir

wilāya / Syrien