KONZEPTION

- 25.10.2020

Spiritualität – Die emotionale Suche des Menschen nach Gott (Teil 2)

Spiritualität ist ein emotionaler Zustand. Wenn der Mensch ein Phänomen oder eine Realität beobachtet oder erlebt, die in ihm ein starkes Gefühl der Schwäche erzeugt und er sich überwältigt fühlt und seine eigene Unfähigkeit stark wahrnimmt, der Vollkommenheit oder höheren Macht, deren Zeuge er geworden ist, gerecht zu werden, wird in ihm ein Gefühl der Schwäche oder der Ehrfurcht vor dem, was er erlebt hat, ausgelöst. Dies ist es, was Iqbāl als „zu beständige und dominante religiöse Erfahrung in der Geschichte der Menschheit, um alsbloße Illusion abgelehnt zu werden“ bezeichnet. Die Empfindungslogik weist auf das, was Iqbāl als „religiöse Erfahrung“ bezeichnet, sowie auf ihr andauerndes und wiederholtes Auftreten, welches er in der gesamten Menschheitsgeschichte beobachtet hat, hin. Sowohl das, was Iqbāl als religiöse Erfahrung bezeichnet, als auch das, was man in den Menschen im Laufe der Geschichte und auch heute noch wahrnehmen kann, ist in Wirklichkeit der emotionale Zustand der Ehrfurcht. Die Präsenz dieser Empfindung im Menschen lässt den Schluss zu, dass diese tatsächlich ein Teil der menschlichen Natur ist. Ehrfurcht ist ein menschlicher Instinkt. Wann immer Menschen etwas erleben, dass sie als Vollkommenheit, als Größe oder als eine überwältigende und mächtige Kraft empfinden, wird ein Gefühl der Schwäche in ihnen, in Bezug auf das Überwältigende, erzeugt. Diese Emotion weckt in ihnen das Bedürfnis, die Kraft, die dieses Gefühl in ihnen erzeugt hat, zu verehren und zu verherrlichen. Dies ist der Grund dafür, dass sich eine der Definitionen von Spiritualität auf die Beziehung des Menschen zum Universum bezieht. Die Großzügigkeit des Universums, seine außerordentliche Struktur und seine phänomenale Fähigkeit, jegliches Leben auf zusammenhängende Weise zu unterstützen, überwältigte diejenigen, die die Realität beobachteten. Diese Überwältigung schuf in ihnen eine Ehrfurcht vor dem Universum und sie verspürten das emotionale Bedürfnis, diese Größe anzuerkennen. Sie konnten das Verlangen nach Huldigung, welches sich in ihnen auftat, nicht erklären, so dass sie dieses als eine geistige Verbindung mit dem Universum bezeichneten.

