Konzeptionen Die Einheit der Umma: Frommer Wunsch oder politischer Imperativ? Bei allen Differenzen, die unter Muslimen derzeit zu beobachten sind, herrscht in einem Punkt doch Konsens: die Umma muss ihre Uneinigkeit überwinden. Allerdings sehen sich die Muslime einer bedrückenden Realität entgegen. Trotz der gemeinsamen weltanschaulichen Fundamente existieren eine Vielzahl an gegensätzlichen Ansichten. Immer wieder fällt auf, wie sich die Umma an theoretischen Themenfeldern regelrecht aufreibt. Ist das Konzept der Einheit deswegen zu einer Utopie geworden?
Geschichte Getürkte Osmanen – Wie sich Nationalisten mit fremden Federn schmücken Einer römischen Fabel zufolge bediente sich eine Krähe an herumliegenden Pfauenfedern, um ihr eigenes, hässliches Gefieder zu beschönigen. So tat sie ihr Übriges, um sich als etwas darzustellen, was sie nicht ist. Unterdessen schmückt sich auch der türkische Nationalismus zuweilen mit fremden Federn, indem er sich als Nachfolger des Osmanischen Reiches geriert. Ein Blick in die Historie zeigt jedoch, dass die Entstehung des Türkentums einen radikalen Bruch mit den Osmanen darstellt. Dass sich die osmanischen Herrscher mit einem nationalistisch geprägten Türkentum identifizierten, erweist sich als Mär der türkischen Geschichtsschreibung.
Konzeptionen Das korrupte britische Parlament und der umayyadische Kalif  ʿUmar ibn ʿAbd al-ʿAzīz im Vergleich Der ehemalige britische Kabinettsminister Owen Paterson trat im November 2021 in Folge eines öffentlichen Aufschreis von seinem Amt als Abgeordneter zurück, nachdem das von den Konservativen kontrollierte Parlament gegen seine 30-tägige Suspendierung stimmte und sich gleichzeitig für eine Verfahrensänderung bezüglich der Beurteilung von Abgeordneten bei einem Regelverstoß einsetzte.
Geschichte Erfundener Hass und realer Tod Die Vorstellung, dass innerhalb eines Staates Bürger auf Grundlage der Anzahl ihrer Autos einer jeweiligen Ethnie zugeordnet werden, erscheint zurecht absurd. Noch absurder erscheint die Vorstellung, dass sich ein solch massiver ethnischer Hass zwischen den erfundenen Ethnien entfalten könnte, der in ein neunzigtägiges Gemetzel von betäubenden Ausmaßen mündet, bei dem 800.000 Menschen sterben würden. Der Kern der Vorstellung kann aber noch so abwegig erscheinen. Sobald er auf fruchtbaren Boden fällt, keimt er auf und aus ihm erwächst in der Realität ein Baum mit dickem Stamm und tiefen Wurzeln, der zudem Früchte trägt.
Geschichte Die Balfour-Deklaration (2) – Das Vermächtnis der Balfour-Deklaration Die Balfour-Deklaration hatte anfangs nur wenig internationales Ansehen, da Verträge auf internationaler politischer Ebene in der Regel nur eine geringe Bedeutung haben. Regierungen geben häufig politische Absichtserklärungen ab, die gesetzlich jedoch nicht verankert sind. Für Großbritannien war die Balfour-Deklaration eine Absichtserklärung für den Fall, dass es Palästina jemals übernehmen sollte.
Geschichte Die Menschenrechte: Der gescheiterte Anspruch zwischen Einhörnern und Guillotinen (Teil 1) Angesichts des aktuell verstärkten Menschenrechtsdiskurses in Politik und Medien möchten wir die Leserschaft auf die Artikelreihe "Die Menschenrechte: Der gescheiterte Anspruch zwischen Einhörnern und Guillotinen" aufmerksam machen, in der die vermeintlich universellen Menschenrechte als kulturhistorisches Konstrukt und Werkzeug des westlichen Imperialismus entlarvt werden (Fortsetzung der Artikelreihe in Teil 2 und Teil 3).
Westliche Konzeptionen Entwicklungshilfe ist ein Instrument des Kolonialismus (3) Früher wurde Entwicklungshilfe aus öffentlichen Geldern finanziert. Inzwischen erfolgt sie vermehrt in Form von öffentlich-privaten Partnerschaften, so dass sich öffentliche und private Gelder versmischen. Das Problem besteht aber nicht darin, dass öffentliche und private Gelder in einen Topf geworfen werden, sondern darin, dass die Privatwirtschaft, d. h. rein profitorientierte Konzerne, einbezogen wurde. Die Konzerne können mit staatlicher Unterstützung und unter dem Deckmantel der Entwicklungszusammenarbeit ihr kapitalistisches Unwesen in den Entwicklungsländern treiben und im Namen der guten Sache die Menschen ausbeuten.
Westliche Konzeptionen Entwicklungshilfe ist ein Instrument des Kolonialismus (1) Alle Staaten, die Entwicklungshilfe leisten, sind kapitalistische Staaten. Selbstlose Entwicklungshilfe, die nur den Entwicklungsländern zugutekommt, existiert im kapitalistischen System nicht, weil sie dem Handlungsmaßstab von Profit und Nutzen widerspricht. Deshalb ist die Entwicklungshilfe, die die reichen Industriestaaten leisten, ebenfalls diesem Handlungsmaßstab unterworfen. Hierbei verteilt sich der Nutzen der Entwicklungshilfe nicht zu gleichen Teilen auf die Geberländer und die Entwicklungsländer, sondern kommt ausschließlich den Geberländern zugute.
Westliche Konzeptionen Meinungsformung (4) – Es war einmal in Biafra Es steht außer Frage, dass Kriege Medienereignisse sind. Deshalb in-vestieren Konfliktparteien viel Zeit und Geld in die öffentliche Mei-nungsbildung. Die Öffentlichkeit in einen rauschähnlichen Hurrapatrio-tismus zu versetzen, ist für die Kriegsführung so wichtig wie die poli-tisch-militärische Planung. Wie effektiv PR-Agenturen bei der Schaf-fung von Konsens im Krieg sind, kann anhand eines konkreten Beispiels dargestellt werden.
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