KOMMENTAR

- 28.08.2021

Nachricht und Kommentar - Heiko Maas - Afghanistan

 

Nachricht und Kommentar

﴿قَدْ بَدَتِ الْبَغْضَاءُ ‏مِنْ أَفْوَاهِهِمْ وَمَا تُخْفِي صُدُورُهُمْ أَكْبَرُ

Schon wurde Hass aus ihren Mündern offenkundig, doch was ihre Herzen verbergen, ist schlimmer. (3:118)

 

 

Nachricht:

Bundesaußenminister Heiko Maas äußerte gegenüber dem ZDF, er werde Afghanistan keinerlei finanzielle Unterstützung zukommen lassen, sollte die Bewegung der Taliban die Macht im Land an sich reißen und die islamische Sharia einführen.

 

Kommentar:

Wir sahen, welchen Empfang die Muslime den Taliban bei ihrem Einzug in die Hauptstadt Kabul bereitet haben. Und die große Mehrheit sehnt sich nach der Einführung der Sharia. Was also ist ihr Problem, Herr Außenminister?!

Ihrer sogenannten Demokratie zufolge, hätte doch das muslimische Volk in Afghanistan das Recht, sein System selbst frei zu wählen. Doch schnell kehrt der Westen seinen eigenen Prinzipien den Rücken und schlachtet seine eigenen falschen Götter, sobald er seine Interessen bedroht sieht und er den Bankrott seiner kapitalistisch-säkularen Ordnung erkennt. Er ist nicht mal mehr in der Lage, seine eigenen nicht enden wollenden Krisen zu bewältigen und merkt, dass der Islam kurz davor steht, die Flammen zu löschen. Offen gesagt: Sie haben ein Problem mit dem Islam als Lebensordnung, wenn er durch den Staat des Kalifats verkörpert wird, der den Islam anschließend mittels daʿwa und ğihād in die Welt trägt.

Daher sieht man den ungläubigen Westen Krokodilstränen vergießen und mit seinen Menschenrechten prahlen, wenn etwa China brutal gegen die muslimischen Uiguren vorgeht. Der Vorwurf des Westens lautet, die Uiguren hätten das Recht auf Ausübung ihrer Religion. Doch das tut der Westen nicht aus Liebe zu den Uiguren oder aus Sorge um sie, während er selbst Millionen von Muslimen getötet, inhaftiert und gefoltert hat, sondern aus Feindschaft gegenüber China, das gerade die Interessen des Westens bedroht. Hingegen weigert sich der Westen, den muslimischen Völkern politische Selbstbestimmung und die Freiheit der Wahl ihres eigenen Systems zuzugestehen, welches ihrer islamischen Glaubensüberzeugung entspringt. Der Westen pickt sich aus seiner verlogenen Demokratie das heraus, was seiner eigenen Agenda dient und tritt die Demokratie mit Füßen, wenn sie seinen kolonialen Interessen in unseren Ländern zuwiderläuft!

Allah (t) sagt:

﴿قَدْ بَدَتِ الْبَغْضَاءُ ‏مِنْ أَفْوَاهِهِمْ وَمَا تُخْفِي صُدُورُهُمْ أَكْبَرُ

Schon wurde Hass aus ihren Mündern offenkundig, doch was ihre Herzen verbergen ist schlimmer. (3:118)