ZENTRALES MEDIENBÜRO

- 10.07.2012

Pressemitteilung zu den "Repressalien gegen Muslime"

Im Namen Allahs des Erbarmungsvollen des BarmherzigenDie staatlichen Repressalien gegen unschuldige Muslime sind ein Armutszeugnis sondergleichen!Sturmklingeln in den frühen Morgenstunden, weinende Kinder, schockierte Frauen, Chaos in den eigenen vier Wänden. So sieht mittlerweile die Lebensrealität unschuldiger muslimischer Familien im demokratischen Deutschland aus. Sicherheitsbehörden, die ihren Namen nicht verdienen, weil sie Unsicherheit verbreiten und weder rechtliche noch moralische Grenzen kennen, terrorisieren Bürger muslimischen Glaubens, weil sie ihre Meinung sagen. Wenn es um Muslime geht, scheint eine Hausdurchsuchung schnell genehmigt. Ein Armutszeugnis sondergleichen!Der deutsche Staat scheint die Ablenkung durch die diesjährige Fußball-Europameisterschaft zu nutzen, um ein juristisch höchst fragwürdiges Vorgehen gegen die Muslime umzusetzen. 1000 Beamte untersuchten vor einigen Tagen 70 Objekte in sieben Bundesländern – nicht ein Bruchteil dieses enormen Aufwandes wurde unternommen, um die jahrelang ungestört mordende Zwickauer Zelle von ihrem Treiben abzuhalten.Ist das Verschenken von Koranexemplaren in Deutschland inzwischen ein krimineller Akt, der mediale Hetzkampagnen und staatliche Repressalien rechtfertigt? Reicht eine Verteilungsaktion dazu, um den Vorwand zu erheben, es handele sich um gewaltbereite Vereine und „Netzwerke“? Oder war das Ganze nur eine Machtdemonstration seitens des Staates, um Muslime einzuschüchtern, die nicht nach der Pfeife der deutschen Politik tanzen wollen und die selbstbewusst an ihrer islamischen Identität festhalten?    Verfassung und Grundgesetz werden mit diesen aggressiven staatlichen Aktionen von den eigenen Vertretern mit Füßen getreten. Dann von den Muslimen zu behaupten, sie seien die eigentlichen Verfassungsfeinde, ist absurd. Solange sich Muslime an Recht und Ordnung halten, können sie laut Verfassung in Deutschland nicht belangt werden und ein sicheres Leben führen. Die islamophob vergiftete Atmosphäre in Deutschland hat in den letzten Jahren immer stärker zugenommen. Deutlich erkennbar ist eine Steigerung islamfeindlicher Übergriffe. Wohin soll das führen? Erkennt die Politik nicht, dass sie selbst den gesellschaftlichen Frieden stört und die Beziehung zu den Muslimen in Deutschland und in Zukunft auch mit der islamischen Welt, wenn die Revolutionen zur Unabhängigkeit und zur Gründung des Kalifats führen, bis weit in die Zukunft vergiftet? Wer nicht global denkt, wird in naher Zukunft eines besseren belehrt. Vernunft und Weitsicht scheinen für die medialen und politischen Eliten des Landes ein Fremdwort zu sein.Den Muslimen muss deutlich werden, dass es hier nicht allein um die Salafiten geht. Vielmehr war es nur ein billiger Vorwand. Salafiten sind nicht die Ersten und auch nicht die Letzten, denen derartiges ins Haus steht. Auch waren es wohlgemerkt nicht nur salafitische Muslime, die eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen mussten. Nichts Geringeres als der Islam steht auf dem Spiel. Es wird höchste Zeit, dass die Muslime in Deutschland Hand in Hand zusammenarbeiten. In der Einheit liegt die Stärke und in der Spaltung Schwäche. Auf die Vernunft seitens der Politik ist nicht zu hoffen. Nur zusammen ist man in der Lage zu signalisieren, dass nicht alles mit den Muslimen zu machen ist. Nur dann können die Muslime ihre legitimen Rechte einfordern und ihre eigene Identität wahren. Bislang spielt der Staat die Muslime gegeneinander aus – das muss ein Ende haben. Auch die bislang als moderat bezeichneten Muslime und ihre Vertreter, mit denen der Staat bislang zufrieden scheint, sollten Weitsicht zeigen und ihre Stärke im Islam und den Muslimen suchen, statt sich unterwürfig unterzuordnen. Sie könnten ganz schnell die Nächsten sein.Das zentrale Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir