PRESSE & VERLAUTBARUNGEN - ASIEN

- 15.04.2018

Eine Delegation von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Libanon händigt der russischen Botschaft in Beirut einen Brief aus

Presseverlautbarung

Eine Delegation von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Libanon händigt der russischen Botschaft in Beirut einen Brief aus

(Übersetzt)

Eine Delegation des zentralen Kontaktausschusses von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Libanon, händigte dem Botschafter der russischen Föderation in Libanon, Alexander Zasypkin, einen Brief aus. Dieser Brief ist an die russische Föderation adressiert und bezieht Stellung zu den Feindseligkeiten, denen sich die Muslime inner- und außerhalb Russlands durch den russischen Staat ausgesetzt sehen. Die mit der Aushändigung des Briefes beauftragte Delegation bestand aus Ing. Salah Eddin Edhadha, Dr. Mohammed Al-Beqai, Ing. Saleh Salaam und Ing. Bilal Zaidan.

Der Inhalt des Briefes war wie folgt:

„Brief von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Libanon

an Alexander Zasypkin, Botschafter der russischen Föderation in Libanon.

Friede sei mit denen, die der Rechtleitung folgen.

Ungeachtet der Ungeheuerlichkeit dessen, was Ihr Land außerhalb seiner Grenzen begeht, begnügte es sich nicht damit, sondern weitete seine Feindseligkeiten sogar nach innen aus. So begann Russland mit willkürlichen Festnahmen von Muslimen. Hunderte von Muslimen sind wegen ihrer Beteiligung an der Tätigkeit von Hizb-ut-Tahrir in russischen Gefängnissen inhaftiert. Sie wurden fälschlicherweise des „Terrorismus“ bezichtigt, was auf der Entscheidung des obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 2003 beruht, Hizb-ut-Tahrir als terroristische Organisation einzustufen. Durch diese schamlose Entscheidung wurde aus einer politisch-ideologischen Partei eine „terroristische Vereinigung“. Mit der Verschärfung der russischen Gesetze gegen Parteimitglieder werden Vorwürfe nun nicht mehr auf Basis von Verfassungsartikeln gegen „Fundamentalismus“, sondern auf Basis von „Antiterrorgesetzen“ erdichtet; als Strafmaß können bis zu 20 Jahre Haft verhängt werden.

Die Anwendung dieser „Gesetze“ führte zu offener Verfolgung in allen Regionen Russlands, einschließlich St. Petersburg, wo in den letzten Jahren dutzende daʿwa-Träger festgenommen wurden. Am 24. November verhafteten Sicherheitskräfte die Ehefrau eines der Gefangenen, Issa Rahimov, ein Mitglied von Hizb-ut-Tahrir, der zu 12 Jahren Haft verurteilt wurde. Die Frau von Issa ist russischer Herkunft; sie konvertierte zum Islam und änderte ihren Namen von Ella zu Jannat Bespalova. Sie wurde wegen ihrer Tätigkeit für Hizb-ut-Tahrir verhaftet und ins Gefängnis geworfen, einen Ort, an dem man für gewöhnlich nur Kriminelle festhält. Im Januar 2018 wurde dann beschlossen, die Inhaftierungszeit der Schwester um weitere zwei Monate zu verlängern, was bedeutet, dass sie vorerst bis zum 16.03.2018, dem Tag der nächsten Gerichtsverhandlung, im Gefängnis bleiben muss.

Die Einstellung Ihres Staates den Muslimen gegenüber hat ein neues Maß an Feindseligkeit erreicht. Der beste Beweis dafür, wie Sie mit Muslimen umgehen, sind die zahlreichen, offenkundig stattfindenden Gräueltaten Ihres Regimes. Dazu zählt, was ihr Staat in Syrien anrichtet, sowie das, was die von Ihrem Staat unterstützten Regime in Zentralasien seit Anbeginn des Jahrhunderts an Verhaftungen, Ermordungen und Bestialität praktizieren. Dass ihr Staat sogar Frauen verhaftet, fällt ebenso in dieses Schema. So ein Umgang scheint der Zukunft in keiner Weise Rechnung zu tragen…

Daher senden wir diesen Brief an Ihr Land, mit der Forderung, die anhaltenden Ungerechtigkeiten den Muslimen innerhalb und außerhalb Russlands gegenüber sofort zu beenden. Wir fordern Ihr Land dazu auf, die Augen zu öffnen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Russland grenzt an die Länder der Muslime und hat über 23 Millionen muslimische Bürger. Ihr Bündnis mit Amerika wird Ihnen nichts nützen. Nein, Russland demonstriert damit nur noch mehr seine Feindseligkeit gegenüber den Muslimen in und außerhalb Russlands. Es ist eine Feindseligkeit gegenüber den Muslimen, von denen Sie ganz genau wissen, dass die Zukunft ihnen und ihrem Staat gehören wird.“

Das Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir

wilāya Libanon