Die Seele war also das Geheimnis des Lebens und der Spiritualität. Ein emotionaler Zustand und das emotionale Bedürfnis des Menschen, die Größe, der er begegnet, zu verehren. Dazu führte die Empfindungslogik. Verwirrung entstand jedoch, als man ohne auch nur irgendeine Form der Wahrnehmung annahm, dass der Grund für die Spiritualität die Seele sei. Der Islam lehrt, dass nur Allah (t) als der einzige Gott verehrt und angebetet werden sollte. Das emotionale Bedürfnis des Menschen, eine Macht zu verherrlichen, die größer ist als er selbst, wird im Islam durch das islamische Überzeugungsfundament (ʿaqīda) befriedigt. So offenbart der Islam, dass es Allah (t) der Allmächtige ist, der den Menschen und dieses Universum, welches gewaltig, extrem organisiert und zusammenhängend ist, und alles, was es an lebendigen und leblosen Dingen enthält, erschaffen hat. Er (t) ist der Herr über das Universum und kontrolliert dieses nach Seinem (t) Belieben. Ein Muslim ist also nicht fehlgeleitet in seinem emotionalen Bedürfnis, jene Mächte zu huldigen, die er als ihm selbst überlegen empfindet. Der Fokus der Spiritualität im Islam, also derjenige, der angebetet werden sollte, ist Allah (t). Deshalb verstehen und erkennen Muslime Spiritualität als einen emotionalen Zustand, in dem sie ihren Schöpfer Allah (t) anbeten. Daher ist Spiritualität für sie ein emotionaler Zustand, in dem sie sich Allah (t) näher fühlen. Aufgrund des Einflusses fremder Kulturen, nahmen einige Muslime fälschlicherweise an, dass Spiritualität, oder die Nähe zu Allah, mit dem zusammenhängt, was sie als das Geheimnis des Lebens oder als Seele betrachten. Da das Geheimnis des Lebens etwas war, das sie als Teil des menschlichen Körpers sahen, verwirrte sie die menschliche Natur. Sie betrachteten den menschlichen Körper als Schöpfung aus der Seele und setzten diese mit Spiritualität gleich. So bildete sich das Verständnis, dass die Seele ein Teil des menschlichen Körpers ist, welche eine Verbindung zu Allah (t) hat. Der restliche Teil des Körpers beherberge nach dieser Auffassung die menschlichen Begierden und körperlichen Bedürfnisse. Auf diese Weise entstand bei ihnen das Konzept des Dualismus, gemäß dem sie den Menschen als ein physisches Wesen betrachten, das aus zwei Teilen besteht – dem geistigen und dem materiellen. Der geistige Teil war die Verbindung des Menschen mit Allah (t), während der materielle Teil die Verbindung des Menschen mit dieser Welt war.

