Konzeptionen Der Islam und die ökologische Herausforderung (Teil 1)

In dieser 6-teiligen Serie befasst sich Dr. Abdul Wahid mit den ökologischen Herausforderungen und ihren Ursachen. Gleichzeitig beleuchtet er die zahlreichen Gipfeltreffen, die versucht haben, das Problem anzugehen. Darüber hinaus werden die ökologischen Herausforderungen in der muslimischen Welt untersucht und die einzigartige Perspektive des Islam auf die Umwelt aufgezeigt.

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen:

﴿إِذَا زُلْزِلَتِ الْأَرْضُ زِلْزَالَهَا (1) وَأَخْرَجَتِ الْأَرْضُ أَثْقَالَهَا (2) وَقَالَ الْإِنْسَانُ مَا لَهَا (3) يَوْمَئِذٍ تُحَدِّثُ أَخْبَارَهَا (4) بِأَنَّ رَبَّكَ أَوْحَى لَهَا (5) يَوْمَئِذٍ يَصْدُرُ النَّاسُ أَشْتَاتًا لِيُرَوْا أَعْمَالَهُمْ (6) فَمَنْ يَعْمَلْ مِثْقَالَ ذَرَّةٍ خَيْرًا يَرَهُ (7) وَمَنْ يَعْمَلْ مِثْقَالَ ذَرَّةٍ شَرًّا يَرَه(8)

Wenn (dereinst) die Erde von ihrem (gewaltigen) Beben erschüttert wird und ihre Lasten (an Toten) von sich gibt und der Mensch sagt: „Was ist (denn) mit ihr?“. An jenem Tag wird sie ihre Geschichten erzählen, weil dein Herr (es) ihr eingegeben hat. An jenem Tag werden die Menschen (in Gruppen) getrennt herauskommen, damit ihnen ihre Werke gezeigt werden. Wenn dann einer (auch nur) das Gewicht eines Stäubchens an Gutem getan hat, wird er es zu sehen bekommen. Und wenn einer (auch nur) das Gewicht eines Stäubchens an Bösem getan hat, wird er es (ebenfalls) zu sehen bekommen.[99:1-8]

1.1 Die Menschheit am Scheideweg

In den letzten Jahrzehnten ist der Zustand unseres Planeten zunehmend schlechter geworden: Luftverschmutzung in Städten wie Los Angeles oder Lahore, die Atemprobleme bewirkt; Vergiftung unserer Flüsse durch Industrieabfälle und Abwässer aus rasant wachsenden Städten; ein steigendes Aufkommen von Dürren und Überschwemmungen, die ganze Ernten zerstören. Hinzu kommen weitere lebensfeindliche Bedrohungen, wie die Versauerung der Ozeane, der Abbau der Ozonschicht, die Rodung der Regenwälder, die Verschlechterung der Bodenqualität, das Artensterben und eine Vielzahl anderer Probleme. Es wird befürchtet, dass wir den Kipppunkt bereits erreicht haben oder bald erreichen werden, an dem menschliches Handeln den Planeten in einem Maße schädigt, dass er sich nicht mehr regenerieren und geeignete Lebensräume bieten kann.

Man hat das Gefühl, dass dringend etwas getan werden muss, bzw. dass es schon längst hätte getan werden müssen; aber vielleicht bleibt ja gerade noch genug Zeit, wenn man schnell handelt.

Es ist dieses wachsende Bewusstsein, das unter aufrichtigen Menschen zu größerer Besorgnis geführt hat. Ihre Intuition drängt ihr Gewissen dazu, sich zu fragen, was in dieser kritischen Phase getan werden kann.

Das Hauptziel dieses Artikels besteht darin, aufzuzeigen, dass der Islam ein eigenes Verständnis von der Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt hat. Sodann soll der islamische Ansatz für dieses Problem präsentiert werden, da der Islam dem Menschen genau vorschreibt, wie er mit der Umwelt umgehen soll. Im Zuge dessen wird die islamische Herangehensweise mit der aktuellen Situation verglichen.

