PRESSE & VERLAUTBARUNGEN - AFRIKA

- 07.01.2017

Eine korrupte Ideologie züchtet korrupte Beamte!

Pressemitteilung

Wieder einmal ist der nächste Korruptionsskandal ermittelt. Dieses Mal sind Beamte des Gesundheitsministeriums in Kenia involviert, die sich an der Veruntreuung von 3 Billionen Kenia-Schilling (300 Mio. US-Dollar) die Finger verbrannt haben. Wie üblich laufen die Ermittlungen, aber gewiss wird am Ende keiner zur Verantwortung gezogen. Im Gegenteil, die regierenden politischen Eliten samt der Opposition werden die Angelegenheit in ein „Schwarzer-Peter-Spiel“ verwandeln! Diesbezüglich möchte die islamisch-politische Partei Hizb-ut-Tahrir Folgendes vermerken:

Bei diesem Skandal handelt es sich um einen unverschämten Verrat und ein Unrecht seitens jener Instanzen innerhalb der öffentlichen Ämter, die von sich behaupten, die öffentlichen Interessen zu wahren. Anstatt sich dafür einzusetzen, den Lebensstandard der Bürger anzuheben, veruntreuen sie in einem regelrechten Wettkampf untereinander öffentliche Mittel. Bedauerlicherweise kommt der neue Betrug zu einer Zeit, in der Hunderttausend Kenianer wegen der Dürre unter Hunger leiden.

Es ist offensichtlich, dass die Antikorruptionsgremien im Gegensatz zu ihrer Bezeichnung daran gescheitert sind, das Unrecht und die Korruption aufzuhalten. Einige Leiter dieser Gremien wurden sogar selbst auf frischer Tat ertappt! So trat Ende September dieses Jahres der Chef der Ethik- und Antikorruptionskommission Philip Kinisu angesichts seiner Verbindungen zu Esaki Ltd. zurück. Diese war in fragwürdige Geschäfte mit dem National Youth Service verwickelt.

Der Kern der Korruption in Kenia und der gesamten Welt ergibt sich aus dem Trugschluss, sich die fehlerhafte kolonialistische Ideologie - den Kapitalismus - aneignen zu müssen. Diese korrupte und misslungene Ideologie ist an nichts anderem als dem materiellen Wert interessiert. Sie treibt ihre Anhänger dazu an, durch die schmutzigsten Mittel Vermögen zu erlangen und anzuhäufen. So wird sich die Korruption fortsetzen, solange diese verdorbene Ideologie die Welt dominiert.

Da der Kapitalismus die eigentliche Ursache für dieses Problem verkörpert, liegt die reale und handfeste Lösung nur in der Beseitigung dieser misslungenen Ideologie und ihre Ersetzung durch eine gerechte Lebensordnung, die keine andere als der Islam sein kann. Im Islam ist das einzige Kriterium für menschliches Handeln das, was Allah, der Erhabene, angeordnet hat, und nicht der materielle Profit. Demzufolge muss die Gesellschaft vor jeglichen Übeltaten geschützt werden, da sie Allah erzürnen. Darüber hinaus fordert der Islam die ganze Gesellschaft dazu auf, am Vollzug des Guten teilzunehmen und das Übel zu verbieten, ungeachtet dessen, ob es sich beim Täter um einen Wohlhabenden oder Mittellosen, Herrscher oder normalen Bürger handelt.

Auch hat der Islam den Herrscher dazu verpflichtet, jeden korrupten Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, und zwar ohne jegliche Furcht oder Bevorzugung. Auf Basis dieser Vorschriften kommt der Islam im Staate des Rechtgeleiteten Kalifats nach dem Plan des Prophetentums zur Anwendung. Dieser Staat verkörpert den Islam und wird alle Arten des Übels ausmerzen und alle Arten des Guten in der Welt verbreiten.

2. Ṣafar 1438 n. H.

2.11.2016

Shabani Mwalimu

Mediensprecher von Hizb-ut-Tahrir

in Kenia