HIZB-UT-TAHRIR

- 24.06.2015

Der vorletzte Aufruf - von Hizb-ut-Tahrir!

Im Namen Allahs des Erbarmungsvollen des Barmherzigen

Der vorletzte Aufruf - von Hizb-ut-Tahrir!

An die islamische Umma im Allgemeinen und an deren machtvolle und schutzgewährende Personen im Besonderen!

Gepriesen sei Allah. Segen und Friede über den Gesandten Allahs, über seine Familie, seine Gefährten und diejenigen, die ihm gefolgt sind.

Ehrenwerte Geschwister,

as-salāmu ʿalaikum wa raḥmatu l-lāhi wa barakātuh!

Wir wenden uns mit diesem Aufruf an euch in der spirituellen Atmosphäre des gesegneten Monats Ramadan - dem glorreichen Fastenmonat. Der Erhabene, gepriesen sei Er, sagt dazu:

شَهْرُ رَمَضَانَ الَّذِي أُنْزِلَ فِيهِ الْقُرْآنُ هُدًى لِلنَّاسِ وَبَيِّنَاتٍ مِنَ الْهُدَى وَالْفُرْقَانِ

Der Monat Ramadan, in dem der Koran herabgesandt wurde, als Rechtleitung für die Menschen und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung. (2:185) Auch sagte der Gesandte (s) in einem ḥadīṯ qudsī, der von Abū Huraira berichtet wird:

«قَالَ اللَّهُ: كُلُّ عَمَلِ ابْنِ آدَمَ لَهُ، إِلَّا الصِّيَامَ، فَإِنَّهُ لِي وَأَنَا أَجْزِي بِهِ...»

Allah (t) sagt: „Jede Tat des Sohnes Adams ist für ihn, bis auf das Fasten, das ist für Mich und Ich belohne dafür [...]." Bei al-Buḫārī tradiert. Ebenso wird von Abū Huraira berichtet, dass der Gesandte Allahs (s) sprach:

«إِذَا جَاءَ رَمَضَانُ فُتِّحَتْ أَبْوَابُ الْجَنَّةِ، وَغُلِّقَتْ أَبْوَابُ النَّارِ، وَصُفِّدَتِ الشَّيَاطِينُ»

Wenn der Ramadan anbricht, werden die Tore des Paradieses geöffnet und die Tore der Hölle geschlossen. Und die Teufel werden in Ketten gelegt. Bei Muslim tradiert. Wir bitten Allah, den Erhabenen und Gewaltigen, dass ihr für uns eure Herzen öffnet und uns Gehör schenkt, auf dass ihr unserem Aufruf folgt und zu denen zählt, über die der Erhabene sagt:

﴿الَّذِينَ يَسْتَمِعُونَ الْقَوْلَ فَيَتَّبِعُونَ أَحْسَنَهُ أُولَئِكَ الَّذِينَ هَدَاهُمُ اللَّهُ وَأُولَئِكَ هُمْ أُولُو الْأَلْبَاب﴾

Diejenigen, die das Wort hören und dem Besten davon folgen. Sie sind es, die Allah rechtgeleitet hat, und sie sind es, die Verstand besitzen. (39:18)

Ehrenwerte Geschwister! Zweifelsohne hört und seht ihr die Ereignisse, die uns derzeit heimsuchen. Die ungläubigen, kolonialistischen Staaten sind über uns hergefallen. Unsere Länder sind zur Begierde jedes Gierschlunds und zum Spielplatz jedes Herumtollenden geworden. Niemand eint die vorherrschende Zerrüttung. Unser Blut ist vergossen, unsere Reichtümer sind ausgebeutet worden. Unsere Länder sind an ihren Grenzen, ja sogar im Zentrum angegriffen und geraubt worden. So haben die Juden das gesegnete Land Palästina besetzt, das Land der Nacht- und Himmelreise des Propheten und der ersten Gebetsrichtung. Einen Staat habe sie dort für sich errichtet und Verderben und Schlechtigkeit auf Erden verbreitet. Sie haben die Einwohner Palästinas vertrieben und aus ihren Häusern gejagt. Das, was unantastbar galt, haben sie mit Füßen getreten. Sie haben getötet und Blut vergossen. Noch immer verbreiten sie dort Verderben und Schlechtigkeit. Auch die USA haben Blut vergossen und den Irak und Afghanistan zerrüttet. Überall haben sie sich gegen uns verschworen. Sie haben den Sudan geteilt und Osttimor von Indonesien getrennt. Griechenland haben sie in die Lage versetzt, das Meiste von Zypern unter seine Kontrolle zu bringen. Ebenso hat sich Großbritannien an jeder Schlechtigkeit der USA beteiligt. Wenn es alleine töten und Blut vergießen konnte, hat es dies getan. Wenn es allerdings zur Einsicht kam, dass es alleine dazu nicht imstande sei, nahm es an den Verbrechen Amerikas teil. Dabei stand es entweder den USA ebenbürtig zur Seite oder es stand hinter ihnen. So hat es sich an den US-Massakern im Irak, in Afghanistan und in Libyen beteiligt. Auch Frankreich folgte ihrem Beispiel. An manchen ihrer Massaker war es direkt beteiligt. Andere – wie in Zentralafrika zum Beispiel - beging es in Eigenregie. Dann gibt es Russland mit seinen Massakern auf der Krim, im Kaukasus, in Tschetschenien und Tatarstan. Ebenso ist China zu erwähnen mit seinen Verbrechen in Turkistan und all seinen feindseligen Handlungen gegen den Islam. Ihnen gesellt sich Indien in Kaschmir bei. Und was lässt dich wissen, was Kaschmir ist! Muslime, die von Hindus durch Massaker und Verbrechen regiert werden. Sogar die kleinen Staaten haben sich am Töten der Muslime beteiligt. So sehen wir wie Burma die Muslime tötet, ihre Familienehre verletzt und sich Buddhisten der Muslime bemächtigen. Außer diesen Beispielen wäre noch viel zu erwähnen.