Der Begriff „Umwelt“ bezeichnet den Planeten, auf dem wir leben. Unser Planet wurden von Allah in perfekter Harmonie aus Tausenden von Ökosystemen geschaffen, die allesamt das Leben ermöglichen und fortbestehen lassen.

Der Planet gehört allerdings nicht uns Menschen. Vielmehr existieren wir auf ihm, und wir alle gehören Allah, der sagt:

﴿اللَّهُ لَا إِلَهَ إِلَّا هُوَ الْحَيُّ الْقَيُّومُ ۚ لَا تَأْخُذُهُ سِنَةٌ وَلَا نَوْمٌ ۚ لَهُ مَا فِي السَّمَاوَاتِ وَمَا فِي الْأَرْضِ

Allah – es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen und Beständigen. Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist.[2:255]

Als Menschen haben wir die Verantwortung, den Planeten so gut wie möglich zu behandeln. Denn Allah wird uns dafür zur Rechenschaft ziehen, wie wir uns gegenüber den Dingen verhalten haben, die uns anvertraut wurden.

﴿فَمَنْ يَعْمَلْ مِثْقَالَ ذَرَّةٍ خَيْرًا يَرَهُ # وَمَنْ يَعْمَلْ مِثْقَالَ ذَرَّةٍ شَرًّا يَرَه

Wenn dann einer (auch nur) das Gewicht eines Stäubchens an Gutem getan hat, wird er es zu sehen bekommen. Und wenn einer (auch nur) das Gewicht eines Stäubchens an Bösem getan hat, wird er es (ebenfalls) zu sehen bekommen.[99:7-8]

Die uns heute vorliegenden Beweise deuten stark darauf hin, dass wir viel zu verantworten haben. Sie zeugen von einem Versagen der Menschheit im Umgang mit ihrer Umwelt. Zahlreiche ökologische Folgen spiegeln in hohem Maße die Art und Weise wider, wie wir in den letzten ein bis zwei Jahrhunderten mit unserem Heimatplaneten umgegangen sind.

1.2 Die Fehler der letzten zwei Jahrhunderte

Der Mensch hat schon immer auf eine Art und Weise mit der Umwelt interagiert, die für ihn nützlich war und gleichzeitig ein gewisses Maß an Beeinträchtigungen oder Schäden verursacht. Indem er das Land pflügte, um es zu bewirtschaften, Bäume für Brennholz fällte oder Tiere für Arbeit, Nahrung und Felle nutzte, griff er stets ein wenig in die natürlichen Kreisläufe ein.

Die industrielle Revolution brachte nicht nur technologische Fortschritte mit sich, sondern veränderte auch das Ausmaß der Beeinträchtigungen und Schäden erheblich. Insbesondere die Nutzung fossiler Brennstoffe als neue Energiequelle und die Steigerung der Effizienz in der Produktion, hatten prägende Auswirkungen auf das natürliche Gleichgewicht.

Technologie und fossile Brennstoffe sind allerdings nicht die alleinige Ursache dafür, dass wir heute vor diversen Umweltkatastrophen stehen. Moderne Technologie und fossile Brennstoffe sind lediglich Werkzeuge, die für bestimmte Ziele eingesetzt werden. Diese Ziele werden allerdings durch ein System definiert, das wiederum von einer politischen Führung ausgeführt wird.

1.3 Ein Versagen der Führung und des Systems

Letztlich ist es ein Versagen der politischen Führung und des herrschenden Systems, wodurch die Art und Weise wie wir gelebt haben, bestimmt wurde.

Umweltprobleme sind keine theoretischen Probleme, die eines Tages in der Zukunft zum Tragen kommen. Umweltprobleme bedrohen lebenswichtige Interessen der Menschen, wie saubere Luft und sauberes Wasser. Derartige Probleme sollten von den Regierungen auf staatlicher Ebene behandelt werden, sind aber weitestgehend vernachlässigt worden.

