HIZB-UT-TAHRIR

- 16.05.2011

Verlautbarung von Hizb-ut-Tahrir zu den Grenzmärschen

Im Namen Allahs des Erbarmungsvollen des BarmherzigenDie Führer der Zionisten befehlen ihrer Armee uns am Golan, in Marun ar-Ra's und Bayt Hanun zu töten. Und die Herrscher in der Umgebung Palästinas befehlen ihren Armeen ihre Völker zu töten. Wahrlich, übel ist‘s, wie sie urteilen!Der 15. 5. 2011, der Gedenktag der Usurpation Palästinas, war ein langer Tag für das gesegnete Land und seine Umgebung. So richtete das Zionistengebilde seine Armee gegen die wehrlosen Menschen in Palästina, im Libanon und am Golan. Diese schoss ihre Waffenmagazine leer, tötete Dutzende und verwundete Hunderte. Der Rauch von Bomben und Geschossen füllte die Luft und der Boden wurde mit Blut getränkt.Trotzdem haben die Patronenpfiffe, der Flugzeuglärm, der Bombenhagel und der aufsteigende Rauch die Herrscher in der Umgebung Palästinas nicht wachrütteln können, damit sie nicht ihre Völker zu Feinden nehmen, sondern diese boshaften Verbrecher, die Palästina und die umliegenden Gebiete geraubt und dort Verderben und Schlechtigkeit verbreitet haben. Diese Massaker waren offenbar nicht genug, um die Herrscher zur Vernunft zu bringen und ihren Blick auf den Feind zu richten. Die Herrscher sind nämlich mit dem Töten ihrer eigenen Völker, die sich gegen Unrecht und Despotismus auflehnen, viel zu beschäftigt. Gegen die eigenen Leute setzen sie Panzer, Spezialeinheiten und ihre Revolutionsgarden in Bewegung, sodass die Städte und Dörfer zum Schlachtfeld werden und nicht etwa die Grenzregionen zu den besetzten Gebieten in Palästina, dem Libanon und dem Golan.Ihr Muslime, ihr Menschen!Die Herrscher versuchen weiterhin ihre List gegen Allah fortzusetzen, doch ist Er es, der sie überlistet! Sie geben vor, Feinde des Zionismus und Imperialismus zu sein, sind despotisch und ungerecht, und die Menschen haben sie mit der Rechtfertigung geduldet, dass sie sich im Kriegszustand mit dem Zionistenstaat befänden und Palästina vom Fluss bis zum Meer befreien wollten. Schlussendlich haben sie das Meer, den Fluss und was dazwischen liegt an die Zionisten veräußert. Sie haben deren Staat auf dem 1948 geraubten Teil Palästinas anerkannt und fordern nun gemeinsam darüber zu verhandeln, was ihnen der Feind von dem 1967 besetzten Gebiet bereit ist abzutreten bzw. von dem, was in der Umgebung Palästinas besetzt wurde, ohne die volle Souveränität oder Autorität darüber zu erhalten. In dieser Frage gleichen einander sämtliche Herrscher: sowohl diejenigen, die in Erniedrigung und Unterwürfigkeit einen offenen Friedensvertrag mit den Zionisten abgeschlossen haben, als auch jene, die real einen Frieden mit den Zionisten eingegangen sind und sich in verlogener und fälschlicher Weise als „Front des Widerstandes“ bezeichnen. Die Verlogenheit dieser so genannten „Widerstandsfront“ geht so weit, dass deren Grenze mit dem Zionistengebilde auf dem Golan zu den sichersten der Region zählt. Mancher von ihnen meinte sogar unverfroren, dass die Stabilität Syriens und die des Zionistengebildes miteinander einhergingen.Die Schlechtigkeit dieser Herrscher hat einen Grad erreicht, dass sie nicht einmal den Rücken der wehrlosen Menschen schützten, als sie zur Grenze zogen, um den