KOMMENTAR

- 21.04.2020

Die Grundidee des Kapitalismus, seine Auswirkungen und seine Falschheit – Teil 1

 

Die Grundidee des Kapitalismus, seine Auswirkungen und seine Falschheit – Teil 1

 

﴿إِنَّ قَارُونَ كَانَ مِن قَوْمِ مُوسَىٰ فَبَغَىٰ عَلَيْهِمْ ۖ وَآتَيْنَاهُ مِنَ الْكُنُوزِ مَا إِنَّ مَفَاتِحَهُ لَتَنُوءُ بِالْعُصْبَةِ أُولِي الْقُوَّةِ إِذْ قَالَ لَهُ قَوْمُهُ لَا تَفْرَحْ ۖ إِنَّ اللَّهَ لَا يُحِبُّ الْفَرِحِينَ وَابْتَغِ فِيمَا آتَاكَ اللَّهُ الدَّارَ الْآخِرَةَ ۖ وَلَا تَنسَ نَصِيبَكَ مِنَ الدُّنْيَا ۖ وَأَحْسِن كَمَا أَحْسَنَ اللَّهُ إِلَيْكَ ۖ وَلَا تَبْغِ الْفَسَادَ فِي الْأَرْضِ ۖ إِنَّ اللَّهَ لَا يُحِبُّ الْمُفْسِدِينَ قَالَ إِنَّمَا أُوتِيتُهُ عَلَىٰ عِلْمٍ عِندِي ۚ أَوَلَمْ يَعْلَمْ أَنَّ اللَّهَ قَدْ أَهْلَكَ مِن قَبْلِهِ مِنَ الْقُرُونِ مَنْ هُوَ أَشَدُّ مِنْهُ قُوَّةً وَأَكْثَرُ جَمْعًا ۚ وَلَا يُسْأَلُ عَن ذُنُوبِهِمُ الْمُجْرِمُونَ

Gewiss, Qārūn gehörte zum Volk Mūsās, doch unterdrückte er sie. Und Wir gaben ihm solche Schätze, dass deren Schlüssel wahrlich eine schwere Last für eine (ganze) Schar kräftiger Männer gewesen wären. Als sein Volk zu ihm sagte: „Sei nicht (übermütig) froh, denn Allah liebt nicht diejenigen (Unterdrücker), die (zu übermütig) froh sind, sondern trachte mit dem, was Allah dir gegeben hat, nach der jenseitigen Wohnstätte, vergiss aber auch nicht deinen Anteil am Diesseits. Und tu Gutes, so wie Allah dir Gutes getan hat. Und trachte nicht nach Unheil auf der Erde, denn Allah liebt nicht die Unheilstifter.“ Er sagte: „Es ist mir nur gegeben worden aufgrund von Wissen, das ich besitze.“ Wusste er denn nicht, dass Allah bereits vor ihm solche Geschlechter vernichtet hatte, die eine stärkere Kraft als er besaßen und eine größere Ansammlung (an Helfern) hatten? Und die Übeltäter werden nicht nach ihren Sünden befragt.“ (28:76-78)

In den oben zitierten Versen (āyāt) zeigt uns Allah (t) beispielhaft, wie Qārūn hochmütig wurde, weil er dachte sein Reichtum durch Wissen – Know How – erlangt zu haben. Know How ist der englische Begriff für „zu Wissen wie“ bzw. die ökonomische Definition des intellektuellen Kapitals oder Humankapitals. Der Mensch neigt sehr schnell dazu seine Eigenleistung und Begabung als Grund für seinen Erfolg anzusehen, hier insbesondere das Wissen, welches er sich angeeignet hat.

Das Leben in einem kapitalistischen System ermutigt den Menschen dazu, eine materialistische Sichtweise auf die Welt zu entwickeln, bei der die Anstrengungen durch Einkommen und Wohlstand vergütet werden. Das Konzept der Meritokratie (Vorherrschaft aufgrund besonderen Verdienstes) wird eifrig vorangetrieben, was uns einreden soll, dass Anstrengung gleichbedeutend ist mit Belohnung. Daher fühlen sich die Menschen oft allein dafür verantwortlich, ihren eigenen Reichtum und ihre eigenen Chancen zu schaffen.

So sagt Allah (t) in Sure 39:

﴿فَإِذَا مَسَّ الْإِنسَانَ ضُرٌّ دَعَانَا ثُمَّ إِذَا خَوَّلْنَاهُ نِعْمَةً مِّنَّا قَالَ إِنَّمَا أُوتِيتُهُ عَلَىٰ عِلْمٍ ۚ بَلْ هِيَ فِتْنَةٌ وَلَٰكِنَّ أَكْثَرَهُمْ لَا يَعْلَمُونَ

Wenn dem Menschen Unheil widerfährt, ruft er Uns an. Wenn Wir ihm hierauf Gunst von Uns gewähren, sagt er: "Es ist mir nur gegeben worden aufgrund von Wissen." Nein! Vielmehr ist es eine Versuchung. Aber die meisten von ihnen wissen nicht. (39:49)

Die Volkswirtschaftslehre kennt seit Adam Smith die Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital. Da diese Faktoren knapp sind, haben sie in der klassischen Ökonomie einen Preis. Neuerdings kommt der Faktor Humankapital dazu und spielt in der neokapitalistischen Ökonomie eine immer wichtigere Rolle.

