Westliche Konzeptionen Entwicklungshilfe ist ein Instrument des Kolonialismus (3) Früher wurde Entwicklungshilfe aus öffentlichen Geldern finanziert. Inzwischen erfolgt sie vermehrt in Form von öffentlich-privaten Partnerschaften, so dass sich öffentliche und private Gelder versmischen. Das Problem besteht aber nicht darin, dass öffentliche und private Gelder in einen Topf geworfen werden, sondern darin, dass die Privatwirtschaft, d. h. rein profitorientierte Konzerne, einbezogen wurde. Die Konzerne können mit staatlicher Unterstützung und unter dem Deckmantel der Entwicklungszusammenarbeit ihr kapitalistisches Unwesen in den Entwicklungsländern treiben und im Namen der guten Sache die Menschen ausbeuten.
Westliche Konzeptionen Entwicklungshilfe ist ein Instrument des Kolonialismus (1) Alle Staaten, die Entwicklungshilfe leisten, sind kapitalistische Staaten. Selbstlose Entwicklungshilfe, die nur den Entwicklungsländern zugutekommt, existiert im kapitalistischen System nicht, weil sie dem Handlungsmaßstab von Profit und Nutzen widerspricht. Deshalb ist die Entwicklungshilfe, die die reichen Industriestaaten leisten, ebenfalls diesem Handlungsmaßstab unterworfen. Hierbei verteilt sich der Nutzen der Entwicklungshilfe nicht zu gleichen Teilen auf die Geberländer und die Entwicklungsländer, sondern kommt ausschließlich den Geberländern zugute.
Westliche Konzeptionen Meinungsformung (4) – Es war einmal in Biafra Es steht außer Frage, dass Kriege Medienereignisse sind. Deshalb in-vestieren Konfliktparteien viel Zeit und Geld in die öffentliche Mei-nungsbildung. Die Öffentlichkeit in einen rauschähnlichen Hurrapatrio-tismus zu versetzen, ist für die Kriegsführung so wichtig wie die poli-tisch-militärische Planung. Wie effektiv PR-Agenturen bei der Schaf-fung von Konsens im Krieg sind, kann anhand eines konkreten Beispiels dargestellt werden.
Konzeptionen Das Kalifat als Ausweg? Es besteht kein Zweifel darin, dass die Idee des Nationalstaats die Muslime vor allem in eine politische Selbstblockade geführt hat. Doch es gibt einen Ausweg. Die Umma muss sich aus diesen Strukturen befreien und die Wiedererrichtung des Kalifats anstreben. Darin herrscht zunehmend Einigkeit. Doch dies ist ein langfristiges Ziel. Wie aber können Muslime auf die aktuellen Probleme reagieren, die nach schnellen Lösungen verlangen? Ist hier ein pragmatisches Vorgehen gefragt und sollte das langfristige Ziel der Kalifatsgründung vorerst beiseitegelegt werden?
Islamrechtliche F&A Antwort auf eine Frage zu den kleinen und großen Sünden Von den Muslimen werden nach dem Willen Allahs, des Erhabenen, jene ins Höllenfeuer eintreten, deren große Sünden (al-kabāʾir) und schlechte Taten (as-saiyiʾāt) die kleinen Sünden (aṣ-ṣaġāʾir) und guten Taten (al-ḥasanāt) überwiegen. Was ist mit den kleinen Sünden gemeint? Und warum wurden sie nebst den guten Taten erwähnt, obwohl es sich hierbei um kleine Sünden handelt?
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