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- 03.04.2020

Das chinesische Regime hat dem Minister für religiöse Angelegenheiten erfolgreich die Augen ausgewischt!

Presseverlautbarung

Das chinesische Regime hat dem Minister für religiöse Angelegenheiten erfolgreich die Augen ausgewischt!

 

Während seiner Chinareise im Juni 2019 wurde Dr. Mujahid – malaysischer Minister für religiöse Angelegenheiten - zu einem Gefangenenlager geführt, in dem die muslimischen Uiguren angeblich eine Berufsausbildung durchlaufen würden. Hinterher hielt er an der Beijinger Universität für Ausländische Studien eine Rede und ließ wissen: “… Ein weiteres Problem, dem wir heute gegenüberstehen, ist die Gefahr, dass die Welt mit Fakenews überhäuft wird. Das kann dazu führen, dass die Beziehung zwischen Staaten und Völkern auf dem Kontinent gestört wird. Falschmeldungen über Muslime in China, die unterdrückt würden, könnten eine Sympathiewelle lostreten und sich auf die Beziehungen auswirken. …”

La haula wa la quwwata illa billah! Wie kann ein Minister für religiöse Angelegenheiten so leicht von einem berüchtigten Regime, das für die Unterdrückung der Muslime bekannt ist, getäuscht werden?! Hat er denn nicht die Berichte über die antimuslimischen Gräueltaten seitens des chinesischen Regimes an unseren Geschwistern vernommen? Hat er nicht mitbekommen, dass es unseren Geschwistern verboten wurde zu beten und zu fasten; dass die Männer keinen Bart und die Frauen keinen Hijab tragen dürfen? Kennt er denn nicht die Videodokumentationen und Reportagen zahlreicher Organisationen und Menschenrechtsbewegungen, welche die Festnahmen, Inhaftierungen und Folterungen an mehr als einer Million muslimischer Uiguren belegen? Ist es ihm entgangen, dass sie entführt und in chinesische Konzentrationslager zusammengepfercht wurden, um sie von ihrem muslimischen Glauben abzubringen? Hat er keine Kenntnis von den Berichten uigurischer Muslime, die aus den KZs ausgebrochen und nach Malaysia geflohen sind und verzweifelt sagten: “Es ist uns lieber, hier von der malaiischen Regierung getötet zu werden als dass man uns in unsere Heimat zurückbringt, wo wir vom Regime auf brutale Weise ermordet werden.” Reicht denn tatsächlich ein wohlvorbereites Inhaftierungslager aus, um all die Verbrechen des chinesischen Regimes zu vertuschen? Wie kann ein Minister für religiöse Angelegenheiten durch einen einzigen Besuch dermaßen von den Chinesen hinters Licht geführt werden?

In Wahrheit hat der Minister die Verfolgung der uigurischen Muslime nur deshalb als Falschmeldung bezeichnet, um die diplomatischen und Handelsbeziehungen zum kriegführenden chinesischen Kufr-Staat aufrecht zu halten! Wo ist die Brüderlichkeit? Wo ist die Gewissenhaftigkeit? Wo sind die Standhaftigkeit und der Mut? Wo bleiben Halal und Haram? Wo bleibt die Herrschaft des Islam? Es ist ein Jammer, dass der Minister zum verlängerten Arm des Kufr-Regimes verkommen ist. Es stünde ihm besser zu Gesicht, ein Beschützer seiner unterdrückten Geschwister zu sein. Wie kann er nur das Unrecht gegen die Muslime Ostturkestans als falsche Nachrichten abtun? Wie kann er den Worten eines Kufr-Regimes mehr Glauben schenken als seinen Glaubensgeschwistern? Solch ein Verhalten ist an Schandhaftigkeit nur schwer zu überbieten!

O Muslime, unsere Geschwister in China leiden bereits seit Jahrzehnten, und kein muslimischer Herrscher schert sich um ihren Zustand. Keines der weltweit 50 muslimischen Länder hat das Unrecht gegen die Uiguren auch nur ansatzweise verurteilt – geschweige denn zum Jihad aufgerufen. Noch schrecklicher ist es, dass ein muslimischer Minister einem ungläubigen Staat derart ergeben ist, dass er sogar der Lüge zustimmt, bei der Verfolgung der Uiguren handele es sich um eine Falschmeldung.

Wahrlich, die Muslime können keine Hoffnung mehr in ihre gegenwärtigen Staatsoberhäupter setzen, dass diese ihren Not leidenden Geschwistern zu Hilfe eilen. Denn sie haben stets mit den Unterdrückern paktiert, anstatt sich mit den Unterdrückten zu verbünden. Ihre Bande zu den ungläubigen Unterdrückern ist stärker als ihre Bande zu ihren unterdrückten Geschwistern. Die letzte Hoffnung lastet auf der Rückkehr des rechtgeleiteten Kalifats, das der Umma zugeneigt ist und sie aus ihrer misslichen Lage befreien wird. Es wird den ungläubigen Feinden schmerzhafte Lektionen erteilen, bis sie sich dem Islam vollends ergeben. Hizb-ut-Tahrir arbeitet seit jeher für die Wiedererrichtung des Kalifats, und mit Gottes Hilfe wird es sich bald wieder auf der Welt etablieren und sie aus den Finsternissen ins Licht führen.

 

Abdul Hakim Othman

Mediensprecher

Hizb ut Tahrir Malaysia