In der Humankapitaltheorie der Volkswirtschaftslehre wird Humankapital unter dem Gesichtspunkt von Investition in Bildung betrachtet. So wird dem auf Ausbildung und Erziehung beruhenden Leistungspotenzial der Arbeitskraft eine hohe Ertragskraft beigemessen. Mit anderen Worten ausgedrückt: Humankapital sind Wissensbestandteile in den Köpfen der Mitarbeiter oder Personen, aus denen Ertragskapital geschaffen werden kann. Für den Ökonomen führt jede Investition in Bildung und Erziehung am Ende zu einem Kapitaloutput.

Es scheint manchmal ein allgemeines Missverständnis über das Konzept der Versorgung (rizq) zu geben, so dass die Muslime oft die Umstände, durch die wir unseren Lebensunterhalt erlangen, mit der tatsächlichen Ursache der Versorgung verwechseln.

﴿قُلْ مَن يَرْزُقُكُم مِّنَ السَّمَاءِ وَالْأَرْضِ أَمَّن يَمْلِكُ السَّمْعَ وَالْأَبْصَارَ وَمَن يُخْرِجُ الْحَيَّ مِنَ الْمَيِّتِ وَيُخْرِجُ الْمَيِّتَ مِنَ الْحَيِّ وَمَن يُدَبِّرُ الْأَمْرَ ۚ فَسَيَقُولُونَ اللَّهُ ۚ فَقُلْ أَفَلَا تَتَّقُونَ

Sag: Wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde, oder wer verfügt über Gehör und Augenlicht? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten und bringt das Tote aus dem Lebendigen hervor? Und wer regelt die Angelegenheit? Sie werden sagen: "Allah." Sag: Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein? (10:31)

﴿وَمَا مِن دَابَّةٍ فِي الْأَرْضِ إِلَّا عَلَى اللَّهِ رِزْقُهَا وَيَعْلَمُ مُسْتَقَرَّهَا وَمُسْتَوْدَعَهَا ۚ كُلٌّ فِي كِتَابٍ مُّبِينٍ

Und es gibt kein Tier auf der Erde, ohne dass Allah sein Unterhalt obläge'. Und Er kennt seinen Aufenthaltsort und seinen Aufbewahrungsort. Alles ist in einem deutlichen Buch (verzeichnet). (11:6)

Der Träger des Islam muss bereit sein, sich Prüfungen und Schwierigkeiten zu stellen, und sich auch jenen entgegenstellen, die gegen den Islam sind. Der einzige Weg, sich darauf vorzubereiten, besteht darin, ein klares Wissen über die grundlegenden islamischen Ideen zu haben, wie beispielsweise das Verständnis von rizq, also dass die Versorgung von Allah (t) kommt, das Verständnis von tawakkul (Gottvertrauen) und andere grundlegende islamische Ideen.

Betrachtet man heute die islamische Welt, so erhält der Muslim ein sehr bedrückendes Bild. Seine Welt ist in über 50 kleine machtlose Staaten mit katastrophaler Wirtschaft aufgeteilt, die von Marionettenherrschern geführt werden. Die implementierten Regierungen sind nahezu alle korrupt. Die Bevölkerungen leben am Rande der Armutsgrenze wobei die Herrscher die Reichtümer der Länder ausbeuten. In den 80er-Jahren sahen die Muslime sogar den Kommunismus mit seinem sozialistischen Touch als eine Alternative zu der kapitalistischen Unterdrückung. Daher war es keine Seltenheit, dass in muslimisch-geprägten Ländern wie Ägypten oder der Türkei kommunistische Parteien entstanden.

Der Westen versucht parallel dazu, sein System als einzig richtiges System zu präsentieren. Der Erfolg des Westens blendet den Muslim, so dass der Muslim dazu neigt, sein System anzunehmen. Er beschäftigt sich erst gar nicht mit der Frage des islamischen Wirtschaftssystems oder ob es überhaupt eine Alternative geben könnte.