Dieses Blut wird nicht nur durch die Hand der ungläubigen Kolonialisten vergossen. Vielmehr bekämpfen sich ihre Vasallen und Handlanger unter den Muslimen gegenseitig und muslimisches Blut wird weiter vergossen. Die Ahnungslosen unter den Muslimen beteiligen sich sogar daran im Glauben, das Richtige zu tun. So kämpfen sie in Syrien gegeneinander, als ob sie die schlimmsten Feinde wären, und im Irak, also ob sie sich in der vorislamischen Zeit der Unwissenheit befänden. In Libyen kämpfen sie gegeneinander einen erbitterten Kampf und im Jemen führen sie eine brutale Auseinandersetzung. Auch in Ägypten und Tunesien werden einige Kämpfe geführt. Bei all dem werden Verbrechen begangen, die zuvor bei Kämpfen unter Muslimen niemals begangen wurden. Darüber hinaus gäbe es noch viel mehr zu erzählen.

Dieses materielle Blutvergießen ist nicht das Einzige, was am muslimischen Körper durch die Hände der Muslime und der kolonialistischen Ungläubigen zehrt. Vielmehr existiert auch ein Töten und Blutvergießen, das zwar keine Wunden am Körper klaffen lässt, aber Verstand und Herz zerstört. So haben die kolonialistischen Ungläubigen alles eingesetzt, was sie an Mitteln der Irreleitung, der List und Tücke und von aller Art Schlechtigkeit aufbieten konnten. All das setzten sie gegen den Aufruf zum Kalifat und die dafür Tätigen ein. Manchmal gingen sie direkt vor, manchmal durch die Hand ihrer Vasallen. Als ihr Versuch zur Unterdrückung derjenigen, die zum Kalifat aufrufen, nicht zum Erfolg führte und sie darin scheiterten, die Muslime von der Pflicht des Kalifats abzubringen, unternahm eine Gruppe von Muslimen das, was die kolonialistischen Ungläubigen selbst nicht vermochten: Sie hielten Konferenzen über Konferenzen ab, bei denen sie die Worte im Satz verdrehten. So behaupteten sie, das Kalifat sei ein historisches Ereignis gewesen und kein islamischer Rechtsspruch, der eine Pflicht im Islam verkörpere. Andere wiederum erhoben sich und übertrafen sie im Kampf gegen das Kalifat: Sie verzerrten das Bild des Kalifats in dessen Namen und begangen unter dessen Titel Massaker und Verbrechen. Sie behaupteten die Errichtung eines Kalifats, das diesem nicht entspricht. In dessen Namen begingen sie Schandtaten, die keinem Menschen in den Sinn kämen. Somit haben sie den kolonialistischen Ungläubigen und allen Feinden des Islam den Weg bereitet und geebnet, um diese Schandtaten auszunützen und sie den Menschen so darzustellen, als ob das Kalifat aus nichts als angehäuftem Verbrechen bestehe. Dadurch sollen die Menschen das Kalifat verabscheuen und sich davon abwenden, so dass es in ihren Augen nicht mehr das strahlende, großartige Bild verkörpert, mit dem es stets assoziiert wurde, sondern das einer finsteren, hässlichen Fratze. Und so ist der Zustand der Muslime heute von aufgetürmten Finsternissen geprägt. Dies ist nicht bloß durch die Hand der kolonialistischen Ungläubigen geschehen. Vielmehr stehen ihnen dabei Leute zur Seite, ja übertreffen sie sogar, die sich als Muslime bezeichnen. Sie schaden dem Islam, indem sie Slogans gegen ihn erheben, und schaden ihm ebenso durch Slogans in seinem Namen!

Ihr Muslime im Allgemeinen, ihr machtvollen und schutzgewährenden Personen im Besonderen!

