KALIFAT

- 10.06.2012

Die Rolle der muslimischen Frau: Teil III

Die Rolle der muslimischen Frau  zur Wiedererrichtung des islamischen Staates

Kapitel 3 - Der islamische Staat

Der größte Mangel der muslimischen Umma heutzutage ist das Einführen von Regeln und Systemen der Kuffar. Die Muslime sind weit entfernt von der Khilafa, welches alle islamischen Lebenssysteme beinhaltet.

Den islamischen Staat zu errichten hat höchste Priorität im Islam. Bei der Errichtung der Khilafa wird garantiert, dass alle Angelegenheiten nach den islamischen Gesetzen geregelt werden und somit eine islamische Gesellschaft entsteht. Es ist der islamische Staat der dann den Islam beschützt und die islamische Dawa in die gesamte Welt trägt.

Dadurch, dass es die Khilafa heute nicht gibt, sind wir gezwungen in einer Gesellschaft zu leben, in der Gesetze dominieren, die von den Menschen selbst aufgestellt wurden. Somit wurden die Regeln, welche von Allah (swt) offenbart wurden, völlig aufgegeben. Dadurch wurde der Islam auf individuelle Angelegenheiten beschränkt. Sogar die Angelegenheiten, in denen die Menschen nach dem Islam handeln könnten, verringern sich Tag für Tag. Wir sind Augenzeugen davon, dass die beauftragten Herrscher Allahs (swt) Din entstellt haben und den Islam so auslegen und interpretieren, dass es den Kuffar (Ungläubigen) gefällt. Die Herrscher fürchten die Kuffar mehr als den Zorn Allah (swt). Sie haben den Kuffar erlaubt über die Angelegenheit der Umma zu herrschen und die Ressourcen der Muslime zu plündern.

Die Kuffar beleidigen die Heiligtümer der Muslime und es gibt keine Antwort und keine Konsequenzen durch irgendeinen Staat. Die Kuffar verleumden RasulAllah (sas), sie entehren den Qur'an, sie erniedrigen die islamische Kleidung der muslimischen Frauen, sie verbieten den Bau der Minaretten und sie versuchen sogar fehlerhafte Meinungen in den Glauben der Muslime einzuführen.

Leider haben die Muslime keinen islamischen Staat, der ein Schutzschild für die gesamte muslimische Umma darstellt, um somit den Kuffar eine ziemende Antwort zu geben.

Der Prophet Muhammad (sas) sprach: „Der Imam ist ein Schild, man kämpft hinter ihm und schützt sich durch ihn."

Der Islam ist tatsächlich zu dem geworden, was RasulAllah (sas) in seinem erhabenen Hadith beschreibt: „Die Knoten des Islam werden einer nach dem anderen gelöst und die Menschen werden sich von einem zum anderen festklammern. Der Erste Knoten wird die Herrschaft sein und der letzte das Gebet." (Ahmad)

Dadurch, dass die Engländer die Khilafa durch ihren Beauftragten Mustafa Kemal Atatürk zerstört haben, wurde der erste Knoten des herrschenden Islam gelöst. Daraufhin lösten sich die islamischen Gesetze einer nach dem anderen auf. Heutzutage gibt es keinen herrschenden Islam in unserer Gesellschaft mehr, so wie es nach Allah (swt) Offenbarungen sein sollte.

Aus diesem Grund ist es eine Pflicht für jeden Menschen der muslimischen Umma, gleich ob Mann oder Frau, danach zu streben den islamischen Khilafa Staat wieder zu errichten, welcher die Autorität des Islam herstellt und die Dominanz der Kuffar zerstört.

Die Verpflichtung nach dem Islam zu herrschen

Allah (swt) fordert die Muslime direkt auf nach dem Islam zu regieren, statt nach islamfremden Gesetzen.

