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- 17.03.2021

Ihr einziger Fehler war es, an Allah (t) zu glauben! Im Gedenken an das Massaker in Neuseeland

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine ältere Verlautbarung, die anlässlich der Wichtigkeit des Ereignisses, auf das im Rahmen der Verlautbarung eingegangen wird, nachträglich übersetzt und nun zum Jahrestag dieser Tragödie veröffentlicht wird.

 

Am Freitag, dem 08. Raǧab 1440 n. H. - entsprechend dem 15. März 2019 n. Chr. - ermordete ein krimineller Terrorist 50 muslimische Gläubige bei einem Terroranschlag auf eine Moschee in Christchurch in Neuseeland. Der Täter übertrug seine schreckliche Tat per Videostream live über Facebook. Diese abscheuliche Tat zeigt das Ausmaß des Hasses und des Grolls, der gegenüber den Muslimen empfunden wird, nur, weil sie an Allah (t) glauben. Allah (t) beschreibt dies im Koran:

﴿وَمَا نَقَمُوا مِنْهُمْ إِلَّا أَن يُؤْمِنُوا بِاللَّـهِ الْعَزِيزِ الْحَمِيدِ

Und sie grollten ihnen nur, dass sie an Allah glaubten, den Allmächtigen und Lobenswürdigen. (85:8)

Unsere innigen Gedanken und Gebete sind bei den Ermordeten und deren Angehörigen. Möge Allah (t) sie zu den šuhadāʾ zählen und sie, ohne sie zur Rechenschaft zu ziehen, in die höchste Stufe des Paradieses einziehen lassen. Möge der Erhabene den Familien und Angehörigen der Opfer sowie der gesamten muslimischen Community Standhaftigkeit (ṣabr) und Trost schenken. Amīn!

Rückblickend lässt sich Folgendes mit Sicherheit sagen:

1) Diese Tragödie ist nur eines von zahlreichen Beispielen für kriminelle Schandtaten, die ein wesentlicher Bestandteil westlicher Gesellschaften sind. Der Liberalismus ist eine Saat der Verderbnis. Er verleitet die Menschen zu gefährlichen Ideen wie Rassismus, Faschismus und der Vorstellung von der Überlegenheit der Weißen. Die Regierungen im Westen haben den Islam zum Feindbild auserkoren. Ihre Betrachtungsweise hat extremen Hass gegenüber dem Islam und den Muslimen entstehen lassen. Der Groll, den die Menschen nun gegenüber den Muslimen verspüren, ist bereits sehr tief verwurzelt. Politiker und Medien tragen Mitschuld an der jahrzehntelangen Entmenschlichung der Muslime. Dieses Klima erlaubt den westlichen Regierungen nun, eine offene Feindseligkeit gegenüber den Muslimen zu hegen. Trump und seine Regierung haben die Fremdenfeindlichkeit gegen Immigranten im Allgemeinen, insbesondere aber gegen Muslime nur noch verstärkt. Dies führte zu einer neuen Welle des Hasses und der Angriffe auf die im Westen lebenden Muslime. Die Verantwortung für die Tragödie, die sich vor zwei Jahren in Christchurch ereignete, tragen daher die westlichen Regierungen.

2) Ein weiterer wichtiger Punkt, über den man nachdenken sollte, ist die Frage, warum die Muslime überhaupt gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Aufgrund der kolonialen Gier und der Unterdrückung durch westliche Nationen mangelt es den Muslimen in der islamischen Welt an Frieden und wirtschaftlicher Sicherheit.

3) Tragische Ereignisse wie dieses entfachen bei den Regenten in den muslimischen Ländern weder Emotionen, noch führen sie zu konsequenten Handlungen. Der Grund dafür ist, dass sie allesamt Verräter, Feiglinge und Schurken sind. Eilig verurteilten sie den Anschlag auf Charlie Hebdo. Als die Muslime in einer Moschee in Christchurch in Neuseeland auf brutale Weise hingerichtet wurden, taten die Regenten in der islamischen Welt allerdings so, als hätten sie davon nichts mitbekommen. Sie wagten es nicht, diesen Terrorakt, der von einem weißen Rassisten begangen wurde, zu verurteilen.

Solche Tragödien sollten die Muslime weder erschrecken noch schwächen. Dieser Vorfall sollte uns vielmehr in unserer Ausdauer, unserer Standhaftigkeit und unserem Drang, am Islam festzuhalten, bestärken. Das Ziel eines solch feigen Attentats besteht darin, die Muslime einzuschüchtern, ihnen Angst einzuflößen und sie dazu zu bringen, sich schwach und gedemütigt zu fühlen.

Allah (t) sprach:

﴿وَلَا تَهِنُوا وَلَا تَحْزَنُوا وَأَنتُمُ الْأَعْلَوْنَ إِن كُنتُم مُّؤْمِنِينَ

Und werdet nicht schwach noch seid traurig, wo ihr doch die Oberhand haben werdet, wenn ihr gläubig seid. (3:139)

Die Muslime dürfen sich für den Islam nicht schämen. Sie müssen ihn an die Nichtmuslime herantragen und ihnen das islamische Überzeugungsfundament (ʿaqīda) sowie die Systeme des Islam darlegen und erklären. Wir müssen die Verdorbenheit des säkularen Liberalismus aufdecken und die Diskussion mit Nichtmuslimen suchen, um der wachsenden Islamfeindlichkeit und ihren hasserfüllten Narrativen entgegenzuwirken.

4) Dieses Attentat war ein weiterer schmerzlicher Schlag, den man den Muslimen zugefügt hat. Die Situation, in der wir uns befinden, existiert nur, weil den Muslimen ein Kalif fehlt, der sich für die einsetzt und sie beschützt. Diese Verbrecher und alle, die sie durch Worte oder Taten unterstützen, würden es nicht wagen, den Islam oder die Muslime anzugreifen, wenn wir muslimische Regenten wie ʿUmar al-Fārūq, Al-Muʿtaṣim oder Ṣalāḥ ad-Dīn hätten, die über uns wachen. Die Muslime dürfen nicht untätig bleiben, bis man weitere Verbrechen an ihnen verübt. Vielmehr müssen sie voller Aufrichtigkeit dafür tätig werden, die islamische Lebensweise wiederaufzunehmen. Dies geschieht durch die Wiedererrichtung des Rechtgeleiteten Kalifats, des schützenden Schildes der Muslime. Der Prophet (s) sprach:

«إِنَّمَا الإِمَامُ جُنَّةٌ يُقَاتَلُ مِنْ وَرَائِهِ وَيُتَّقَى بِهِ»

„Wahrlich, der Imam ist ein Schild. Man kämpft hinter ihm und schützt sich durch ihn.“ (Muslim)

 

Dienstag, der 10. Raǧab 1440 n. H.

17.03.2019 n. H.

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