KOMMENTAR

- 16.11.2021

Die dänische Premierministerin billigt die brutale Verfolgung der Muslime Indiens

 

Nachricht:

Mitte Oktober reiste Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen zu einem viertätigen Staatsbesuch nach Indien. Während der pompösen Zeremonien zu Ehren ihres Besuchs, drückte sie ihre Freundschaft und Bewunderung für Narendra Modi aus. Ja sie wiederholte sogar auf einer gemeinsamen Pressekonferenz seinen Slogan „Nation First“, wohlwissend, dass Modi mit diesem Slogan seine hasserfüllte, brutale Politik gegen die Muslime Indiens vorantreibt.

 

Kommentar:

Frederiksens Besuch fand inmitten der brutalen Verfolgung von Muslimen in der ostindischen Provinz Assam statt, wo die ethnischen Säuberungen unvermindert weitergehen. Die Bilder von Moeen al-Haqqs Leiche gingen um die Welt, ebenso wie die eines Mannes, der wie manisch auf den durchlöcherten Körper des Bewohners springt. Es handelte sich dabei um den indischen Fotograf Bijoy Baniya, der das vor den Augen der bewaffneten indischen Polizei tat. Seitdem wird dieses Springen auf den Körper des Toten von vielen internationalen Medien als „Tanz des Todes“ bezeichnet.

Der „Tanz des Todes“ ist zum Symbol der brutalen Islamfleindlichkeit geworden, die Indien heute kennzeichnet. Indiens Premierminister Narendra Modi und seine hindunationalistische Partei BHP, verfolgen seit ihrer Machtübernahme im Jahr 2014 eine antimuslimische Politik. Die Verfolgung von Muslimen ist so aggressiv geworden, dass das amerikanische Time Magazine in einem Artikel vom 4. Oktober 2021 die Frage stellte: „Ist Indien auf dem Weg zu einem antimuslimischen Völkermord?“

Modi ist erklärter Unterstützer der gewalttätigen, faschistischen Hindutva-Bewegung, deren blutige Angriffe auf die Muslime und andere religiöse Minderheiten in Indien als „Safran-Terrorismus“bezeichnet werden. Im Jahr 2019 stand er hinter der brutalen Annexion der muslimischen Region Kaschmir, deren Bevölkerung jahrzehntelang von der indischen Armee, die über eine halbe Million Soldaten in der Region stationiert hat, willkürlich verhaftet, entführt, gefoltert und vergewaltigt wird.

Narendra Modi betreibt eine Politik, die einen großen Teil der Muslime Indiens als Fremde ausgrenzt, indem er sie zu „illegalen Einwanderern“ erklärt, obwohl es sich entweder um Einheimische handelt oder um Bürger, die seit Jahrzehnten legal im Land leben.

In der nordostindischen Provinz Assam geht die Regierung mit ethnischen Säuberungen gegen die Muslime vor. Grund ist die demografische Entwicklung in der Provinz, die die Muslime bald von einer Minderheit zu einer Mehrheit machen wird. Die indischen Behörden haben in Assam bislang innerhalb von nur zwei Wochen Häuser von 1300 muslimischen Familien zerstört.

Moeen al-Haqq, das Opfer des „Todestanzes“, war ein Bewohner des Dorfes Sipaijhar im Bundesstaat Assam und hatte sich an Protesten gegen die Aggressionen der Regierung beteiligt. Die Ausschnitte zeigen, wie er von der indischen Polizei niedergeschossen wird und wie sie dann mit Stöcken vielfach auf seinen Körper einschlagen. Einer der Polizeifotografen springt anschließend auf den Körper des Mannes, obwohl noch Lebenszeichen an ihm erkennbar waren. Und nachdem jedes Lebenzeichen aus seinem Körper gewichen war, kehrte der Polizeifotograf zurück, um den „Todestanz“ auf ihm aufzuführen. Bilder zeigen ihn, wie er danach die Polizei umarmt.

Diese Vorfälle ereigneten sich während des offiziellen dänischen Indien-Besuchs. Von kritischer Medienberichterstattung über diesen Besuch von Premierministerin Mette Frederiksen fehlte allerdings jede Spur. Weder in den internationalen oder europäischen noch in den lokalen dänischen Medien, war Kritik zu vernehmen. Niemand wagte es, auf die westliche Unterstützung der Verfolgung von Indiens Muslimen aufmerksam zu machen. Die Berichterstattung der lokalen dänischen Presse fiel sogar positiv aus, wie etwa der Artikel des Fensehsenders TV2 mit dem Titel „Modi heißt Mette Frederiksen mit einem großen indischen Empfang willkommen“.

Die westliche Unterstützung für Modis Verbrechen überrascht nicht. Von den kapitalistischen Ländern, die drei Jahrhunderte damit verbracht haben, islamische Länder zu kolonialisieren, ist nichts anderes zu erwarten. Indiens Muslime werden nur Unterstützung finden, wenn das islamische Kalifat wiedererrichtet ist. Möge Allah dies beschleunigen, damit sie vor den hinduistischen Grausamkeiten gerettet werden!

(T. A.)