Die Suche eines Muslims nach Spiritualität ist seine Suche nach der Nähe zu Allah (t). Er fühlt diese Nähe, wenn er vom Anbetungsinstinkt oder von dem, was man auch als den Religiösitätsinstinkt bezeichnen kann, überwältigt wird. Diese Emotion wird von einem Muslim sehr stark empfunden. Wenn er von diesem Gefühl der Schwäche in Bezug auf Allah (t) überwältigt wird, resultiert dies in Anbetung, wodurch eines seiner emotionalen Bedürfnisse befriedigt wird. Es muss jedoch verstanden werden, dass dieses Gefühl, das wir als Spiritualität bezeichnen, eine direkte Folge des menschlichen Anbetungsinstinktes ist. Es handelt sich dabei um eine menschliche Emotion, die sich nicht von anderen menschlichen Emotionen unterscheidet. So zum Beispiel von der Angst, die den Menschen überwältigt, wenn er sich bedroht oder unsicher fühlt. Diese Emotion unterscheidet sich auch nicht von der Emotion des Altruismus (der Uneigennützigkeit), die wir bei Menschen gegenüber ihren Nachkommen oder anderen Mitmenschen finden. Sie gleichen sich alle in ihrer Eigenschaft als menschliche Emotion. Der Unterschied zwischen ihnen besteht darin, dass es sich um unterschiedliche emotionale Zustände des Menschen handelt, wenn er auf verschiedene äußere Reize reagiert. Wenn also der Mensch bedroht ist oder sich unsicher fühlt, erzeugt der Überlebensinstinkt das emotionale Bedürfnis nach Sicherheit. Die unerbittlichen und unermüdlichen Bemühungen der Mutter, sich um ein Kleinkind zu kümmern, der Drang eines Mannes, einem körperlich behinderten Mann zu helfen, oder die Anziehung zwischen Männern und Frauen, sind eine direkte Folge der emotionalen Bedürfnisse, die von dem Überlebens- bzw. Fortpflanzungsinstinkt ausgehen. Ebenso ist das Bedürfnis, ein höheres Wesen anzubeten, oder das Phänomen, bei dem der Mensch sich gegenüber einer höheren Macht als schwach empfindet, ein emotionales Bedürfnis, das aus dem Anbetungsinstinkt oder dem Religiösitätsinstinkt, wie auch immer man ihn nennen mag, entsteht. Diese drei Instinkte bilden den Kern dessen, was wir als die im Menschen vorhandene Triebkraft bezeichnen. Es sind genau diese Instinkte, die die verschiedenen Bedürfnisse des Menschen hervorrufen, wobei sie jedoch durch einen äußeren Reiz ausgelöst werden. So ist es die äußere Realität oder die Gedanken an diese, welche die Instinkte auslösen. Wenn also keine äußere Realität existiert, die einen bestimmten Instinkt auslöst, wird der Mensch nicht dazu in der Lage sein, den besonderen emotionalen Zustand, der mit diesem Instinkt zusammenhängt, zu erleben. Wenn er beispielsweise nicht bedroht wird, wird er keine Angst empfinden. Das bedeutet also, wenn der Mensch nicht mit einer Realität konfrontiert wird, in der er sich in Verbindung mit einer höheren Macht schwach fühlt, wird er nicht das emotionale Bedürfnis nach Huldigung empfinden. Das emotionale Verlangen, den Schöpfer anzubeten, entsteht im Menschen nur dann, wenn er sich schwach und überfordert fühlt. So kann es geschehen, dass der Mensch Zeuge der Weite des Ozeans oder einer Wüste ist und davon so überwältigt wird, dass er das Bedürfnis verspürt, denjenigen anzubeten, der diese erschaffen hat. Wenn er jedoch in einer Cafeteria sitzt und sich mit seinen Freunden unterhält oder auf einem Marktplatz spazieren geht, um seine Waren zu verkaufen, wird er sich dadurch vielleicht nicht überwältigt fühlen und damit auch kein Verlangen nach Spiritualität empfinden. Das bedeutet, dass sich der Mensch nicht dauerhaft in einem emotionalen Zustand befindet. Manchmal wird er Sicherheit suchen, um seinen Überlebensinstinkt zu befriedigen. Diese Sprünge von der Spiritualität in andere Zustände oder in einen Zustand der Emotionslosigkeit werden oft fälschlicherweise so gedeutet, dass sich der Mensch in diesem Moment in einem „materiellen Zustand“ befinde. Der Mensch würde also nie in einem dauerhaft spirituellen Zustand sein. Es wird irrtümlich angenommen, dass er im materiellen Zustand verweilt, wenn er sich nicht in einem spirituellen Zustand befindet. Die richtige Schlussfolgerung besteht aber darin, diesen Dualismus überhaupt nicht in Betracht zu ziehen, sondern die ganze Frage der Suche nach der Nähe zu Allah (t) aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Die Suche nach der Nähe zu Allah (t) ist kein emotionaler, sondern ein intellektueller Prozess. Dies ist eine einzigartige Sichtweise auf die Spiritualität. Der Mensch wird von Natur aus nie dauerhaft in seinem spirituellen Zustand verweilen. Selbst wenn jemand von Gefühlen der Spiritualität überwältigt wird, führt dies nur zu Handlungen, die materiell sind. Der Mensch versucht also sein Verlangen nach Anbetung auszudrücken, indem er entweder dem Schöpfer huldigt oder sich vor ihm niederwirft, wobei beides materielle Handlungen sind.