Es handelt sich um menschliche Probleme, die durch die systembedingte Nutzung dieser Technologie und Energiequellen bzw. ihren Missbrauch im Kapitalismus entstanden sind.

Im Laufe der Zeit haben die Führer der dominierenden Weltmächte neue Prioritäten gesetzt. Sie stellten das Wirtschaftswachstum der eigenen Länder und den Profit ihrer Unternehmen über die Interessen der Menschheit.

Wenn sie sich in regelmäßigen Abständen trafen, um Ziele für den ökologischen Wandel festzulegen, verfolgte jeder stets nur seine eigenen Interessen. Jene Staaten bzw. Führer, die den Status quo verteidigen, tun dies, weil es ihrer eigenen Wirtschaft nützt. Währenddessen existieren aber auch jene Staaten, die sich derzeit für Alternativen zu fossilen Brennstoffen einsetzen. Sie tun dies primär, weil sie erkannt haben, dass ihre eigenen Länder unter Energieunsicherheit leiden, die wiederum eine Folge der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist. Insgesamt misstraut jeder den Motiven des anderen, so dass sich auch nach Jahren nur wenig geändert hat. Die Umsetzung konkreter Lösungen wird auf künftige Jahre und Jahrzehnte vertagt.

Doch die Not der einfachen Menschen in der ganzen Welt lässt sich nicht auf 2030 oder 2050 vertagen. Sie leiden akut unter den Auswirkungen menschlichen Handelns. Millionen Menschen leiden tagtäglich unter verschmutzter Luft, verunreinigtem Wasser und Konflikten. Ihre Probleme sind unmittelbarer als die Sorgen der Aktivisten über eine ungewisse Zukunft und haben keinerlei Bezug zu globalen Gipfeln und Konferenzen. Viele werden großes Leid ertragen oder sogar sterben, noch bevor die Umwelt-Konferenzen überhaupt abgeschlossen sind. Wie viele Menschen von Umweltkatastrophen noch heimgesucht und sterben werden, bis man Zielvorgaben für Veränderungen umsetzt, die erst Jahrzehnte in der Zukunft greifen würden, lässt sich kaum abschätzen.

Parallel dazu müssen wir aber auch das Versagen der politischen Führung in der muslimischen Welt betrachten.

Es gibt viele Beispiele für Versäumnisse und Vernachlässigung im Kampf gegen die Luft- und Wasserverschmutzung in den muslimischen Ländern. Ebenso zahlreich sind auch die Umweltschäden, die durch Eitelkeiten und Luxusprojekte verursacht wurden. Eine derartige Haltung verursacht schädliche Auswirkungen auf die Umwelt, in der die Bürger dieser Länder leben müssen.

Da die muslimische Welt weder durch eine geeignete Führungspersönlichkeit vertreten wird noch über eine ideologische Vision verfügt, besitzt sie in den globalen Diskussionen über Klimawandel und Umweltschäden auch keine wirksame Stimme. Infolgedessen werden jegliche Umwelt- und Klimadebatten von den dominierenden Weltmächten vereinnahmt und zu ihren Gunsten verzerrt.

1.4 Ursachen und Lösungsansätze

In diesem Beitrag sollen einige der wichtigsten Ursachen für die heutigen Umweltschäden kurz erörtert werden. Während sich die meisten Diskussionen in der Welt auf jene Schäden konzentrieren, die dem Klimawandel zugeschrieben werden, ist dies bei weitem nicht das einzige Thema, das berücksichtigt werden muss.

Es gibt diverse Umweltschäden, die sehr viele Menschen in unmittelbarerer Weise betreffen, aber oft gänzlich übersehen werden. Leider sind gerade in der muslimischen Welt viele von eben diesen Umweltschäden betroffen. Beispielsweise die Luft- und Wasserverschmutzung, aber auch andere Formen der Umweltzerstörung beeinträchtigen das Leben der Menschen schon seit vielen Jahrzehnten. Sogar über London war der Himmel noch vor wenigen Jahrzehnten voller Smog, und einige der städtischen Wasservorräte waren mit Abwässern verseucht.