Unser Zustand lässt die vorislamische Zeit der Unwissenheit, in der sich die Araber befanden, die so genannte Zeit der ğāhilīya, wieder auferstehen. So führten sie vierzig Jahre Krieg gegeneinander – bloß wegen eines Kamels. Sie verscharrten die weiblichen Säuglinge lebendig im Sand. Sie stellten mit ihren eigenen Händen aus Stein gemeißelt oder aus Holz geschnitzt Götzen her, die sie dann anbeteten. Manchmal schufen sie einen Götzen auch aus Datteln. Wenn sie dann hungrig wurden, aßen sie ihn auf! Sie trieben in der Wüste umher, ohne eine Mission zu haben, die sie an ihre Familien oder an ihre Umgebung, geschweige denn an die Welt, herantragen würden. Die Zivilisierten unter ihnen waren Gefolgsleute der damaligen Großmächte. So waren die Lachmiden im Irak den Persern Untertan und die Ghassaniden in der Levante (aš-Šām) den Römern. Wenn sich die Römer über die Perser ärgerten oder die Perser über die Römer, dann kämpften Ghassaniden und Lachmiden gegeneinander. Das war der Zustand der Araber zu dieser Zeit, und zwar egal, ob es sich um Wüstenaraber oder um „zivilisierte" Stadtbewohner handelte. Einzige Ausnahme war Mekka, dessen Schutz Allah gewährleistete. Und das, trotz der großen Zahl an Götzen, die es umgaben und deren Zahl den Jahrestagen entsprach.

So lebten die Wüstenaraber in der Zeit der ğāhilīya. Sie vergossen ihr Blut mit ihren eigenen Händen und bekämpften sich für belanglose Dinge, ja im Grunde für den zu verabscheuenden Stammesfanatismus. Die zivilisierten unter ihnen bekämpften sich in vielen Fällen für einen Nutzen, der den damaligen Großmächten wichtig war. Sie waren zerrüttet, ohne eine einigende Kraft zu besitzen, und nichts war vorhanden, was sie vor Schändlichkeiten abhalten konnte. Ihre Situation ähnelte unserer heute. Besser gesagt: unsere Situation ähnelt ihrer von damals. Trotzdem besaßen ihre Herrscher bzw. Stammesfürsten zu jener Zeit mannhaften Anstand und Schamhaftigkeit. Zwei Eigenschaften, die bei den Herrschern oder Führern der Muslime von heute nicht vorhanden sind. Beweis dafür ist das Ereignis um die vierzig Männer, die die Götzendiener entsandten, um den Propheten (s) zu töten. Sie gingen des Nachts zu seinem Hause und fanden es verschlossen. Sie bezogen um das Haus Stellung und warteten, bis der Gesandte (s) die Haustür öffnete, um ihn töten zu können, weil ihr Anstand es ihnen verbot, ins Haus einzubrechen und mit Gewalt einzudringen. Ihre Scham verbot es ihnen, ein Haus zu betreten, während die Bewohner schliefen. Die Herrscher von heute und ihre Spione hingegen verletzen das, was unantastbar ist, und dringen ohne Erlaubnis in die Häuser ein, ja sogar ohne den Versuch, eine Erlaubnis einzuholen. Sie tun es, ohne mit der Wimper zu zucken. Sie schüchtern Frauen und Kinder ein, die aus dem Schlaf gerissen werden und vor Angst erzittern. Die Herrscher von heute und ihre Spione haben jeden mannhaften Anstand, jede Scham verloren. Und wahr hat der Gesandte Allahs gesprochen, als er sagte:

«... إِذَا لَمْ تَسْتَحْيِ فَاصْنَعْ مَا شِئْتَ»

[...] Wenn du keine Scham hast, so tu' was du willst. (al-Buḫārī)

Ihr Muslime im Allgemeinen, ihr machtvollen und schutzgewährenden Personen im Besonderen!