Lasst uns nun das intellektuelle Paradigma definieren, das einen Muslim Allah (t) näherbringt. Alle Handlungen, ob sie nun in dem Bestreben unternommen werden, den Anbetungs-, den Arterhaltungs- oder den Überlebensinstinkt zu befriedigen, sind materielle Handlungen. Die Seele, die die Menschen mit dem Geheimnis des Lebens verwechseln und die eine Verbindung zu Allah (t) darstellt, ist keine physische Sache. Sie ist viel eher konzeptionell. Diese Konzeption ist die Erkenntnis, dass es einen allmächtigen und lenkenden Gott gibt, der den Menschen, das Leben und das Universum erschaffen hat. Er ist Allah (t). Die Verbindung des Menschen, des Lebens und des Universums mit Allah (t) besteht darin, dass sie alle unter seiner Herrschaft stehen. Das Universum und das Leben darin folgen also dem Weg, den Allah (t) für sie festgelegt hat. Was den Menschen betrifft, so lebt er in zwei Realitäten. In der einen Realität hat Allah (t) ihm die Wahl gelassen, seine Handlungen nach seinem Willen auszuführen. In der anderen Realität hat Allah (t) ihm einen Weg vorgegeben, d.h. dem Menschen obliegt in dieser Realität keinerlei Wahl. Der Mensch ist nur für jene Realität verantwortlich, in der er eine Wahl hat, während er für die Realität, in der ihm Allah (t) keine Wahl gelassen hat, nicht verantwortlich ist. Was nun die Realität anlangt, in der der Mensch eine Wahl hat, so muss er Allahs Befehlen gehorchen, die ihm von Seinem (t) Gesandten, dem Propheten Muhammad (s), übermittelt wurden. Dies ist es, was man als Seele bezeichnet. Nämlich die Idee, dass der Mensch, das Leben und das Universum mit Allah (t) auf die eben beschriebene Weise verbunden sind. Diese Verbindung ist eine intellektuelle. Ein Muslim muss all seine Handlungen immer unter Berücksichtigung dieses Konzepts ausführen. Dies ist die grundlegendste Konzeption, die allen Handlungen des Menschen zugrunde liegen sollte. Wenn der Mensch all seine Handlungen gemäß dieser Konzeption ausführt, wird er das seelische mit dem Materiellen vereinen. Was das physikalische Phänomen des Lebensgeheimnisses anbelangt, so wird es auch als Seele bezeichnet. Wird der Begriff „Seele“ in diesem Sinn verwendet, bezieht sich das Wort auf eine praktische Realität und nicht auf eine Konzeption. Es ist falsch, etwas anderes anzunehmen als das, was wir aus der Empfindungslogik darüber schließen können. Die Empfindungslogik sagt uns, dass diese Seele das Geheimnis des Lebens ist, nichts weiter. Wir können sagen, dass sie existiert, weil wir sehen, dass ein menschlicher Körper erst lebt und dann tot ist. Dieser Übergang, vom Leben zum Tod, wird als Seele bezeichnet, die den Körper verlässt und das Geheimnis des Lebens darstellt. Mehr über diese Seele zu spekulieren, wäre falsch und würde uns in die Irre führen.

Allah (t) sprach:

﴿وَيَسْأَلُونَكَ عَنِ الرُّوحِ قُلِ الرُّوحُ مِنْ أَمْرِ رَبِّي وَمَا أُوتِيتُم مِّن الْعِلْمِ إِلاَّ قَلِيلاً

Sie fragen dich nach dem Geist. Sag: Der Geist ist vom Befehl meines Herrn, euch aber ist vom Wissen gewiss nur wenig gegeben. (17:85)

Sich Allah (t) zu nähern ist ein intellektueller Prozess, bei dem man seine Handlungen auf die Befehle Allahs (t) stützt. Aus diesem Grund kann man eine Handlung ausführen, die einen näher zu Allah (t) bringt, ohne jedoch dabei Spiritualität zu empfinden. Denn die Spiritualität ist ein körperliches Gefühl, das nur dann ausgelöst wird, wenn man sich aufgrund der Gegenwart Allahs (t) überwältigt fühlt, weil man Ihn (t) durch seine Schöpfung wahrnimmt. Wenn der Mensch also seinen Zorn beherrscht, obwohl ein anderer Muslim ihm Unrecht zugefügt hat, oder wenn er versucht, Arabisch zu lernen, um den Koran zu verstehen, oder wenn er eine Vorlesung über die ḥadīṯ-Wissenschaft besucht, oder wenn er seinen Eltern gegenüber respektvoll ist, oder mit seinen Kindern spielt und Geld für seinen Ehepartner und Freunde ausgibt - all diese Handlungen bringen ihn Allah (t) womöglich näher. Jedoch fühlt er dies unter Umständen nicht emotional. Es kann vorkommen, dass ein Mensch bei der Befolgung der islamischen Gesetze keine Emotionen und damit keine Spiritualität empfindet, doch wird er Allah (t) trotzdem näherkommen.

