PERSÖNLICHKEITEN

- 27.05.2020

Die Führer von Hizb-ut-Tahrir - Teil 3 - Der ehrenwerte Gelehrte und derzeitige amīr von Hizb-ut-Tahrir, ʿAṭāʾ ibn Ḫalīl Abū ar-Rašta

 

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Die Führer von Hizb-ut-Tahrir

Teil 3

Der ehrenwerte Gelehrte und derzeitige amīr von Hizb-ut-Tahrir, ʿAṭāʾ ibn Ḫalīl Abū ar-Rašta

Am 11. Ṣafar 1424 n. H., dem 13. April 2003 n. Chr., verkündete der Leiter des maẓālim-Komitees von Hizb-ut-Tahrir die Wahl des ehrenwerten Gelehrten in den Rechtsgrundlagen und Ingenieurs ʿAṭāʾ ibn Ḫalīl Abū ar-Rašta – Abū Yāsīn - zum amīr von Hizb-ut-Tahrir. Durch dessen Hände, so hoffen wir, wird Allah (t) den Muslimen den Sieg schenken. Die daʿwa hat mittlerweile zweifelsfrei ihren Höhepunkt erreicht und die Tätigkeiten von Hizb-ut-Tahrir werden – aus administrativer Sicht – gut organisiert. Er versteht es, die Fähigkeiten der Šabāb effizient einzusetzen.

 

Einige wesentliche Aspekte aus dem Leben von ʿAṭāʾ ibn Ḫalīl Abū ar-Rašta

ʿAṭāʾ ibn Ḫalīl ibn Aḥmad ibn ʿAbd al-Qādir al-Ḫaṭīb Abū ar-Rašta wurde wahrscheinlich im Jahr 1362 n. H. (1943 n. Chr.) in einem Dorf namens Raʿna nahe der Stadt Hebron in Palästina geboren. Er entstammt einer normal religiösen Familie. Als Kind musste er 1948 die Katastrophe in Palästina und dessen Besetzung durch die Juden miterleben, was mit Unterstützung Großbritanniens und durch den Verrat der arabischen Herrscher geschah. Deswegen musste seine Familie in ein Flüchtlingslager nahe Hebron ziehen.

In ebenjenem Lager besuchte er die Grund- und Oberschule. Im Jahr 1959 n. Chr. erwarb er die Hochschulreife an der al-Ḥusain-ibn-ʿAlī-Schule in Hebron. Ein Jahr darauf, im Jahr 1960, legte er das Abitur (aṯ-ṯānawīya al-ʿāma) gemäß ägyptischem Lehrplan an der al-Ibrāhīmī-Schule in Jerusalem ab. Danach schrieb er sich für das akademische Jahr 1960/61 an der Fakultät für Ingenieurwesen der Kairoer Universität ein. Sein Studium schloss er im Jahr 1966 ab. Nach seinem Studium war er in vielen arabischen Ländern als Ingenieur tätig und schrieb auch ein Buch über das Bauingenieurwesen mit dem Titel: „al-Waṣīṭ fī ḥisāb al-kimīyāt wa murāqabat al-mabānī wa-ṭ-ṭuruq“.

Er trat Hizb-ut-Tahrir Mitte der 1950er-Jahre bei, als er noch Schüler der Mittelstufe war und wurde in den Kerkern der ungerechten Despoten gequält und schwer gefoltert. Über die Jahre erfüllte er alle erdenklichen organisatorischen und administrativen Aufgaben innerhalb der Partei. Er war dāris, Mitglied, mušrif, Verantwortlicher eines Lokalkomitees (naqīb maḥallīya), Mitglied des wilāya- Komitees, muʿtamad, offizieller Sprecher und Mitglied des Büros des amīr. Und schließlich, am 11. Ṣafar 1424 n. H., dem 13.04.2003, war es der Wille Allahs, dass er die Leitung der Partei als amīr übernahm. Er bittet Allah (t) stets darum, dass Er ihn beim Tragen dieser Bürde unterstützen möge.

 

Die folgenden islamischen Werke hat Scheich ʿAṭāʾ ibn Ḫalīl Abū ar-Rašta verfasst:

I. Eine Exegese der Sure al-Baqara mit dem Titel: Die Erleichterung in den Grundlagen der Exegese (at-Taisīr fī uṣūl at-tafsīr)

II. Studien in den Grundlagen des islamischen Rechts mit dem Titel: Die Erleichterung des Zugangs zu den Rechtsgrundlagen (Taisīr al-wuṣūl ilā l-uṣūl)

Der Scheich verfasste außerdem die folgenden Büchlein:

I. Die Wirtschaftskrisen – ihre Realität und Lösung aus der Sicht des Islam

II. Der neue Kreuzzug auf der Arabischen Halbinsel und am Golf

III. Die Industriepolitik und der Aufbau eines Industriestaates

Die folgenden Bücher wurden zu seiner Zeit als amīr der Partei von Hizb-ut-Tahrir veröffentlicht:

I. Wesenszüge islamischen Charakters

II. Politische Themen – Die besetzten Länder der Muslime

III. Überarbeitung und Erweiterung des Buches: Politische Konzeptionen

IV. Die Grundlagen des Bildungssystems im Staate des Kalifats

V. Institutionen im Staate des Kalifats (in Regierung und Verwaltung)

 