Der Prophet (s) wurde mit dem Islam entsandt. Damit führte er die Araber zu einem Aufstieg aus der finsteren Zeit der Unwissenheit. Er führte sie aus einem Niedergang zu einer Blüte, aus einem Absturz zu einer Erhebung und weckte sie aus ihrem Tiefschlaf auf. Sie begannen, auf dem Wege Allahs den ğihād zu vollziehen und trugen eine großartige Botschaft mit sich, die das Gute und die Gerechtigkeit auf Erden verbreitete, wo immer sie hinkam. So hat der Gesandte Allahs (s) diejenigen, die den Glauben annahmen, insgeheim im Haus von al-Arqam ibn al-Arqam zu einem Block zusammengeschlossen. Nach einigen Jahren machte er sie öffentlich bekannt und sie begannen, mit den Menschen zu interagierten und ihnen in einem ideologischen Ringen und einem politischen Kampf mit der Wahrheit offen entgegenzutreten. Sie fürchteten in Allah nicht den Tadel eines Tadelnden, ertrugen standhaft jede Pein und überwanden jede Erschwernis, ohne dass ihre Entschlossenheit einbrach oder ihre Gliedmaßen erschlafften. Im Jahre Zehn der Gesandtschaft, im so genannten Jahr der Trauer, in dem sein Onkel Abū Ṭālib, der ihn beschützte, verstarb und seine Frau, die Mutter der Gläubigen Ḫadīğa, die ihm Geborgenheit verlieh, zu ihrem Schöpfer gerufen wurde, schenkte der Erhabene Seinem Gesandten zwei Dinge, die ihm Ehre im Diesseits und Jenseits bescherten. So ehrte der Erhabene Seinen Gesandten (s) mit der Nacht- und Himmelreise. Er führte ihn des Nachts von der Kaʿba in Mekka zur al-Aqṣā-Moschee in Jerusalem und ließ ihn in die höchsten Himmel emporsteigen. Dort offenbarte Er Seinem Diener, was Er ihm an Offenbarung zukommen ließ. Die zweite Sache war die an den Gesandten Allahs (s) ergangene Erlaubnis für die Suche nach Beistand, die mit der zweiten baiʿa von ʿAqaba, der so genannten Beistands- bzw. Herrschafts-baiʿa gekrönt wurde. Dies war im Monat Ḏū l-Ḥiğğa des Jahres Dreizehn der Gesandtschaft. Danach wanderte der Gesandte (s) im Monat Rabīʿ al-Auwal des Jahres Eins der Hiğra nach Medina aus. Dort gründete er den Staat, wodurch dem Islam und den Muslimen würdevolle Macht zuteilwurde. Diese Auswanderung, die hiğra, war ein gewaltiges Ereignis. Es war so bedeutungsvoll, dass die Muslime, als sie einen Kalender für sich festlegen wollten, von ʿUmar, möge Allah Wohlgefallen mit ihm haben, versammelt wurden und die Angelegenheit erörterten. Sie befanden, dass die hiğra und die (damit verbundene) Gründung des Staates ein so gewaltiges und einschneidendes Ereignis darstellten, dass sie es verdienten, den Beginn der islamischen Zeitrechnung zu markieren. Und so wurde der Staat des Islams gegründet. Der Islam ließ die Arabische Halbinsel in ihrer ganzen Ausdehnung in Licht erstrahlen. Dann folgten das rechtgeleitete Kalifat und die Kalifen nach ihm. Die Eröffnungen und Erschließungen dehnten sich aus und das Gute beherrschte weite Teile der Welt; von den östlichsten bis zu den westlichsten Regionen der Erde, von Indonesien im Osten bis zum Atlantik im Westen. Hätten die muslimischen Kämpfer, die muğāhidūn, gewusst, dass sich hinter dem Ozean ein Land befindet, dann hätten sie ihn durchquert, um dieses Land zu eröffnen und das Gute dort zu verbreiten. So sagte einer von ihnen, es war ʿUqba ibn Nāfiʿ, als er mit seinem Pferd die Küste des Atlantischen Ozeans erreichte: „Bei Allah! Wenn ich wüsste, dass sich hinter diesem Meer ein Land befindet, würde ich es dorthin überqueren." In einer anderen Überlieferung heißt es, dass er (als er die Atlantikküste erreichte) sein Pferd bis zum Hals ins Wasser trieb und sprach: „O Allah! Sei mein Zeuge, dass es keinen Übergang gibt. Wenn ich einen Übergang fände, würde ich das Wasser überqueren."

Der Zustand der Muslime blieb weiterhin von Macht, Ehre und Erhabenheit gekennzeichnet. Die kolonialistischen Ungläubigen erkannten, dass die Ursache für die Stärke der Muslime in ihrer Regentschaft mit dem Islam innerhalb des Kalifatsstaates liegt sowie in der hochgehissten al-ʿuqāb-Flagge, der Flagge von lā ilāha illā l-lāh muḥammadun rasūlu l-lāh. Und so haben sie sich nach Kräften bemüht, diesen Staat zu zerstören. Der Kopf des Unglaubens war damals Großbritannien. Seit Anfang des achtzehnten Jahrhunderts setzte es dahingehend Schritte, bis es ihm gelang, den Kalifatsstaat im ersten Viertel des zwanzigsten Jahrhunderts mittels arabischer und türkischer Verräter zu zerstören. Danach waren die Muslime zerrüttet. Alle Feinde des Islam unter den Großmächten, ja sogar unter den kleinen Staaten, konnten die muslimischen Länder nun frei betreten. Der Koran wurde geschändet, doch sie rührten keinen Finger. Der Gesandte des Islam wurde diffamiert, ohne dass ihr Blut in den Adern zu kochen begann. Das, was der Islam für unantastbar erklärt hat, wurde mit Füßen getreten und die Heiligtümer der Muslime verletzt, während ihre Armeen in den Kasernen schlummern und von den Herrschern nur gegen die eigenen Leute eingesetzt werden. Gegen die Schwachen gehen sie mutig vor. Gegenüber den Feinden aber sind sie von Feigheit und Defätismus geprägt. Auf diese Weise haben wir den Zustand erreicht, in dem wir uns heute befinden.

Ihr Muslime im Allgemeinen, ihr machtvollen und schutzgewährenden Personen im Besonderen!