Heutzutage sind die Menschen eher in anderen Teilen der Welt mit derartigen Umweltproblemen konfrontiert. Einerseits ist dies auf unzureichende Hygienestandards bzw. mangelhafte Regulierung der Industrie auf staatlicher Ebene zurückzuführen, andererseits handelt es sich dabei auch um direkte Folgen von Konflikten.

Für diese Umweltprobleme gibt es bereits geeignete Lösungen, die zudem nicht von der globalen Zusammenarbeit abhängig sind.

Man hat allerdings zugelassen, dass sich diese Probleme über Jahrzehnte auftürmen. Dabei ist ein Bewusstsein in der Politik für die Dringlichkeit, sie zu lösen, vielerorts nicht spürbar.

Allerdings ist in den letzten Jahrzehnten, insbesondere in Industrieländern, ein öffentliches Bewusstsein für die Dringlichkeit dieses Themas entstanden. In diesen Ländern befürchten die Menschen allmählich, dass auch sie Umweltschäden ausgesetzt sein könnten. Ihre Befürchtungen kreisen jedoch weniger um verschmutzte Luft, verunreinigtes Wasser oder Konflikte. Die wachsende Besorgnis in den Industrieländern gilt vielmehr dem Klimawandel und der Tatsache, dass die Menschen weltweit – auch in den entwickelten Ländern – durch die globale Erwärmung Schaden nehmen könnten.

Die Lösung erfordert allerdings auch einen systemischen Wandel, da viele der Ursachen im globalen kapitalistischen System liegen. Dennoch schlägt derzeit niemand Maßnahmen vor, die den grassierenden Konsumismus behandeln, der die Nachfrage nach materiellen Gütern stetig anheizt. Es war nämlich der Konsumismus, der über Jahrzehnte dafür gesorgt hat, dass sowohl das Wirtschaftswachstum als auch die Umweltverschmutzung kontinuierlich stiegen.

Inzwischen existieren gegensätzliche Ansichten über die Ursachen des Klimawandels und folglich auch über die Lösungen. Einerseits bezweifeln Skeptiker, dass die menschlichen Aktivitäten in bedeutendem Ausmaß für den Klimawandel verantwortlich sind. Andererseits sind viele Menschen der festen Überzeugung, dass der Klimawandel das wichtigste Problem ist, mit dem die Menschheit heute konfrontiert ist. Obwohl ihre Meinungen weit auseinander gehen, behaupten beide Lager, „der Wissenschaft zu folgen“. Der kritische Beobachter erkennt leicht, dass solche Behauptungen selten ohne politische Voreingenommenheit geäußert werden.

Fragt man nach Lösungsvorschlägen, würden die extremen Skeptiker nichts unternehmen. Extreme Umweltschützer plädieren währenddessen dafür, die Nutzung fossiler Brennstoffe zu verbieten und auch die Kernenergie kritisch zu betrachten. Eine ihrer Forderungen besteht auch darin, dass die Menschen schlicht kein Fleisch mehr essen sollten.

Bei näherer Betrachtung erkennt man, dass sich die vorherrschenden Vorschläge lediglich um die Reduzierung der CO2-Emissionen drehen. Gelingen soll dies durch „saubere“ Energiequellen oder die Optimierung der Technologie, um die Energieeffizienz zu steigern. Aus diesem Anlass wurden für das Erreichen bestimmter Zielvorgaben internationale Anstrengungen unternommen. Obwohl sich das gesamte politische Spektrum daran beteiligt, besteht zwischen der politischen „Linken“ und der politischen „Rechten“ nur ein einziger Unterschied. Die jeweiligen politischen Flügel streiten darüber, inwieweit es dem Einzelnen bzw. den Unternehmen überlassen bleiben sollte, die Maßnahmen freiwillig zu setzen. So wird heftig darüber diskutiert, ob CO2-Emissionen durch staatliche Vorschriften beschränkt werden sollten, um die Zielvorgaben zu erreichen.