Die Suche nach Gott ist ein ständiges Bestreben des Menschen. Dieses hat jedoch viele von Menschen in die Irre geführt, weil sie sich nicht auf die Erkenntnis durch die Sinneswahrnehmung oder darauf, wohin die Sinneswahrnehmung führt, beschränkten. Und auch, weil sie die Nähe zu Gott als ein emotionales Gefühl und nicht als einen intellektuellen Prozess definierten. Die destruktive Idee des Dualismus von materieller und geistiger Welt schuf einen Kampf, in dem der Mensch gezwungen war, gegen seine eigene Natur zu kämpfen. Dies führte zu einer Weltanschauung, in der die Welt der Religion als etwas betrachtet wurde, das der menschlichen Natur widersprach und die Religion selbst wurde von vielen als Absurdität angesehen. Es war diese Auffassung, die zu einer Revolte gegen die Religion in Europa führte und die destruktive Idee des Säkularismus hervorbrachte. Anstatt die Menschen der Religion näher zu bringen und eine spirituellere Welt zu schaffen, verursachte die Idee des Dualismus genau das Gegenteil. Nur der Islam hat eine einzigartige Sichtweise auf die menschliche Natur, die den Menschen in perfekte Harmonie mit seiner eigenen Natur und dem Universum um ihn herumbringt. Der Islam lehnt das dualistische Menschenbild entschieden ab und erkennt all seine Bedürfnisse an und befriedigt diese. Und wegen dieser einzigartigen Sichtweise, ist es nur der Islam, der gleichzeitig einen geistigen Aufstieg und einen materiellen Fortschritt verspricht. Es war diese Einzigartigkeit des Islam, die den europäischen Journalisten Leopold Weiss zum Islam hinzog und ihn nach einem ausgiebigen Studium zum Islam konvertieren ließ. In seinem Buch, welches er als Muslim unter seinem islamischen Namen Muḥammad Asad verfasst hat, vergleicht er den Islam mit anderen Religionen und nennt die islamische Sichtweise auf die Spiritualität einzigartig. Er stellt fest: „Aber der Islam, und nur der Islam, geht über diese theoretische Erklärung und Ermahnung hinaus. Er lehrt uns nicht nur, dass alles Leben im Wesentlichen eine Einheit ist - denn es geht von der göttlichen Einheit aus -, sondern zeigt uns auch den praktischen Weg, auf dem jeder von uns innerhalb der Grenzen seines individuellen, irdischen Lebens die Einheit von Idee und Handlung sowohl in seiner Existenz, als auch in seinem Bewusstsein reproduzieren kann. Um dieses absolute Lebensziel zu erreichen, ist der Mensch im Islam nicht gezwungen, der Welt abzuschwören; es bedarf keiner Entsagung, um eine geheime Tür zur spirituellen Läuterung zu öffnen: Es wird kein Druck auf den Verstand ausgeübt, an unverständliche Dogmen zu glauben, um sich die Erlösung zu sichern. Solche Forderungen sind dem Islam völlig fremd: denn er ist weder eine mystische Lehre noch eine Philosophie. Es ist einfach ein Programm des Lebens in Übereinstimmung mit den ‚Naturgesetzen‘, die Gott über seine Schöpfung verordnet hat; und seine höchste Errungenschaft ist eine vollständige Koordination der geistigen und materiellen Aspekte der menschlichen Existenz. In den Lehren des Islam werden diese beiden Aspekte nicht nur miteinander ‚vereint‘, in dem Sinne, dass kein inhärenter Konflikt zwischen der körperlichen und der moralischen Existenz des Menschen bestehen bleibt, sondern es wird auf die Tatsache ihrer Koexistenz und ihrer tatsächlichen Untrennbarkeit als natürliche Lebensgrundlage bestanden“.

Es ist dieses Versprechen der Harmonie und des geistigen Aufstiegs, zu dem der Islam die Menschheit bereits eingeladen hat und wieder einladen wird, sobald er auf globaler Ebene wieder Stärke und Macht gelangt.

 

(E. D.)