Diese Angelegenheit kann nur so gerichtet werden, wie sie zu Anfang gerichtet wurde: Durch die Regentschaft des Islam im Staate des rechtgeleiteten Kalifats unter dem Banner der al-ʿUqāb-Flagge, der Flagge des Propheten (s). Hier muss mit derselben Methode vorgegangen werden, mit der der Gesandte Allahs (s) die Botschaft des Islam verkündet hat: Durch die Gründung eines Blocks, der allein auf dem Islam und auf nichts anderem basiert. Dieser Block interagiert mit der Umma und sucht die Unterstützung bei den machtvollen Personen unter den Muslimen. An dieser Methode muss der Block festhalten, bis Allah ihn zum Erfolg führt und er die Herrschaft des Islam und den Staat des Islam errichtet. Auf diese Weise kann die Sache gerichtet werden. Allein dadurch kann die Umma aus ihrem Niedergang aufsteigen, sich von ihrem Sturz erheben und in ihren früheren Stand zurückkehren; als rechtgeleitetes Kalifat, das den Islam im Inneren anwendet und ihn durch daʿwa und ğihād in die Welt trägt. Sodann wird Allah, der Gewaltige und Weise, ihr Seine Unterstützung zukommen lassen.

﴿إِنَّا لَنَنْصُرُ رُسُلَنَا وَالَّذِينَ آمَنُوا فِي الْحَيَاةِ الدُّنْيَا وَيَوْمَ يَقُومُ الْأَشْهَادُ﴾

Wahrlich! Wir unterstützen Unsere Gesandten und diejenigen, die gläubig sind, im Diesseits und am Tage, an dem sich die Zeugen erheben werden. (40:51)

Die Notwendigkeit für den Einsatz zur Errichtung des Kalifats ergibt sich nicht bloß aus der Tatsachenbeschreibung, dass das Kalifat den Weg zum Erfolg verkörpert, sondern weil es sich in erster Linie um eine gewaltige islamische Pflicht handelt. Das Kalifat verkörpert die „Krone der Pflichten". Durch das Kalifat kommen die islamischen Gesetze zur Anwendung und die ḥudūd-Strafen zur Durchführung. Ohne das Kalifat werden weder die Gesetze auf die Menschen angewendet noch die ḥudūd-Strafen über sie vollzogen. Und was zur Erfüllung einer Pflicht unerlässlich ist, wird ebenfalls zur Pflicht. Die Errichtung des Kalifats und die Aufstellung eines Kalifen ist eine Pflicht – und was für eine! Wer sich für die Durchführung dieser Pflicht nicht einsetzt, obwohl er dazu imstande wäre, lädt eine große Sünde auf sich. Es ist, als ob er einen Tod der ğāhilīya sterben würde. Durch diese Beschreibung wird uns die Größe der Sünde vor Augen geführt.

«... وَمَنْ مَاتَ وَلَيْسَ فِي عُنُقِهِ بَيْعَةٌ، مَاتَ مِيتَةً جَاهِلِيَّةً»

[...] und wer stirbt und keine baiʿa im Nacken trägt, stirbt einen Tod der ğāhilīya. Demzufolge stellt die Errichtung des Kalifats und die Aufstellung eines Kalifen eine Pflicht dar – und was für eine! So beschäftigten sich die Muslime damit, bevor sie sich mit dem Vorbereiten und Begraben des Leichnams des Propheten (s) beschäftigten – trotz der Wichtigkeit und Bedeutung dieser Aufgabe. All das wegen der Wichtigkeit und Gewaltigkeit der Angelegenheit des Kalifats. So waren die großen Prophetengefährten der Ansicht, dass die Beschäftigung mit dieser Frage Vorrang vor der großen Pflicht hat, den Leichnam des Gesandten Allahs (s) vorzubereiten und zu begraben.

Unter der Führung des Kalifen, des Imam, werden durch das Kalifat auch neue Länder eröffnet.

«... وَإِنَّمَا الإِمَامُ جُنَّةٌ يُقَاتَلُ مِنْ وَرَائِهِ وَيُتَّقَى بِهِ...»

[...] und wahrlich, der Imam ist ein Schirm. Man kämpft hinter ihm und schützt sich durch ihn. [...] Der Kalif und das Kalifat ist also ein Schirm, d. h. ein Schutz. Und wer über einen Schutz verfügt, der wird am Ende mit Allahs Erlaubnis obsiegen. Weder geht sein Recht noch sein Land verloren. Seine Feinde werden es nicht wagen, sich ihm zu nähern. Die Geschichte des Kalifats untermauert das in aller Deutlichkeit. Wo ist denn Byzanz mit seinem Zepter? Wo sind die großen Städte der Perser samt ihren Königen? Und wer hätte den Gebetsruf in all diesen Gegenden erhoben, die sich längs und quer zur Erde von einem Ozean zum anderen erstrecken, wenn nicht der Staat des Islam, die Soldaten des Islam und die Gerechtigkeit des Islam? Hätte das Kalifat von einem Land östlich oder westlich der beiden Ozeane gewusst, hätte es deren Fluten durchquert, um zu Allah, dem Erbarmungsvollen und Barmherzigen, dem Gewaltigen und Weisen, aufzurufen.

