KALIFAT

- 05.01.2015

Nur das Kalifat kann die muslimische Umma vereinigen

Nur das Kalifat kann die muslimische Umma vereinigen, ihr Stärke verleihen und sie zur Führungsmacht emporheben.

Die Aggression und Besatzung des Irak durch die USA und seine Verbündeten haben erwiesen, dass entgegen der öffentlichen Weltmeinung die Aggressoren, allen voran Bush und Blair, unbeirrt nach dem Blut von Muslimen trachten und sich erhoffen, dass sie muslimische Länder besetzen, ausbeuten und kontrollieren wollen. Der gesamten Welt wurde vor Augen geführt, was mit Freiheit, Demokratie und der westlichen Art des Lebens eigentlich gemeint ist. Das Töten von hunderttausenden unschuldigen Zivilisten wird für die Befriedigung ihrer schändlichen materiellen Wünsche billigend in Kauf genommen. Ebenso hat die Aggression gegen den Irak offensichtlich gemacht, dass die UNO de facto ein Werkzeug für die Kolonialisten darstellt, das ihre finsteren Pläne vor der Weltöffentlichkeit legitimieren soll. Schließlich sind wir ja aus dem Zeitalter heraus, wo die Europäer scheinbar willkürlich nach Lust und Laune in die Welt zogen, um sich fremde Völker untertan zu machen.

Das Demokratieverständnis und der Humanismus verlangen von den heutigen Kolonialisten, dass sie wenigstens vor der UNO eine Begründung für ihr Vorgehen abzugeben haben, damit die übrigen Staaten auch von dem Vorhaben Kenntnis haben und sich möglicherweise kompromissbereit zeigen und dadurch einen Anteil der Beute erhalten. Andere Zeiten – andere Regeln. Die muslimische Umma ist heute den Kuffar scheinbar hilflos ausgeliefert. Die fundamentale Frage, die wir uns stellen sollten, heißt: Wo bleibt heute die Führung der Umma, die diesen Aggressionen entgegentreten sollte? Warum ist unser Leben nichts mehr Wert für die Kuffar? Sind wir nicht mehr als 1.5 Milliarden Muslime weltweit? Hat uns Allah (s.w.t.) nicht mit Seinem Buch und der Sunna des letzten Gesandten (s.a.w.) gesegnet? Haben wir nicht eine glorreiche Geschichte von über 1300 Jahren islamischer Zivilisation hinter uns? Warum sind wir trotzdem zur einfachen Beute der Kuffar und der Muschrikun weltweit geworden?

Die heutige Realität der muslimischen Umma zeigt, dass wir nicht mehr durch das islamische System, das Kalifat, regiert werden. Die Zerstörung des Kalifats 1924 durch die Briten mit freundlicher Unterstützung durch den Verräter Mustafa Kemal hat den Beginn der neueren islamischen Geschichte eingeleitet. Der britische Außenminister Lord Cruzon hat die finsteren Absichten folgendermaßen beschrieben:"Es gilt festzustellen, das das Osmanische Reich so zerstört wurde, dass es nie mehr aufstehen kann, weil wir deren geistige Kraft zerstört haben: das Kalifat und den Islam".

Die Zerstörung des Kalifats markiert den Beginn der Teilung, Besetzung und Versklavung der Muslime. Ferner wurden die Muslime ausgeplündert und ermordet, wie noch nie in der islamischen Geschichte. Unsere Gedanken wurden unklar und so begannen wir den Islam nur als eine Art Sammelbecken vererbter Rituale zu praktizieren und haben für unsere Angelegenheiten stets die Lösungen des ungläubigen Westens übernommen, ohne uns bewusst zu sein, dass es gerade diese Ungläubigen waren, die unser Kalifat zerstört haben, um uns zu beherrschen. Heute ist die muslimische Umma in über 60 künstliche Staaten aufgeteilt, die kaum einen Einfluss in der Weltpolitik besitzen. Die Regenten in diesen Staaten wurden eingesetzt, um die Interessen der Kuffar durchzusetzen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Diese Regenten sind es gewesen, die es den Kuffar ermöglicht haben, vom muslimischen Gebieten aus ihre Aggression gegen den Irak und gegen die Muslime durchzuführen. Diese treu ergebenen Diener waren und sind es, die den Kuffar helfen und unsere Häfen, unseren Luftraum sowie unsere Böden für die Kreuzzügler dienstbar machen. Diese Regenten sind es, die heuchlerisch in ihren Palästen auf den Thron sitzen, während die Kuffar die Muslime abschlachten. Das ist das Ergebnis der Zerstörung des Kalifats und das Eindringen der falschen westlichen Ideen und Systeme in unseren Köpfen und in unseren Regierungen.