Zu den Schritten, welche die Partei während seiner Zeit als amīr unternommen hat, gehört unter anderem der inständige Apell, den sie am 28. Raǧab 1426 n. H., dem 02. September 2005 n. Chr., an die Umma richtete. Dieser Appell bezog sich auf den schmerzlichen Vorfall der Zerstörung des Kalifats, der zu jenem Zeitpunkt bereits 84 Jahre zurücklag. An diesem Tag lancierte die Partei den Apell jeweils nach dem Freitagsgebet, beginnend mit Indonesien an den Ausläufern des Pazifischen Ozeans im Osten bis nach Marokko an der Küste des Atlantischen Ozeans im Westen. Dieser Apell hatte eine außerordentliche Wirkung. Hinzu kommen noch die allgemeinen Aktivitäten der Partei, wie Konferenzen, Tagungen und Märsche, bei denen die Wahrheit klar und deutlich ausgesprochen wird.

Die vergangenen Jahre unter der Führung des jetzigen amīr waren von viel Gutem geprägt. Wir bitte Allah, dass es sich weiter vermehrt und ausdehnt. Auch beginnt sich mit Allahs Erlaubnis der Sieg für die Partei unter der Führung des jetzigen amīr abzuzeichnen. In dieser Zeit ist die ganze Hoffnung auf ihn gerichtet. Möge es die Zeit sein, in der Allah den Sieg beschert.

Die Frömmigkeit und Enthaltsamkeit dieses herausragenden amīr sind beispielhaft. Er ist bekannt für sein strenges Einhalten der islamischen Gebote, für seine Disziplin und sein großes Wissen. Seine Mission verfolgt er mit großer Leidenschaft und ist immer darauf bedacht, seine Verpflichtungen auf elegante Weise zu erfüllen. Seine Fähigkeiten stellte er mehrfach unter Beweis. Ob als offizieller Pressesprecher, muʿtamad oder als Mitglied des Büros des früheren amīr von Hizb-ut-Tahrir: Jeder parteilichen Tätigkeit, die ihm übertragen wurde, kam er auf bestmögliche Art und Weise nach. Aus diesem Grund ist er sich der Verantwortung, die er als amīr der Partei trägt, voll und ganz bewusst. Er verfolgt alle parteilichen Aktivitäten lebhaft, weshalb die šabāb seine Präsenz in allem verspüren, was sie tun; egal wie klein oder groß die Aufgabe auch sein mag. Auf diese Weise schafft er es, das volle Potenzial der šabāb von Hizb-ut-Tahrir auszunutzen.

Er betet zu Allah (t) und bittet den Allmächtigen darum, dass Er ihm den Mut schenke, seine Pflichten in einer Weise zu erfüllen, die Allah (t) und Seinen Gesandten (s) zufriedenstellen. Und er bittet Allah (t) in seinen Gebeten darum, dass Er ihm erlauben möge, den Kalifatsstaat zum Wohle der Umma wieder zu errichten. Wahrlich, Allah ist allhörend und gewährend.

Dies war eine kurze Zusammenfassung der Reise von Hizb-ut-Tahrir, die Mitte der 1950er Jahre in der al-Aqsa-Moschee ihren Anfang nahm. Die Mission von Hizb-ut-Tahrir hatte immer nur ein einziges Ziel, nämlich die Wiedererrichtung des rechtgeleiteten Kalifats. Gegründet und angeführt wurde diese Mission von einem herausragenden Gelehrten namens Taqī ad-Dīn an-Nabhānī, der Hizb-ut-Tahrir bis zu seinem Tode 25 Jahre lang führte. Nach seinem Tod im Jahr 1977 übernahm der renommierte Gelehrte ʿAbd al-Qadīm Zallūm die Führung der Partei. Während seiner Zeit erlebte die daʿwa von Hizb-ut-Tahrir eine Blütezeit. Die Zahl der Parteimitglieder nahm deutlich zu. Außerdem verbreitete sich die Botschaft in vielen Ländern der Welt. So gelang es Hizb-ut-Tahrir binnen kürzester Zeit, Tausende von Menschen für den Parteikörper zu gewinnen. Dieser bedeutende Gelehrte verließ uns im Alter von 80 Jahren, nachdem er 25 Jahre lang als amīr von Hizb-ut-Tahrir tätig war. Nach ihm nahm ein weiterer, hochangesehener und äußerst fähiger Gelehrter, ein anerkannter Experte in den islamischen Rechtswissenschaften, Scheich ʿAṭāʾ ibn Ḫalīl Abū ar-Rašta, den Platz als globaler Führer von Hizb-ut-Tahrir ein. Er ist inständig darum bemüht, jene Früchte zu ernten, die von seinen Vorgängern gesät wurden.

Einst widmete ein šāb diesen drei herausragenden Persönlichkeiten die folgenden Worte:

Bei ihnen handelt es sich um drei verschiedene Individuen. Allah (t) wählte sie aus dreierlei Gründen aus:

Der erste legte den Grundstein und organisierte (die Partei). Der zweite motivierte, sodass die daʿwa aufzublühen begann. Der dritte bat Allah (t) um den Sieg (nuṣra). Und er wird – so Allah will – siegreich sein. Amīn

 

(E. D.)