Ihr Muslime im Allgemeinen, ihr machtvollen und schutzgewährenden Personen im Besonderen!

Zuvor haben wir euch schon zweimal aufgerufen:

Das erste Mal war am 20. Rabīʿ aṯ-Ṯānī 1385 n. H., dem 17. August 1969 n. Chr. - also vor ungefähr fünfzig Jahren.

Dieser Aufruf war im Grunde eine Warnung vor der Gefahr der Erschütterung der islamischen Ideen und Gesetze in den Köpfen der Muslime. Da die Partei der Lotse ist, der sein Volk nicht belügt, kämpfte die Partei nach Kräften dafür, dass das Vertrauen in die islamischen Ideen und Gesetze wiederhergestellt wird. Dabei war sie in bemerkenswerter Weise erfolgreich, gepriesen sei dafür Allah, der Herr der Welten!

Den zweiten Aufruf richteten wir am 18. Rağab 1426 n. H., dem 2. September 2005, an euch – also vor zehn Jahren.

Dieser Aufruf fand in einer heißen Atmosphäre statt. Der Westen mit den USA an seiner Spitze hatte nämlich erkannt, dass die Partei und andere aufrichtige Muslime es geschafft haben, diese Erschütterung des Vertrauens in den Islam, auf die der Westen jahrelang hingearbeitet hatte, bei der Masse der Muslime zu beseitigen. Er hatte auch erkannt, dass sich die Muslime zügigen Schrittes der Arbeit für die Errichtung des Kalifats zuwandten. Als der Westen dies erkannte, nahm sein Angriff auf die Partei zu, manchmal direkt und manchmal durch die Hand seiner Vasallen. Dem schlossen sie noch Kriege im Irak und Afghanistan an, die sie - vor lauter Hass auf den Islam und die Muslime - zu Kreuzzügen erklärten. In diesem unserem zweiten Aufruf legten wir die Feindschaft des Westens - allen voran der USA - gegen das Kalifat und die dafür Tätigen im Besonderen und gegen die Muslime im Allgemeinen dar. Wir machten deutlich, dass die Feinde des Islam die Schritte der Muslime hin zum Kalifat aufhalten wollen. Wir machten aber auch klar, dass die Muslime in der Lage seien, sie zu besiegen, wenn sie die Gesetze des Islam einhalten, in ihrem Glauben aufrichtig gegenüber Allah sind und sich Ihm, dem Starken und Gewaltigen, reuig zuwenden.

Nun kam dieser vorletzte Aufruf, in dem wir uns in einer Zeit an euch wenden, in der das Kalifat zu einer allgemeinen Meinung bei den Massen der Muslime geworden ist.

Nun bleibt nur mehr, dass uns Allah Unterstützer gleich den Unterstützern des Propheten beschert mit zwei „Saʿds" an der Spitze. (Wie Saʿd ibn ʿUbāda und Saʿd ibn Muʿāḏ, den Führern der medinensischen Stämme, die dem Propheten die Unterstützungs-baiʿa geleistet haben). Mit Männern, die ihrem dīn durch die Unterstützung der für das Kalifat Tätigen, durch die Unterstützung von Hizb-ut-Tahrir, Beistand leisten. Ein Beistand, der das zweite rechtgeleitete Kalifat entstehen lässt, ein Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums. Ein Kalifat, das die Tyrannenherrschaft, in der wir uns heute befinden, beenden wird, in Erfüllung des göttlichen Versprechens:

﴿وَعَدَ اللَّهُ الَّذِينَ آمَنُوا مِنْكُمْ وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ لَيَسْتَخْلِفَنَّهُمْ فِي الْأَرْضِ﴾

Verheißen hat Allah denen, die von euch glauben und gute Werke tun, dass er sie gewiss zu Nachfolgern auf Erden machen wird [...]. (24:55) Auch prophezeite der Gesandte Allahs (s) nach dieser Tyrannenherrschaft:

«...ثُمَّ تَكُونُ مُلْكًا جَبْرِيَّةً، فَتَكُونُ مَا شَاءَ اللَّهُ أَنْ تَكُونَ، ثُمَّ يَرْفَعُهَا إِذَا شَاءَ أَنْ يَرْفَعَهَا، ثُمَّ تَكُونُ خِلَافَةً عَلَى مِنْهَاجِ نُبُوَّةٍ»

[...] Sodann wird eine Tyrannenherrschaft sein. Sie wird weilen, solange Allah sie weilen lässt. Dann wird Er sie aufheben, wenn Er sie aufheben will. Sodann wird ein Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums entstehen.