Boden des besetzten und gesegneten Landes zu berühren. Einen Boden, dessen Berührung ihnen die arabischen Herrscher verboten, bevor es die Zionisten taten. Wären die arabischen Herrscher jetzt nicht damit beschäftigt, ihre Armeen zur Tötung der eigenen Bevölkerung einzusetzen, wofür sie diese von den Grenzen zum Zionistenstaat abziehen mussten, hätte keine Menschenseele die Möglichkeit gehabt zur palästinensischen Grenze zu ziehen. Wer würde denn glauben, dass ein Mensch es schaffen würde den Golan zu erreichen, wenn das syrische Regime und seine Schergen sich in der Nähe der Grenze befänden?Ihr Muslime, ihr Menschen!Der Verbleib des Zionistenstaates, der das gesegnete Palästina besetzt hält, ist nicht von der Stärke dieses Staates abhängig. Sein Fortbestand ist vielmehr auf den Verrat der arabischen Herrscher zurückzuführen und auf ihre Kollaboration mit den ungläubigen, kolonialistischen Staaten, die das Zionistengebilde überhaupt kreiert haben. Wer gesehen hat, was auf dem Golan, in Maron Ar-Ra’s, am Qalandya-Übergang und in den Außenlagen von Bayt Hanun geschehen ist, und die Verwirrung beobachtet hat, die sich unter den feindlichen Befehlshabern gegenüber wehrlosen Menschen breitmachte, wird erkennen, dass es eine Verwirrung war, die nicht bloß die Basis des Zionistenstaates, sondern auch seine Spitze erfasste. So hat dessen Premierminister erklärt, dass die Ereignisse die Existenz des Judenstaates bedrohten.Wer diese Tatsachen genau betrachtet, wird erkennen, dass der Zionistenstaat ein sehr zerbrechliches Gebilde darstellt, das auf krummen Beinen steht und leicht einstürzen kann. So fürchtet sein Premierminister um die Existenz seines Staates vor dem Anmarsch wehrloser Menschen. Wie wäre es dann, wenn eine Armee anmarschiert käme, die diesen Menschen vorauseilt und die Erde für sie von der Sündhaftigkeit der Zionisten reinigt, sodass sie in Würde - glücklich über den Sieg Allahs - ins gesegnete Land und seine umliegenden Gebiete zurückkehren können? Wie wäre es, wenn es sich dabei um eine islamrechtliche Pflicht handelte? Lasst uns die Latte aber tiefer legen: Wie wäre es, wenn eine Armee bloß den Rücken der anmarschierenden, wehrlosen Menschen schützen würde? Sollte der Feind eine Kugel auf die Menschen abfeuern, dann feuert die Armee einen Kugelhagel auf ihn zurück. Würde der Feind es dann wagen, irgendjemandem aus den anmarschierenden Massen ein Haar zu krümmen, ohne eine Vergeltung zu fürchten, die ihn die Einflüsterungen des Teufels vergessen lässt?Ihr Muslime, ihr Armeen, die das Zionistengebilde umgeben!Wie kann sich das Blut in euren Adern nicht aufwallen, wenn ihr seht, wie das Blut eurer Geschwister vergossen wird und ihr ihnen nicht zu Hilfe eilt? Wie könnt ihr zu euren Herrschern schweigen, die euch zur Bekämpfung eures Feindes nicht mobilisieren? Eines Feindes, der eure Geschwister tötet und eure Länder zur Freibeute erklärt hat? Wie könnt ihr von der Bekämpfung eures Feindes Abstand nehmen, aber gleichzeitig eure eigenen Völker töten? Ist denn unter euch kein rechtschaffener Mann, der diesen Herrschern endlich Einhalt gebietet? Herrschern, die Land und Leute verkauft und die kolonialistischen Ungläubigen sowie die Zionisten dazu befähigt haben, Macht und Herrschaft über Palästina und die Umgebung Palästinas zu erlangen?Rütteln euch die Verse Allahs denn nicht wach, wenn Er, der Erhabene, sagt:{وَلاَ تَرْكَنُواْ إِلَى الَّذِينَ ظَلَمُواْ فَتَمَسَّكُمُ النَّارُ وَمَا لَكُم مِّن دُونِ اللّهِ مِنْ أَوْلِيَاءَ ثُمَّ لاَ تُنصَرُونَ}„Und neigt euch nicht den Ungerechten zu, sonst erfasst euch das Feuer. Und ihr habt keine Beschützer außer Allah, auch wird euch nicht gehol-fen werden.