Wenn man die gegenwärtige Lage auf der Welt beobachtet und genauer analysiert, wird einem bewusst, dass es ein ungerechtes und unmenschliches System ist. Wenn wir beispielsweise an die Länder der Dritten Welt denken, haben wir ein bestimmtes Bild von Hunger, Dürre, sterbenden Menschen, Bürgerkriegen usw. im Kopf. Zudem denkt man an die hohe Staatsverschuldung der einzelnen Länder, aus der sie nicht mehr herauskommen. Man muss sich über die Gründe dieser Entwicklungen Gedanken machen und unweigerlich zu dem Schluss kommen, dass der kapitalistisch geprägte Westen die Hauptschuld trägt, indem seine zwei „Weltorganisationen“ die Entwicklungsländer in diese Verschuldung hineingetrieben haben, nämlich die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF). Diese beiden Organisationen haben angeblich die Aufgabe, den Ländern der Dritten Welt aus ihrer wirtschaftlichen Misere zu helfen und ihnen wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungshilfe zu leisten. Aber praktisch setzen sie einen „modernen Kolonialismus“ fort, indem sie diese Länder in ihre Abhängigkeit bringen und sie wirtschaftlich ausbeuten.

Die Weltbank und der IWF gewähren Kredite an Länder der Dritten Welt und treiben sie in eine so enorm hohe Verschuldung, dass sie aus dieser aus eigener Kraft nicht mehr herauskommen. Länder wie Indonesien, die sich weigerten einen Kredit aufzunehmen, wurden boykottiert, sowie durch Putschversuche und innere Aufstände in den Ruin getrieben. Man tat alles, um im Land für wirtschaftliche Instabilität zu sorgen, damit es den Bedingungen, die an die Kredite gekoppelt waren, zustimmt. Diese Kredite sind mit so hohen Zinsen behaftet, dass die Exportgewinne der jeweiligen Länder nicht mal ausreichen, um die Zinsen zu tilgen, so dass weitere Kredite aufgenommen werden müssen und sie unweigerlich in einen Teufelskreis und in den Ruin hineingetrieben werden.

Immer mehr Ländern droht dem „Schuldenreport 2018“ zufolge Zahlungsunfähigkeit. Zuletzt stieg die Summe der Schulden weltweit auf 233 Billionen US-Dollar. 13 Staaten haben ihre Zahlungen schon eingestellt. Von den für den Report untersuchten 141 Ländern, die nicht der OECD („Organisation for Economic Cooperation and Development“) angehörten, seien 119 kritisch verschuldet. Die Entwicklungsländer sind mit über 3000 Milliarden US-Dollar im Ausland verschuldet. Mexiko beispielsweise gehört zu den höchstverschuldeten Ländern der Welt. Es wurde errechnet, dass jedes neugeborene Baby in Mexiko schon bei seiner Geburt den westlichen Banken mehr als 1000 US-Dollar schuldet.

Wer aber glaubt, dass die vielen Kredite und Entwicklungsgelder der Bevölkerung zugutekommen würden, irrt sich. Denn oft landen sie direkt oder indirekt in den Taschen der Herrschercliquen, mit denen diese ihre Verschwendungssucht befriedigen oder sie für nutzlose Prestigeprojekte oder Rüstungsgüter ausgeben. Viele der Kredite fließen direkt wieder auf ausländische Konten ab. So flossen innerhalb von zehn Jahren von 450 Milliarden US-Dollar Neuverschuldung knapp die Hälfte wieder ins Ausland zurück.

Obwohl die Falschheit der kapitalistischen und sozialistischen Ideen für viele Muslime offenkundig und ihre Verdorbenheit klar hervorgekommen ist, leidet die islamische Umma weiterhin unter dem Kolonialismus. Folglich ist es für uns umso wichtiger, die Basis, auf der die kapitalistischen Gesetze und Lösungen gründen, zu entlarven, ihre Falschheit darzulegen und sie intellektuell zu vernichten. Außerdem muss ein klares Bild vom kapitalistischen Wirtschaftssystem aufgezeigt werden, dass die Grundideen, auf denen die politische Ökonomie im Westen aufbaut, klassifiziert, so dass die Liebhaber des westlichen Wirtschaftssystems die Verdorbenheit dieses Systems und dessen Widerspruch zum Islam begreifen.

Ein Prinzip kapitalistischer Ökonomie ist die relative Knappheit von Gütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Bedarf. Mit anderen Worten ausgedrückt reichen die vorhandenen Mittel (Güter und Dienstleistungen) nicht aus, um die ständig wachsenden Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Das ist aus ihrer Sicht das wirtschaftliche Problem der Gesellschaft.

So sagen Sie, dass der Mensch Bedürfnisse hat, die Befriedigung erfordern, also müssten Mittel existieren, um diese zu befriedigen. Diese Bedürfnisse sind rein materieller Natur, sie sind entweder greifbar, wie das Bedürfnis nach Nahrung oder Kleidung, oder es handelt sich um Bedürfnisse, die zwar wahrgenommen, aber nicht greifbar sind, wie das Bedürfnis nach Dienstleistungen von Ärzten und Lehrern. Was die immateriellen Bedürfnisse angeht, wie Stolz und Ehre, oder die spirituellen Bedürfnisse, wie Gottesdienst und Huldigung, so werden sie wirtschaftlich nicht anerkannt und nicht berücksichtigt und haben in den Wirtschaftswissenschaften keinen Platz.