Mit diesem vorletzten Aufruf wenden wir uns an euch, weil wir für euch das Gute wollen. So beeilt euch, ihr Muslime! Beeilt euch, ihr machtvollen Personen! Schließt euch der daʿwa und dem Beistand an. Beeilt euch, das Kalifat mit der Partei zu gründen und nicht nur seine Gründung durch die Partei mitzuerleben. Das Gute und der Lohn, den ihr erhält, wenn ihr euch heute den Reihen anschließt, sind ungleich größer als das Gute und der Lohn, den ihr erhält, wenn ihr euch später anschließt, auch wenn in allem Gutes steckt.

﴿لا يَسْتَوِي مِنكُم مَّنْ أَنفَقَ مِن قَبْلِ الْفَتْحِ وَقَاتَلَ أُوْلَئِكَ أَعْظَمُ دَرَجَةً مِّنَ الَّذِينَ أَنفَقُوا مِن بَعْدُ وَقَاتَلُوا وَكُلاً وَعَدَ اللَّهُ الْحُسْنَى وَاللَّهُ بِمَا تَعْمَلُونَ خَبِيرٌ ﴾

Nicht gleich sind diejenigen von euch, die vor dem Sieg ausgegeben und gekämpft haben. Diese haben eine höhere Rangstufe als jene, die erst nachher ausgegeben und gekämpft haben. Allen aber hat Allah das Gute versprochen. (57:10)

Mit diesem vorletzten Aufruf wenden wir uns an euch. So fürchtet niemanden außer Allah, den Erhabenen und Gewaltigen. Sagt nicht, dass die USA und der Westen hinter ihr sich uns entgegenstellen würden, wenn wir euch die Unterstützung gewähren. Vielmehr werden sie vor denen zusammenbrechen, die gläubig sind, Zuflucht gewähren und Beistand leisten. Diese werden ihnen ihr Rückgrat brechen.

﴿وَكَانَ حَقًّا عَلَيْنَا نَصْرُ الْمُؤْمِنِينَ﴾

Und für Uns war es eine Pflicht, den Gläubigen zu helfen. (30:47)

In diesem vorletzten Aufruf erinnern wir euch an eure würdevolle Macht und die Verächtlichkeit eurer Feinde. Denn ihr seid die Muslime, die an Allah als Herrn, an den Islam als dīn und an Muḥammad als Propheten glauben. Mit eurem Herrn seid ihr stark:

﴿لَا قُوَّةَ إِلَّا بِاللَّهِ﴾

Es gibt keine Macht außer durch Allah. (18:39), und mit eurem dīn habt ihr würdevolle Macht erlangt:

﴿وَلِلَّهِ الْعِزَّةُ وَلِرَسُولِهِ وَلِلْمُؤْمِنِينَ﴾

Doch Allahs ist die würdevolle Macht, Seines Gesandten und der Gläubigen. (63:8) Ihr seid die Nachkommen der rechtgeleiteten Kalifen, die Nachkommen der Eröffner Andalusiens, welche die islamische Kultur dort verbreitet haben. Ihr seid die Nachkommen al-Muʿtaṣims, der eine tosende Armee anführte, weil eine Frau, der ein Römer Unrecht tat, um Hilfe schrie und ausstieß: „O Muʿtaṣim!" Ihr seid die Nachkommen Hārūn ar-Rašīds, der dem römischen König mit einer Armee antwortete, die dieser mit den Augen wahrnahm, bevor er sie hören konnte, weil er sein Abkommen mit den Muslimen gebrochen hatte. Ihr seid die Nachkommen des siegreichen Ṣalāḥ ad-Dīn, dem Vernichter der Kreuzritter, die Nachkommen Quṭuz und Bībars, den Vernichtern der Mongolen. Auch seid ihr die Nachkommen des jungen Befehlshabers Muḥammad al-Fātiḥ, den Allah mit der Eröffnung Konstantinopels ehrte. Ihn beschrieb der Gesandte (s) wie folgt:

«... فَلَنِعْمَ الْأَمِيرُ أَمِيرُهَا، وَلَنِعْمَ الْجَيْشُ ذَلِكَ الْجَيْشُ»

