KOMMENTAR

- 13.12.2019

Muslimische Konzentrationslager in China: Die Muslime werden nur wegen ihres Glaubens an Allah (t) malträtiert

Die New York Times veröffentlichte durchgesickerte Regierungsdokumente (1), aus denen ersichtlich wird, dass der Staatspräsident der Volksrepublik China, Xi Jinping, forderte, im Umgang mit den Millionen von Muslimen die in Konzentrationslagern in Ostturkestan festgehalten werden „absolut keine Gnade zu zeigen.“ Die in den Konzentrationslagern festgehaltenen Muslime werden unter Anwendung von Gewalt zur Aufgabe ihrer Religion gezwungen.

Die wundersame Natur des heiligen Koran rührt daher, dass seine Botschaften universell und seine Geschichten auch heute noch Weisheiten und Lektionen für alle jene darbieten, die Verstand besitzen.

﴿لَقَدْ كَانَ فِي قَصَصِهِمْ عِبْرَةٌ لِّأُولِي الْأَلْبَابِ

In ihren Geschichten ist wahrlich eine Lehre für diejenigen, die Verstand besitzen.(12:111)

Ein Beispiel dafür ist die Sure al-Burūǧ („die Türme“), in der Allah (t) die Geschichte eines Tyrannen erzählt, die der Geschichte Xi Jinpings in vielerlei Hinsicht ähnelt. Dieser Tyrann malträtierte die Gläubigen nur deshalb, weil sie sich nicht von ihrer Religion lossagen wollten. Der unterdrückerische König und seine Gefolgschaft, die von Allah (t) als

﴿أَصْحَابُ الْأُخْدُودِ

Leute des Grabens (85:4)

bezeichnet werden, gruben einen Graben und entzündeten ein großes Feuer in ihm. Die Gläubigen wurden sodann in den Graben hineingeworfen und bei lebendigem Leibe verbrannt. Der Gesandte Allahs (s) berichtet in einem von Muslim tradierten Bericht von der vollständigen Begebenheit:

Es gab mal einen König vor eurer Zeit. Er hatte einen Zauberer. Als der Zauberer langsam alt wurde, meinte er zum König: ‚Eure Majestät, ich bin langsam alt geworden. Schickt mir einen Jungen, damit ich ihm das Zaubern beibringen kann.‘ Der König schickte ihm einen Jungen.

An dem Weg des Jungen zum König wohnte ein Priester. Irgendwann beim Gehen schaute der Junge beim Priester vorbei und hörte ihm zu. Ihm gefiel sein Gerede. Immer, wenn der Junge zum Zauberer ging, schaute er beim Priester vorbei. Er setzte sich eine Weile neben ihn und hörte ihm aufmerksam zu. Daher kam er häufig zu spät zum Zauberer. Wegen dieser Verspätungen schlug ihn der Zauberer.

Der Junge beschwerte sich darüber beim Priester, der zu ihm sagte: ‚Wenn du dich vor dem Zauberer fürchtest, sprich: Mitglieder meiner Familie haben mich festgehalten, und wenn du dich vor deiner Familie fürchtest, sprich: Der Zauberer hat mich festgehalten.‘

Als der Junge so hin und her ging, traf er eines Tages auf ein großes Ungeheuer, das die Menschen davon abhielt, einen Weg zu überqueren. Er redete mit sich selbst: ‚Heute werde ich erfahren, ob der Zauberer oder der Priester stärker ist.‘ Der Junge nahm einen Stein und sagte: ‚Mein Allah! Wenn dir die Arbeit des Priesters lieber ist, als die des Zauberers, töte dieses Tier, so dass die Menschen diesen Weg wieder überqueren können.‘ Er warf den Stein und das Ungeheuer starb. Die Menschen konnten den Weg wieder benutzen.

Der Junge ging zum Priester und erzählte ihm diese Situation. Der Priester sagte zu ihm: ‚Ja! Heute bist du stärker als ich! Wie ich sehe hast du einen hohen Rang. Du wirst noch eine richtige Prüfung absolvieren müssen. Wenn du dieser Prüfung unterzogen wirst, erwähne ja nicht meinen Namen.‘ Der Junge behandelte die von Geburt an Blinden und die Leute mit unterschiedlichen Krankheiten. Er hat sie auch von diesen Krankheiten befreit.