Heute besteht das Problem jedoch nicht nur in der Frage, wie diese Spaltungen überwunden werden können. Es besteht vielmehr darin, dass all diese Meinungsverschiedenheiten bezüglich Wissenschaft oder Lösungen im Wesentlichen von demselben Standpunkt ausgehen. Es herrscht nämlich allgemeiner Konsens darüber, dass sich auf globaler Ebene am System nichts Grundlegendes ändern sollte. Darüber hinaus liegt der Fokus überwiegend auf einem Modell, das auf Schäden reagiert, die durch menschliches Verhalten verursacht werden. Ein nachhaltiges System, in dem die Menschen selbst sich so verhalten, dass sie keine oder nur minimale Schäden verursachen, wird überhaupt nicht anvisiert. Stattdessen liegt der Fokus in erster Linie auf den Klimawandel, weil heute der politische Schwerpunkt darauf gelegt wird. Dagegen stehen die zahlreichen Umweltprobleme, die das Leben der Menschen bereits heute und tagtäglich beeinträchtigen, viel weniger im Mittelpunkt.

In den Massenmedien gibt es keinen ernstzunehmenden Vorschlag, der die aktuelle Weltanschauung in Frage stellt. Die Idee, dass die Menschen die Freiheit haben sollten, ihren individuellen Wünschen und Vergnügungen nachzugehen, wird nicht hinterfragt. Ebenso wenig wird in Frage gestellt, ob menschliche Gesellschaften wirklich „Konsumgesellschaften“ seien und ob das Wirtschaftswachstum tatsächlich das wichtigste Ziel der Wirtschaft sei. Es gibt momentan keinen ernsthaften Lösungsansatz, der nicht auf einem Modell von Nationalstaaten aufbaut, die zum Wohle des eigenen Wirtschaftswachstums miteinander konkurrieren.

Die politischen Vorschläge stützen sich größtenteils auf die „Angebotsseite“ der Wirtschaft, sodass entweder technologische Effizienz oder CO2-Kompensation angepriesen wird. Abgesehen von engagierten Klimawandel-Aktivisten, die dafür plädieren, dass die Menschen weniger Fleisch essen sollten, wird nicht viel vorgeschlagen. Insgesamt wird keine grundlegende Änderung hinsichtlich der unersättlichen Nachfrage nach materiellen Dingen (seien es die neuesten Gadgets, billige Flugreisen oder die neueste Mode und so weiter) gefordert. Das weltbeherrschende System fördert weiterhin die Idee, dass die Menschen ungezügelt konsumieren und die Wirtschaft uneingeschränkt produzieren sollte – auch wenn der Trend dazu neigt, dass die Technologie effizienter werden muss, um die (größtenteils obsoleten) Dinge auf eine sauberere und umweltfreundlichere Weise zu produzieren.

Darüber hinaus lässt sich erkennen, dass die internationalen Bemühungen um eine Verringerung der CO2-Emissionen den Schwellenländern unverhältnismäßig großen Schaden zufügen werden. Gerade durch den immensen Ausstoß von CO2-Emissionen konnten sich die Industrieländer einen Vorsprung beim wirtschaftlichen und industriellen Wachstum verschaffen. Auf diesem Gebiet waren sie die Pioniere und sind nach wie vor für den Löwenanteil der bisherigen Umweltverschmutzung verantwortlich. Dennoch werden globale Konferenzen im Kampf gegen CO2-Emissionen abgehalten. Sie haben sich allerdings zu einem Wettbewerb um die Festlegung eines Rahmens entpuppt, der einzelnen Staaten und nicht der Menschheit als Ganzes zugutekommt.