Allah (swt) sagt: „Und so richte zwischen ihnen nach dem, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, und folge nicht ihren Neigungen, sondern sieh dich vor ihnen vor, dass sie dich nicht der Versuchung aussetzen (abzuweichen) von einem Teil dessen, was Allah zu dir (als Offenbarung) herabgesandt hat!" (Sure Al-Ma'ida 5:49)

Und Allah (swt) fordert weiter: „Und so sollen die Leute des Evangeliums nach dem walten, was Allah darin herabgesandt hat. Wer nicht nach dem waltet, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, das sind die Frevler." (Sure Al-Ma'ida 5:47)

Das Urteil, nach dem Islam zu herrschen, erfordert zwingend das Urteil den islamischen Staat zu errichten, denn nur durch die Einführung und Errichtung eines islamischen Staates ist es uns möglich, nach dem Islam zu herrschen.

Der Prophet Muhammad (sas) sagte: „Die Propheten herrschten über die Bani Israel. Wann auch immer ein Prophet starb, wurde ein anderer Prophet zu seinem Nachfolger, aber es wird keinen Propheten nach mir geben. Nach mir werden Kalifen kommen und ihre Anzahl wird groß sein."

Sie fragten: „Wozu forderst du uns auf?"

Er sagte: „Leistet ihnen nacheinander die Bai'a (Treueeid) ab, ..."

Auf diese Art und Weise verstanden die anerkannten islamischen Gelehrten den Status der Khilafa im Islam.

Al-Juzairi sagte: „Die Imame (Gelehrte der vier Rechtsschulen), möge Allah ihnen gnädig sein, sind sich darüber einig, dass die Khilafa eine Verpflichtung ist und das die Muslime einen Führer bestimmen müssen, der die Verpflichtungen der Religion einführt und für Gerechtigkeit gegenüber den Unterdrückern sorgt. Es ist den Muslimen verboten, zwei Führern in der Welt zu folgen, egal ob in Übereinstimmung oder Uneinigkeit."

Al-Qurtubi sagte in seinem Tafsir 264/1 des Verses „Ich bin dabei, auf der Erde einen Statthalter einzusetzen": „Diese Aya ist die Quelle für die Auswahl eines Imams, eines Kalifen, ihm wird zugehört und ihm wird gehorcht. Die Welt wird vereint durch ihn, die islamischen Gesetze des Kalifats werden durch ihn eingeführt und es gibt bezüglich dieser Verpflichtung weder Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Umma, noch zwischen den Imamen."

Al-Qurtubi sagte ebenfalls: „Das Kalifat ist das Kissen auf dem sich andere Kissen ausruhen."

An-Nawawi sagte (Scharhu Sahi Muslim, 205/12): „Die Gelehrten stimmen überein, dass es eine Verpflichtung für die Muslime ist, einen Kalifen auszuerwählen."

Ibn Hazam sagte (Fasal min al-Nihal, 87/4): „Die gesamte Ahl us-Sunnah ist sich einig, dass die Errichtung des Kalifats eine Pflicht für alle Muslime darstellt. Es ist ebenfalls eine Pflicht sich unter der Autorität des Kalifen zu befinden, der sie, den Gesetzen der Scharia entsprechend, führt."

Baghdadi sagte (al-Farak bayn al-Firak): „Das Kalifat ist eine Pflicht für die Umma. Der Kalif wird dazu berufen, die Scharia auszuführen und ihm ist Gehorsam zu leisten."

Al-Mawardi sagte (Ahkam al-Sultaniyyah): „Die Ernennung eines Kalifen ist Fardh (Pflicht)."

Ibn Taymiyyah sagte (Siyaasah Shariyaah): „Es ist verpflichtend zu wissen, dass das Kalifat eine der größten Verpflichtungen des Dins ist. Tatsächlich gibt es keine Gründung des Dins außer dadurch...dies ist die Meinung der Salaf, wie al-Fadl ibn 'Ilyaad, Ahmad ibn Hanbal und andere."