Der blinde Freund des Königs hatte von diesem Jungen gehört. Er kaufte viele Geschenke und suchte den Jungen auf. Der blinde Mann sprach: ‚Wenn du mich heilst, gehören diese Sachen dir.‘ Da entgegnete der Junge: ‚Ich heile niemanden. Allah ist derjenige, der heilt. Wenn du an Allah glaubst, werde ich dafür beten, dass Allah dich heilt. Und er wird heilen!‘

Der blinde Mann bestätigte seinen Glauben an Allah (t), woraufhin Allah (t) ihn heilte.

Später besuchte der Mann den König. Wie gewöhnlich setzte er sich neben ihn.

Der König fragte: ‚Wer hat deine Augen behandelt?‘, ‚Mein Gott‘, erwiderte der Mann. Der König: ‚Hast du einen anderen Gott außer mir?‘ Der Mann antwortete: ‚Mein und dein Gott ist Allah!‘ Der König ließ den Mann gefangen nehmen. Daraufhin erwähnte er den Ort, an dem der Junge wohnt, der seine Augen heilte und ihn an Allah glauben ließ. Der Junge wurde zum König gebracht. Der König sagte: ‚Junge, dein Zauber ist so groß, dass du Blinde heilst und verschiedene Krankheiten behandelst. Was du alles vollbringen kannst...‘ Der Junge sagte: ‚Ich heile niemanden! Die Genesung gibt allein Allah.‘ Der König ließ auch den Jungen einsperren und quälen. Durch die Gewalt der Quälerei erwähnte der Junge nun den Ort, an dem der Priester lebte. Darauf wurde der Priester zum König gebracht. ‚Gebe deine Religion auf!‘, befahl der König dem Priester. Der Priester lehnte dies ab. Sofort brachte man eine Säge. Der König sägte den Kopf des Priesters entzwei.

Sodann wurde dem Höfling des Königs gesagt: ‚Gebe deine Religion auf!‘ Als er dies ablehnte, sägte man auch seinen Kopf entzwei.

Danach holte man den Jungen. ‚Gebe deine Religion auf!‘, wurde auch ihm befohlen. Aber auch der Junge befolgte diesen Befehl nicht. Der König übergab den Jungen einigen seiner Männer. König: ‚Bringt ihn zu irgendeinem Berg, steigt bis zum Berggipfel rauf. Wenn ihr dort seid, befiehlt ihm erneut, dass er die Religion aufgeben soll. Wenn er dem Befehl folgeleistet, lasst ihn frei, wenn nicht, dann werft ihn hinrunter.‘ Sie brachten ihn auf den Berggipfel. Der Junge sprach: ‚Mein Allah, hilf mir auf welchem Wege du willst.‘

Daraufhin bebte der Berg und die Männer des Königs fielen hinunter. Der Junge kam zum König. Dieser fragte: ‚Was ist mit meinen Wächtern passiert?‘ Der Junge sprach: ‚Allah hat mir geholfen‘ Der König übergab ihn abermals seinen Wächtern. König: ‚Bringt ihn auf ein Schiff. Segelt damit bis in die Mitte des Meeres. Wenn er seine Religion aufgibt, lasst ihn frei, wenn nicht, werft ihn ins Meer. Der Junge war mitten im Meer und sprach: ‚Mein Allah, hilf mir auf welchem Wege du immer willst.‘ Die Schiffe wurden zerstört und die Wächter ertranken. Der Junge kam erneut zum König, der sprach: ‚Was ist mit meinen Wächtern passiert?‘ Der Junge: ‚Allah hat mir geholfen.‘ Er sprach weiter: ‚Solange du nicht tust, wozu ich dich aufrufe, wirst du mich nie töten können.‘ Da sprach der König: ‚Was ist es, wozu du mich aufrufst?‘ Der Junge antwortete: ‚Du lässt die Menschen auf einer Ebene versammeln, hängst mich an einen Stamm, nimmst dir einen Pfeil aus meinem Köcher. Setzt den Pfeil an und sprichst: Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Sodann schießt du. Tust du dies, wirst du mich töten können.‘

Der König ließ das Volk versammeln, hing den Jungen an einem Baumstamm auf, zog einen Pfeil aus dem Köcher, setzte diesen an und sprach: ‚Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen‘ Er spannte den Bogen und schoss. Der Pfeil traf genau die Schläfe des Jungen, der starb.