So warnt uns Allah (s.w.t.) im Qur'an eindeutig:

"O die ihr glaubt! Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind einander Freunde. Und wer sie von euch zu Freunden nimmt, der gehört fürwahr zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg." (Sura 5, Aya 51)

Der Westen weiß allzu genau, dass nur der Islam und die Muslime ihre weltweite Unterdrückungs- und Ausbeutungsmaschinerie aufhalten können. Daher haben sie eine groß angelegte intellektuelle, politische, wirtschaftliche und mediale Kampagne eben gegen diese Muslime und diesen Islam begonnen. Sie haben ihre Militarmaschinerie direkt in unsere Länder gebracht. So versuchen einerseits in einigen Ländern, wie z.B. dem Irak, mittels ihrer Panzer und Raketen die Muslime zu kontrollieren, während sie anderswo durch das Einführen ihrer falschen politischen Politik, ihrer oberflächlichen Konzepte und ihrer dekadenten Kultur die Muslime verwirren wollen.

Ihr Materialismus, Säkularismus, die sogenannten persönlichen Freiheiten und das freizügige Geschlechterverhalten werden überall propagiert, so dass der Islam auf die fünf Säulen reduziert werden soll und niemals eine Rückkehr ins Leben, in die Gesellschaft und auf die Staatsebene erlangen darf.

Dazu heißt es im Qur'an:

"O die ihr glaubt, wenn ihr den Ungläubigen gehorcht, kehren sie euch auf euren Fersen um, und ihr werdet die Verlierer sein. Doch Allah ist euer Beschützer und Er ist der beste Helfer."(Sura 3, Ayat 149-150)

Unsere Stärke und unsere Führung wurde erst ermöglicht, nachdem wir den Islam als ein System für unsere Gesellschaft implementiert hatten. Der Prophet (s.a.s.) hat während seines Lebens unermüdlich danach gestrebt, einen islamischen Staat zu errichten und baute in Madina das politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und juristische System nur nach der Scharia auf. Unser Niedergang begann, als der Islam aus der Gesellschaft verbannt wurde und wir durch Systeme und Gesetze regiert wurden, die der Mensch selber definierte. Wir sind leichtgläubig dem Irrtum ausgeliefert gewesen, dass wir durch das Befolgen eines nichtislamischen Systems Fortschritt und Erfolg erlangen würden, wogegen doch Allah (s.w.t.) eindeutig sagt:

"Und wer eine andere Religion als den Islam begehrt: nimmer soll sie von ihm angenommen werden, und im Jenseits wird er unter den Verlierern sein."(Sura 3, Aya 85)

Heute schlachten die Kuffar ungescholten unsere Geschwister im Irak ab.

Was müssen die Kuffar noch unternehmen, damit wir erkennen, dass sie die muslimische Umma zerstören wollen?

Wie lange werden wir noch ruhig zusehen, wie die Kuffar systematisch unsere Gesellschaften zerstören?

Haben wir nicht eine Verantwortung vor Allah (s.w.t.), Seinem Gesandten (s.a.w.) und unseren nachfolgenden Generationen?

Wir sollten nicht nur das Leid der Muslime im Irak in den Vordergrund stellen. Vielmehr müssen wir mit unserer maximal möglichen Kraft aufrichtig danach trachten, um die islamische Lebensweise, das Kalifat, in unser Leben zu bringen. Das Kalifat wird den Islam als eine Lebensordnung implementieren und wird einen rechtmäßigen und engagierten Führer für die muslimische Umma einsetzen. Das Kalifat wird das Leben, die Ehre sowie die Sicherheit und den Besitz aller Muslime beschützen und gewährleisten, so dass die Umma ihrer Aufgabe nachkommt, Allahs (s.w.t.) System weltweit zu etablieren und die gesamte Welt von der Unterdrückung durch die Imperialisten zu befreien. Für einen Muslim ziemt es sich nicht, dass er jemals seine Hoffnung aufgibt. Gerade in diesen schwierigen Zeiten sollten wir auf Allah (s.w.t.) vertrauen und uns maximal bemühen, um die Fahne des Islam wieder aufzustellen. Allah (s.w.t.) verspricht den Gläubigen Seinen Sieg.

So sagt Der Erhabene:

"Verheißen hat Allah denen, die von euch glauben und gute Werke tun, dass Er sie gewiss zu Nachfolgern auf der Erde machen wird, wie Er jene die vor ihnen waren, zu Nachfolgern macht; und dass Er gewiss für sie ihre Religion befestigen wird, die Er für sie auserwählt hat; und dass Er gewiss ihren Stand nach ihrer Furcht in Frieden und Sicherheit verwandeln wird, auf dass sie Mich verehren und Mir nichts zur Seit stellen. Wer aber hernach undankbar ist, wird ein Frevler sein."

[Sura 24, Aya 55]