Was in den Waren und Dienstleistungen zur Befriedigung führt, ist aus ihrer Sicht der Nutzen, der in den Waren und Dienstleistungen steckt. Dieser Nutzen stellt eine Eigenschaft dar. Wenn sie in einer Sache vorhanden ist, versetzt sie diese in die Lage, ein Bedürfnis zu befriedigen. Da das Bedürfnis wirtschaftlich das Verlangen bedeutet, ist alles, wonach der Mensch ein Verlangen hat, wirtschaftlich nützlich, egal, ob es notwendig ist oder nicht, oder es einige für nützlich und andere eventuell sogar für schädlich halten. Es wird als wirtschaftlich nützlich betrachtet, solange es jemanden gibt, der ein Verlangen danach hat. Das bringt sie dazu, Dinge aus wirtschaftlicher Sicht als nützlich zu betrachten, selbst wenn die öffentliche Meinung sie für unnütz oder sogar schädlich hält. Daher sind Wein und Haschisch für Ökonomen nützliche Dinge, da es Menschen gibt, die ein Verlangen danach haben.

Knappen Gütern und Dienstleistungen entgegen stehen unbegrenzte Bedürfnisse des Menschen, die alle vollste Befriedigung benötigen. Durch Steigerung der Produktivität und damit einhergehendes Wirtschaftswachstum und durch weiteres Voranschreiten des Menschen in seinem Zivilisationsgrad wachsen auch die Bedürfnisse, was zu einem unersättlichen Kreislauf führt. Das heißt die Gesellschaft steht vor einem wirtschaftlichen Problem, das in der relativen Knappheit von Waren und Dienstleistungen besteht.

Es müssen also Regeln geschaffen werden, die über die Art und Weise der Verteilung der begrenzten Ressourcen auf die unbegrenzten Bedürfnisse entscheiden. Als Resultat kommt auf der einen Seite das wirtschaftliche Handeln, homos ökonomicus genannt, als eine grundlegender ökonomischer Leitgedanke in Betracht, der besagt, dass der Mensch versucht mit wenig Einsatz von gegebenen Mitteln die bestmögliche Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen zu erzielen, also mit möglichst wenig Mitteln eine Nutzenmaximierung zu erzielen (Aufwandsminderung / Nutzenmaximierung bzw. Konsumminimierung / Produktionssteigerung). Auf der anderen Seite hingegen soll durch das Erreichen des höchstmöglichen Produktionsniveaus gewährleistet werden, dass das Kollektiv mit Ressourcen versorgt wird, d.h. Waren und Dienstleistungen dem Kollektiv zur Verfügung gestellt werden, und nicht unbedingt dem Einzelnen. Daher ist das Problem der Verteilung der Waren und Dienstleistungen eng mit dem Problem ihrer Produktion verbunden. Deshalb zählt in der kapitalistischen Ökonomie die Untersuchung des Bruttonationalprodukts (BNP) zu den wichtigsten Lösungen des Wirtschaftsproblems, das ja in der Knappheit der Güter im Verhältnis zu den Bedürfnissen steht. Denn sie glauben, dass Armut und Mittellosigkeit nur durch die Steigerung der Produktion gelöst werden können. So besteht die Lösung des wirtschaftlichen Problems einer Gesellschaft nur in der Erhöhung der Produktion.

Diese Betrachtungsweise der Dinge zieht fatale Folgen nach sich. Die kapitalistische Wirtschaft ist deshalb rücksichtslos im Umgang mit den Menschen und der Natur. Sie verwertet ausnahmslos alles, was in irgendeiner Form einen Nutzen bringt. Der Einzelne ist gar nicht in der Lage, sich dem zu entziehen, und macht sich zum Mittäter dieser profitorientierten Rücksichtslosigkeit. Das kapitalistische System bringt das Individuum zwangsläufig dazu, gegen die viel zitierten Menschenrechte zu verstoßen, auch wenn seine moralische Einstellung vielleicht eine andere ist. Jeder weiß beispielsweise inzwischen, welche Zustände in der Textilindustrie herrschen. So gut wie jedes Kleidungsstück, das auf den Markt kommt, ist das Ergebnis von Ausbeutung und moderner Sklaverei. Das Wissen hält den Einzelnen aber nicht davon ab, selbst Nutzen aus diesem Umstand zu ziehen und von niedrigen Preisen zu profitieren. Im Kapitalismus gibt es folglich kein Entkommen vor der eigenen Beteiligung an den kapitalistischen Vergehen.

(E. D.)