Das Volk sprach: ‚Wir glauben an den Gott des Jungen.‘ Danach kamen die Wächter zum König und sagten ‚Um ehrlich zu sein ist das, was sie befürchtet hatten, wahr geworden. Das Volk glaubt nun an den Gott des Jungen... was befehlen sie nun?‘ Der König befahl das Ausheben von Gräben an. Sofort wurden tausende von Gräben ausgehoben. In diesen Gräben loderte Feuer. Der König sagte: ‚Wer sich dieser neuen Religion verpflichtet, wird ins Feuer geworfen.‘ Das Gewollte wurde sofort verwirklicht. Es wurde eine Frau mit Baby gebracht. Die Frau hatte Angst ins Feuer geworfen zu werden. Doch ließ Allah (t) das Baby sprechen: ‚Liebe Mutter, sei geduldig. Du bist auf dem richtigen Weg.‘“

Die Parallelen zwischen dieser Begebenheit und dem, was derzeit mit den Muslimen in China geschieht, sind unverkennbar. Es scheint fast so, als wäre die Sure al-Burūǧ zu diesem Anlass offenbart worden!

Allah (t) beginnt die Sure al-Burūǧ mit einem Schwur:

﴿وَالسَّمَاءِ ذَاتِ الْبُرُوجِ

Beim Himmel mit den Türmen (85:1)

Mit al-Burūǧ sind die Sterne und Planeten am Himmelszelt gemeint. Es ist bekannt, dass der traditionelle chinesische Kalender auf einer Reihe von komplexen Berechnungen basiert, die von den Bewegungen ebendieser Himmelskörper abgeleitet wurden. Und obwohl das chinesische Volk diese Sternenkonstellationen studiert hat, erkennt es die Zeichen des Schöpfers nicht an.

Weiterhin schwört Allah (t):

﴿وَالْيَوْمِ الْمَوْعُودِ

und (bei) dem versprochenen Tag (85:2)

und bezieht sich dabei auf den Tag der Abrechnung. Dieser Vers stellt einen Bezug zwischen den Sternenkonstellationen und der Rechenschaftsforderung Allahs (t) am Tag der Abrechnung her. An diesem Tag muss jeder Rechenschaft ablegen.

﴿وَشَاهِدٍ وَمَشْهُودٍ

und dem Zeugen und dem Bezeugten! (85:3)

Saiyid Quṭb (r) erwähnt in seinem tafsīr: „An jenem Tag werden die Geschöpfe und all ihre Taten entblößt. Jeder wird zum Zeugen werden. Alles wird bekannt werden, da es nichts mehr geben wird, was die Dinge vor den Augen verbergen könnte.“

Der Erhabene beschreibt die Tyrannei der sogenannten

﴿أَصْحَابُ الْأُخْدُودِ

Leute des Grabens (85:4),

die, genau wie die Unterdrücker in China derzeit, den Gläubigen nur grollten, weil diese an Allah (t) glauben. So sagt der Erhabene:

﴿وَمَا نَقَمُوا مِنْهُمْ إِلَّا أَن يُؤْمِنُوا بِاللَّهِ الْعَزِيزِ الْحَمِيدِ

Und sie grollten ihnen nur, dass sie an Allah glaubten, den Allmächtigen und Lobenswürdigen, (85:8)

Diesen Unterdrückern droht Allah (t) strenge Strafe an, obwohl Er (t) ihnen in Seiner unendlichen Barmherzigkeit eine Möglichkeit offenlässt, zu bereuen und von ihrer Tyrannei abzulassen:

