PRESSE & VERLAUTBARUNGEN - AUSTRALIEN / USA

- 20.02.2015

Über getötete Muslime wird keine Träne vergossen

Im Namen Allahs des Erbarmungsvollen des Barmherzigen

Am Dienstag, den 10/2/2015, sind drei Muslime in der Stadt Chapel Hill im Bundesstaat North Carolina von einem terroristischen Verbrecher mit Kopfschüssen kaltblütig ermordet worden. Obwohl man das Verbrechen herunterzuspielen versuchte und meinte, es sei ein Streit um Parkplätze gewesen - ein normaler Streit eben, wie er unter Menschen vorkomme - kann diese Behauptung niemanden hinters Licht führen. So erklärte der Vater der beiden ermordeten Mädchen, dass der Mörder sie und ihr Aussehen hasste. Dies hätte ihm eine seiner Töchter vor dem Mord mitgeteilt. Wie kann es denn auch sein, dass ein Mensch einen Mann und zwei Frauen bloß wegen eines Streits um einen Parkplatz in ihrem Haus mit einem Kopfschuss hinrichtet?!

Dieses Ereignis untermauert Folgendes:

Die westlichen Regierungen haben gegenüber dem Blut der Muslime einen Wurstigkeitsstandpunkt eingenommen. So hat der Sprecher des Weißen Hauses die Angelegenheit einfach der dortigen Polizei überlassen. Wäre der Schütze ein Muslim gewesen, wären Einheiten des FBIs unverzüglich angeflogen, um die Sache zu verfolgen und „weitere Komplizen" auszuforschen. Wo bleiben denn jetzt die Prinzipien der europäischen Regierungen, die erbost aufschreien, sobald ein Muslim einen Nichtmuslim tötet? Die westlichen Medien messen stets mit zweierlei Maß: Wenn die Übertretung oder das Verbrechen von einem Muslim begangen wurde, ist es Terror schlechthin. Ein Aufschrei geht dann durch die Medien über den Terrorismus, den Fanatismus und die Mordlust der Muslime. Nachdem aber diese Tat von einem Nichtmuslim begangen wurde, ist sie nicht mehr als eine normale „Auseinandersetzung", die unter Menschen „halt passiert". Wo sind dann jetzt die Herrscher der Muslime, die an der Demonstration in Frankreich teilgenommen haben? Warum stehen sie den Muslimen nicht bei oder nehmen zumindest als Unterstützung und aus Protest gegen deren Ermordung an einer Demonstration oder einem Protestmarsch teil? Oder ist das Blut der Journalisten, die den Gesandten Allahs (s) geschändet haben, vielleicht teurer und wertvoller als das der Muslime? Dieses Ereignis beweist, dass die islamische umma, die sich über den gesamten Erdball erstreckt, eine einzige umma mit einer gemeinsamen Empfindung ist. Es beweist auch, dass die Muslime im Westen Teil dieser umma sind. So, wie die Opfer von Chapel Hill Schmerz für die Muslime in Syrien und Palästina empfanden, empfinden auch die Muslime auf der ganzen Welt Schmerz für das Unrecht, das ihnen widerfahren ist, und geben ihrem Gram und Kummer Ausdruck. Dieses Ereignis - wie auch alle anderen Fälle von Übergriffen auf Muslime, auf ihre Moscheen oder ihr Eigentum - darf den Zusammenhalt der Muslime nicht aufweichen und sie nicht in Angst versetzen. Solche Übergriffe sollten uns Muslime vielmehr darin bestärken, an sämtlichen islamischen Rechtssprüchen festzuhalten. Sie dürfen uns keinesfalls dazu veranlassen, einen der Riten oder Rechtssprüche des Islam aufzugeben. Wir sind Träger der Botschaft des Islam im Westen. Wir arbeiten mit den Muslimen auf der ganzen Welt zusammen, um die Menschheit aus der Enge des Diesseits in die Weite des Diesseits und Jenseits zu führen. Auch wissen wir, dass uns nur das trifft, was Allah uns bestimmt hat. Er ist wahrlich der treffliche Schutzherr und treffliche Helfer!

﴿قُلْ لَنْ يُصِيبَنَا إِلَّا مَا كَتَبَ اللَّهُ لَنَا هُوَ مَوْلَانَا وَعَلَى اللَّهِ فَلْيَتَوَكَّلِ الْمُؤْمِنُونَ﴾

Sprich: "Nichts kann uns treffen außer dem, was Allah uns bestimmt hat. Er ist unser Schutzherr, und auf Allah sollen die Gläubigen vertrauen." (9:51)

 

24. Rabīʿ aṯ-Ṯānī 1436 n. H. Hizb-ut-Tahrir

13/2/2015 USA