“ (11; 113)Habt ihr denn die Hadithe des Gesandten Allahs (s) nicht genau betrachtet, wenn er (s) sagt:«إنَّ الناسَ إذا رأَوا الظَّالم فلم يأخذوا على يديه يوشك أن يَعُمَّهم اللهُ منهُ بعقابٍ»„Wenn die Menschen den Ungerechten sehen und ihm nicht Einhalt gebieten, dann droht Allah sie alle mit seiner Strafe zu erfassen.“ Von Ahmad und Abu Dawud auf dem Wege des Abu Bakr As-Siddiq tradiert.Ihr Herrscher in den Ländern der Muslime!Vernunft hat derjenige, der aus dem Schicksal anderer Lehren zieht. Die Ereignisse der Zeit sind für euch Erkenntnis, wenn ihr bloß vernünftig wäret! Jene, die härter und mächtiger waren als ihr, sind verschwunden - erniedrigt und machtlos. Ihre ganze Macht nützte ihnen nichts. Ihre Schergen standen ihnen nicht mehr zur Seite, sogar ihre kolonialistischen Herren wandten sich ab und warfen sie in die Gosse.Hizb-ut-Tahrir gibt euch einen guten Rat, auch wenn euch die Rat-Gebenden unlieb sind!Ihr habt gegenüber eurem Glauben, eurer Umma, euren Ländern und gegenüber euch selbst schlimme Verbrechen begangen!Gegenüber eurem Glauben habt ihr das Verbrechen begangen, den Islam hinter euch zu werfen und das Kalifat und die Tätigen dafür zu bekämpfen. Ihr habt die Rechtsentscheidung beim Teufel gesucht, obwohl euch befohlen wurde, euch von ihm abzukehren.Gegenüber eurer Umma war euer Verbrechen, euch mit ihrem Feind – den Zionis-ten und den ungläubigen Kolonialisten - zu verbünden. Ihr wart ungerecht zu ihr und habt sie mit aller Willkür und Tyrannei niedergeschlagen.Gegenüber euren Ländern habt ihr das Verbrechen begangen, Palästina und die Umgebung Palästinas sowie Kaschmir, Zypern, Osttimor, den Süd-Sudan und viele andere Gebiete veräußert zu haben.Und schließlich wart ihr verbrecherisch gegenüber euch selbst: Ihr habt euch der Schande und Erniedrigung im Diesseits ausgesetzt und auch der schlimmen Pein im Jenseits, an einem finsteren, unheilvollen Tag.Wenn ihr noch einen Funken Empfindsamkeit besitzt, dann tretet zurück, bevor ihr abgesetzt und der Strafe des Kalifats - nach seiner baldigen Gründung mit Gottes Hilfe - ausgesetzt werdet. Für euch wird es dann kein Entrinnen mehr geben!{وَلاَ تَحْسَبَنَّ اللّهَ غَافِلاً عَمَّا يَعْمَلُ الظَّالِمُونَ إِنَّمَا يُؤَخِّرُهُمْ لِيَوْمٍ تَشْخَصُ فِيهِ الأَبْصَارُ، مُهْطِعِينَ مُقْنِعِي رُءُوسِهِمْ لاَ يَرْتَدُّ إِلَيْهِمْ طَرْفُهُمْ وَأَفْئِدَتُهُمْ هَوَاء}„Und denke nicht, dass Allah nicht beachtet, was die Frevler tun. Er ge-währt ihnen nur einen Aufschub bis zu dem Tage, an dem die Augen im Blick erstarren. Angstvoll eilen sie vorwärts, mit hochgereckten Köpfen, (vor lauter Schreck) kehrt ihr Blick nicht zurück, und ihre Herzen flattern (vor Angst).“ (14; 42-43)13. Jumada Ath-Thaniya 1432 n. H.16. 5. 2011 n. Chr.                                                                                           

  Hizb-ut-Tahrir