[...] welch trefflicher Befehlshaber ist er, und welch treffliche Armee ist sie. Ihr seid ebenso die Nachkommen Süleymans des Prächtigen, den Frankreich für die Befreiung ihres gefangenen Königs um Hilfe bat, und ebenso die Nachkommen des Kalifen Selims III, in dessen Herrschaftszeit die Vereinigten Staaten eine jährliche Steuer an seinen Statthalter in Algerien zahlte, um den amerikanischen Schiffen eine sichere Durchfahrt durchs Mittelmeer zu erlauben. Auch seid ihr die Nachkommen des Kalifen ʿAbd al-Ḥamīds II., den die goldenen Millionen, die die Juden dem Staatshaushalt anboten, nicht verlocken konnten. Auch der internationale Druck, den sie gegen ihn aufbauten, um ihnen eine Ansiedlung in Palästina zu erlauben, konnte ihn nicht einschüchtern. Er sprach seinen berühmten Satz: „Dass ein Skalpell meinen Körper bearbeitet, ist mir wahrlich lieber, als dass ich zusehe, wie Palästina vom Kalifatsstaat abgetrennt wird. [...] Sollen die Juden ihre Millionen doch behalten. [...] Sollte der Kalifatsstaat eines Tages zerstückelt werden, dann können sie Palästina dereinst umsonst bekommen." Er, möge Allah seiner Seele gnädig sein, war sehr weitsichtig. Denn tatsächlich ist es nach der Zerstörung des Kalifats so gekommen. So haben die Vasallenherrscher Palästina verloren und den Juden überlassen. Sie schützen es sogar für sie! Diesem Kalifen aber - trotz der intensiven Verschwörungen der Ungläubigen gegen ihn und den islamischen Staat – musste Großbritannien, das damals ein Großreich war, über die osmanische Botschaft in London eine offizielle Entschuldigung überreichen, weil ein britischer Bürger Ende des 19. Jahrhunderts (1890) etwas veröffentlichte, was als islamfeindlich erachtet wurde. Heute jedoch wird der ehrwürdige Koran, das Wort des Herrn der Welten, vom ungläubigen Westen und den Juden geschändet, ohne dass es zu einer Entschuldigung oder zumindest zu einem Hauch einer Entschuldigung käme. Denn es gibt für die Muslime keinen Kalifen, der sich den Koran als Verfassung aneignet und den Staat mit all seinen Kapazitäten gegen die Ungläubigen in Bewegung setzt, sollten sie den Koran nur zum Teil eines Teils verunglimpfen.

So ist das Kalifat. Und so sind die Muslime im Schutze des Kalifats. Das sind eure Ahnen, ihr Muslime, und das sind ihre Errungenschaften. Ihr seid ihre Nachkommen! So brecht zur Wahrheit auf, die sie befolgt haben, und befolgt sie ebenso! Brecht zur würdevollen Macht auf, die sie schufen, und schafft sie ebenso!

In diesem vorletzten Aufruf versichern wir euch erneut, was wir bereits zuvor gesagt haben: Mit Allahs Erlaubnis seid ihr in der Lage, eure Feinde zu besiegen. Die ungläubigen, kolonialistischen Staaten sind dem Anschein nach groß, aber in Wirklichkeit schwach. Sie haben ein gewaltiges Waffenarsenal, aber keine gewaltigen Männer. Und Waffen ohne Männer sind vor einer gläubigen Gruppe schwach in der Wirkung. So eine Gruppe ist zwar weniger ausgerüstet als der Feind, aber wesentlich schlagkräftiger als er. Das ist die Wahrheit, die in den Kriegen des Kalifats gegen die ungläubigen Feinde deutlich zutage trat. Die materielle Waffenüberlegenheit alleine kann einen Krieg gegen die Muslime nicht entscheiden, auch wenn ihre Bewaffnung merklich schwächer ist. Sie verfügen nämlich über ein vitales, aufrichtiges Überzeugungsfundament, das ihnen eine Kampfkraft verleiht, die die Mächte der Tyrannei, allen voran die USA, niemals erreichen können. Dies werden sie mit eigenen Augen zu sehen bekommen, wenn die Morgendämmerung des Kalifats mit Allahs Erlaubnis anbricht und das Kalifat von Sieg zu Sieg eilen wird. Die Mächte der Tyrannei werden sich in ihr ureigenes Land zurückziehen müssen, wenn ihnen ein solches dann noch geblieben ist.

﴿وَلَتَعْلَمُنَّ نَبَأَهُ بَعْدَ حِينٍ ﴾

Und ganz sicher werdet ihr seine Nachricht nach einiger Zeit erfahren. (38:88)

Mit diesem vorletzten Aufruf wenden wir uns an euch. Wir suchen euren Beistand, so schließt euch jenen an, die uns ihren Beistand bereits zukommen haben lassen. Wir strecken euch unsere Hände entgegen, so ergreift sie und gesellt euch zu jenen, die uns den Schutz schon gewährt haben. Denn „der Tross" ist drauf und dran, „auszurücken", also nehmt am Ausrücken teil!

﴿وَيَقُولُونَ مَتَى هُوَ قُلْ عَسَى أَنْ يَكُونَ قَرِيبًا﴾

Sie werden fragen: „Wann geschieht es?" Sprich: „Vielleicht ist es gar bald!" (17:51) Auch sind wir voller Zuversicht auf den Beistand Allahs.

﴿وَيَوْمَئِذٍ يَفْرَحُ الْمُؤْمِنُونَ * بِنَصْرِ اللَّهِ يَنْصُرُ مَنْ يَشَاءُ وَهُوَ الْعَزِيزُ الرَّحِيمُ﴾

An jenem Tage werden sich die Gläubigen freuen über den Sieg Allahs. Er leistet Beistand wem Er will, und Er ist der Machtvolle, Barmherzige. (30:4-5)

Wa s-salāmu ʿalaikum wa raḥmatu l-lāhi wa barakātuh!

2. Ramadan 1436 n. H. Hizb-ut-Tahrir

19/6/2015