ZENTRALES MEDIENBÜRO

- 24.06.2012

Pressemitteilung zur "Zugehörigkeit des Islam zu Deutschland"

Im Namen Allahs des Erbarmungsvollen des BarmherzigenEine sinnlose Debatte über die Zugehörigkeit des Islam zu DeutschlandBundespräsident Joachim Gauck fragt sich in einem Zeitungsinterview, wo der Islam Europa geprägt habe und distanziert sich zugleich von seinem Vorgänger Wulff. Dass die Frage „Gehört der Islam zu Deutschland?“ überhaupt gestellt wird, spiegelt die tief verankerte islamophobe Grundeinstellung der politischen Elite im Lande wider und ihre Unfähigkeit, mit Minderheiten umzugehen, die sich kulturell von der Mehrheitsgesellschaft unterscheiden. Die Debatte signalisiert den Muslimen trotz aller Relativierungsversuche, dass sie hier nicht erwünscht sind, insbesondere wenn sie an ihrer islamischen Identität festhalten. Gauck sei hoch gespannt auf den theologischen Diskurs innerhalb eines „europäischen Islam“. Mit anderen Worten soll hier der Minderheit ein Islamverständnis aufgezwungen werden, welches den europäischen Vorstellungen entspricht. Dieser Eingriff widerspricht wohlgemerkt den eigenen Aufklärungswerten, auf die der Bundespräsident ständig verweist. Dass die Weltanschauungs- und Religionsfreiheit im Hinblick auf die Muslime keine Anwendung findet und damit wohlgemerkt die eigenen europäischen Werte von ihren lautstärksten Vertretern ständig mit Füßen getreten werden, ist insbesondere seit dem 11. September nicht von der Hand zu weisen. Welche Rolle spielt die Frage nach der Zugehörigkeit des Islam, selbst wenn sie positiv beantwortet wird, wenn die alltäglichen Anfeindungen gegen die Muslime und die mediale und politische Hetze weitergehen? Tatsächlich stellt Gauck fest, dass es „Wirklichkeit ist, dass in diesem Lande viele Muslime leben“. Die analytischen Fähigkeiten des Bundespräsidenten reichen jedoch nicht, um zu erkennen, dass die Hochkultur der Muslime, die über ein Jahrtausend die Menschheit anführte, weder einen Rousseau noch einen Kant gebraucht hat. Wer den vernünftigen Umgang mit Minderheiten erlernen möchte, dem sei ein Blick in die islamische Geschichte angeraten und das Studium des Minderheitenrechts im Islam.„Wer einem nicht-muslimischen Mitbürger (unter islamischer Herrschaft) Unrecht tut, der wird selbst den Duft des Paradieses nicht riechen dürfen.“ (Muhammad, Prophet des Islam)Das zentrale Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir