VERLAUTBARUNGEN - DEUTSCHSPRACHIGER RAUM

- 19.10.2011

Pressemitteilung: Wirbel um Nichts!

Ein billiges Schmierblatt, das unverdienterweise den Namen der Republik trägt, versucht krampfhaft aus meiner Teilnahme an der ORF-Sendung „Club 2“ am vergangenen Mittwoch einen Skandal zu kreieren. Andere, als „seriös“ bezeichnete österreichische Zeitungen, wie „Der Standard“ und „Die Presse“, konnten sich offenbar der Versuchung nicht erwehren und stimmten in den Chor der selbsternannten medialen Ordnungshüter mit ein. Man echauffierte sich darüber, wie der ORF einen „Hass-Prediger“ bzw. „Hass-Islamisten“ zu einer Live-Sendung einladen und ihm so ein „Podium zur Selbstdarstellung“ bieten konnte, und zwar als Sprecher einer „radikal-islamistischen“ Partei, die in Deutschland wegen „Hetze“ verboten wurde.Offenbar machte man sich nicht die Mühe in anderen westeuropäischen Ländern nachzufragen, dann hätte man nämlich festgestellt, dass Hizb-ut-Tahrir in Ländern wie Großbritannien oder Dänemark trotz wiederholter, eingehender Prüfung durch die Behörden und ungleich größerer Verbreitung und Aktivität der dortigen Parteikader, nicht verboten wurde, weil man ganz einfach keine Basis für ein Verbot gefunden hat. Man müsste bei den deutschen Behörden eher nachfragen, warum man so eigensinnig vorgegangen sei und ein Betätigungsverbot auf Basis eines vagen wie obskuren Paragraphen des „Sich-Wendens-gegen-den-Gedanken-der-Völkerverstän­digung“ ausgesprochen habe. Das Verbot erfolgte aus klaren politischen Motiven, die man juristisch zu verbrämen versuchte. Man hatte die falsche Hoffnung, dem wachsenden Zulauf junger Muslime zur Partei damit Einhalt gebieten zu können. Ein Irrglaube, wie sich mittlerweile herausgestellt hat.Auch muss man sich fragen, wo die vielzitierte Meinungsfreiheit geblieben ist, der man sich in Österreich so sehr rühmt, wenn die bloße Teilnahme eines Andersdenkenden an einer Diskussionssendung für so viel Aufregung sorgt? Offenbar toleriert man die Meinung des Anderen nur, wenn sie der eigenen entspricht oder nur marginal von dieser abweicht. Unterscheidet sie sich aber fundamental von der eigenen, ist man nicht mehr gewillt sie hinzunehmen und möchte sie am liebsten totschweigen. Im Grunde gibt man damit die eigenen Prinzipien auf und betrügt sich letzten Endes nur selbst.Zum Diskussionsthema selbst ist festzuhalten, dass gerade das „emanzipierte“ westliche Frauenbild zu den gravierenden Problemen geführt hat, unter denen die europäischen Gesellschaften heute leiden. Der extreme Geburtenrückgang (in den vergangenen 48 Jahren ist die Geburtenrate in Österreich – trotz Zuwanderung - auf durchschnittlich 1,39 Kinder pro Frau geschrumpft, das ist weniger als die Hälfte des Wertes von 1963 mit 2,8 Kindern pro Frau), die damit verbundene Überalterung der Bevölkerung und die sich daraus ergebende Unfinanzierbarkeit des Sozial- und Rentensystems sind direkte Folgen dieses Frauenbildes, bei dem der Frau Job und Karriere als die erstrebenswerte Form der Selbstverwirklichung präsentiert werden und ihre unschätzbare Rolle als Mutter und Herz der Familie als minderwertig beiseite geschoben wird.Nun ist die Mutter aber die tragende Säule jeder Gesellschaft. Und der Islam trägt gerade dieser Tatsache Rechnung, wenn er die Mutterrolle ins Zentrum des Frauenbildes stellt. Vom islamischen Frauenbild könnte Österreich viel profitieren, es wäre nämlich der Garant für das Überleben des Volkes.(قَدْ جَاءَكُمْ بَصَائِرُ مِنْ رَبِّكُمْ فَمَنْ أَبْصَرَ فَلِنَفْسِهِ وَمَنْ عَمِيَ فَعَلَيْهَا وَمَا أَنَا عَلَيْكُمْ بِحَفِيظٍ)„Wahrlich, sichtbare Beweise sind nunmehr von eurem Herrn zu euch gekommen; wer erkennt, so ist es zu seinem eigenen Besten; und wer sich blind abwendet, so ist es zu seinem eigenen Schaden. Und ich bin kein Hüter, der euch bewahren kann.“ (Sure 6, Vers 104) D. I. Shaker AssemMediensprecher vonHizb-ut-Tahririm deutschsprachigen Raum