PERSÖNLICHKEITEN

- 13.12.2016

Eine gesamte Brigade (Rayat al-Islam) stirbt während der Verteidigung Aleppos den Märtyrertod

Aus Aleppo – in dem Terror, Mord, Vergewaltigung und Chaos herrscht – erreichen uns Berichte unglaublicher Pein. Doch eine Geschichte sticht besonders hervor. Es ist die Geschichte einer kleinen Rebellengruppe, deren mutige Kämpfer während der Verteidigung ihrer Heimatstadt allesamt starben, die ihr Leben Allah (swt) opferten. Dies ist ihre Geschichte. Eine Geschichte des Heldentums. Möge Allah (swt) ihr Martyrium annehmen und tausende Helden wie sie erwecken.

Bruder Uthman Badar – Mediensprecher von Hizb-ut-Tahrir Australien – schreibt diesbezüglich:

Dort wo Tod ist, ist auch Leben.

Dort wo Dunkelheit ist, ist auch Licht.

Dort wo Geschichten des Schreckens sind, sind auch Geschichten des Heldentums.

Einige Brigaden, die in Aleppo stationiert waren, um die Anwohner zu schützen, gaben auf den Befehl ihrer Sponsoren (Türkei, Saudi-Arabien etc.) hin ihre Stellungen auf und begaben sich in andere Gebiete. Sie unterschätzten das Gift der politischen Abhängigkeit. Doch diese Geschichte muss ein anderes Mal erzählt werden.

Denn andere Brigaden blieben standhaft und waren sich ihrer Verantwortung gegenüber den Menschen von Aleppo bewusst, komme was wolle. Ihre Loyalität gebührte nur Allah (swt) und seinem Gesandten (sas).

In der letzten Nacht [der Nacht zum 13.12.2016], als das Vorrücken der Bluthunde Assads immer deutlicher wurde, legten diese Männer – diese wahrhaftigen Männer – einen Eid ab und schworen sich dort zu bleiben und zu kämpfen, wohlwissend, dass sie der sichere Tod erwartete. Und so sollte es sein.

Die Brigade Rayat al-Islam, angeführt von Abu l-Juud (wörtlich: Vater des Edelmuts), ist solch eine Gruppe. Die gesamte Brigade – über 100 Männer – kämpfte im Kalasa-Stadtviertel von Ostaleppo und starb dort den Märtyrertod. Sie starben während sie die bei Allah (swt) meistgeliebte Tat ausführten: den Kampf für Seine (swt) Sache, die Unschuldigen verteidigend. Und so gesellte sich das Blut dieser Märtyrer zu jenem Blut, welches den heiligen Boden von al-Sham über all die Jahrhunderte benetzte. Ehrenhaftes Blut für ehrenhaften Boden.

Das Herz zerreißt, im Angesicht des Verlusts solch edler Seelen, das Auge tränt. Doch nicht um ihretwillen sollten wir weinen, sondern um unseretwillen. Denn sie schritten voran, ihre Namen verewigend in den Tafeln der Schreiber, nahe dem Allerbarmer. Sie schritten voran, die Erinnerungen an Malik ibn an-Nadhir (ra) und die mit ihm in Uhud standhaft gebliebenen Bogenschützen wiederbelebend. Ein ruhmvolles Ende.

Halte nicht die, die im Kampf auf dem Weg Gottes gefallen sind, für tot! Nein, sie leben bei ihrem Herrn und erfreuen sich Seiner herrlichen Gaben. Sie erfreuen sich der Gunst, die Gott ihnen erweist und erwarten voller Hoffnung die Zurückgebliebenen, die ihnen auf dem gleichen Wege noch nicht gefolgt sind. Sie sollen keine Angst haben und nicht traurig sein. Sie erfreuen sich Gottes Gnade und Huld und daran, dass Gott den Gläubigen ihren Lohn unvermindert gewährt. Diejenigen, die Gott und Seinem Gesandten Folge leisteten, nachdem sie Leid erfahren hatten, erhalten, sofern sie Gutes tun und wirklich gottesfürchtig sind, einen überaus großen Lohn. Das sind diejenigen, denen man sagte: "Der Feind hat Scharen gegen euch aufgeboten, so fürchtet ihn!" Da steigerte sich ihr Glaube an Gott, und sie sprachen: "Gott genügt uns. Er ist der absolut Beste, auf Den wir uns verlassen können."

[3:169-173]