﴿إِنَّ الَّذِينَ فَتَنُوا الْمُؤْمِنِينَ وَالْمُؤْمِنَاتِ ثُمَّ لَمْ يَتُوبُوا فَلَهُمْ عَذَابُ جَهَنَّمَ وَلَهُمْ عَذَابُ الْحَرِيقِ

Gewiss, diejenigen, die die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen in Versuchung bringen und hierauf nicht in Reue umkehren, für sie wird es die Strafe der Hölle geben, und für sie wird es die Strafe des Brennens geben. (85:10)

Sodann verkündet Er (t) den Gläubigen die frohe Botschaft, dass diese aufgrund der Katastrophen, unter denen sie zu leiden haben, schlussendlich triumphieren werden:

﴿إِنَّ الَّذِينَ آمَنُوا وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ لَهُمْ جَنَّاتٌ تَجْرِي مِن تَحْتِهَا الْأَنْهَارُ ۚ ذَٰلِكَ الْفَوْزُ الْكَبِيرُ

Gewiss, diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, für sie wird es Gärten geben, durcheilt von Bächen; das ist der große Erfolg. (85:11)

Schließlich erinnert uns Allah (t) an die Geschichten Firʿauns und der Ṯamūd, die an anderer Stelle im Koran erzählt werden, und zieht diese als Beispiel dafür heran, wie Er (t) mit Tyrannei verfährt:

﴿هَلْ أَتَاكَ حَدِيثُ الْجُنُودِ فِرْعَوْنَ وَثَمُودَ بَلِ الَّذِينَ كَفَرُوا فِي تَكْذِيبٍ وَاللَّهُ مِنْ وَرَائِهِمْ مُحِيطٌ

Ist zu dir die Geschichte der Heerscharen gekommen, Firʿauns und der Ṯamūd? Aber nein! Diejenigen, die ungläubig sind, sind dem Leugnen (der Botschaft) verhaftet. Doch Allah ist hinter ihnen her, (sie) umfassend.(85:17-20)

Xi Jinping ist ein moderner Pharao. Er und seine Gefolgschaft bauen schillernde Wolkenkratzer, ähnlich wie die Ṯamūd vor ihnen die Felsen im Tal zu Wohnstätten aushöhlten:

﴿وَثَمُودَ الَّذِينَ جَابُوا الصَّخْرَ بِالْوَادِ

Und (mit) den Ṯamūd, die im Tal die Felsen aushöhlten? (89:9)

Sie alle wurden von Allah (t) vernichtet. Die Gläubigen übernahmen ihr Land, woraufhin ihre Zivilisation im Mülleimer der Geschichte endete. Alles, was von ihnen übrigblieb, sind zerfallene Strukturen in der Wüste.

Die Sure endet mit den Worten:

﴿بَلْ هُوَ قُرْآنٌ مَجِيدٌ فيِ لَوْحٍ مَحْفُوظٍ

Nein! Vielmehr ist es ein ruhmvoller Koran auf einer wohlbehüteten Tafel. (85:21-22)

Mit diesen Versen versichert uns Allah (t), dass der Koran und der Islam nicht durch Folter, Konzentrationslager oder Massaker zugrunde gerichtet werden können. Die Internierungslager in Ostturkestan werden schon bald von einem aufrichtig geführten Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums befreit werden. Es gibt nichts, was die chinesischen Unterdrücker tun könnten, um dieses Ereignis zu verhindern.

﴿إِنَّ بَطْشَ رَبِّكَ لَشَدِيدٌ إِنَّهُ هُوَ يُبْدِئُ وَيُعِيدُ وَهُوَ الْغَفُورُ الْوَدُود ذُو الْعَرْشِ الْمَجِيدُ فَعَّالٌ لِمَا يُرِيدُ

(O Prophet!) Das Zupacken deines Herrn ist wahrlich hart. Gewiss, Er macht den Anfang und lässt wiederkehren. Und Er ist der Allvergebende und Liebevolle, der Herr des Thrones, der Ruhmvolle. (Er) tut alles, was Er will. (85:11-16)

(A.M.)

 

(1)https://www.nytimes.com/interactive/2019/11/16/world/asia/china-xinjiang-documents.html