Verlautbarungen Der Außenminister des Libanon bezeichnet den zionistischen Besatzer als „Staat“ und diejenigen, die gegen ihn kämpfen, als Milizen!

Eine Aussage wie diese, von jemandem der solch ein Amt bekleidet, kann nicht als sprachliche Fehlleistung verstanden werden; zumal die getroffene Formulierung keinerlei Möglichkeit bietet, aus dem Gesagten etwas anderes zu schließen.

Presseverlautbarung

Der Außenminister des Libanon bezeichnet den zionistischen Besatzer als „Staat“ und diejenigen, die gegen ihn kämpfen, als Milizen!

(Übersetzt)

Zu Beginn des Angriffs auf das gesegnete Land ordnete die israelische Besatzung eine vollständige Belagerung des Gazastreifens an. Als die Besatzung dann mit der Bombardierung Südlibanons begann, mit der Drohung den Libanon im Kriegsfall „in die Steinzeit zurückzuversetzen“, gab der libanesische Außenminister Abdallah Bou Habib gegenüber CNN Arabic eine äußerst kritische Erklärung ab. So behauptete er, dass das zionistische Gebilde ein Staat sei, der gegen eine Miliz kämpfe. Dabei sprach er außerdem das gesegnete Land den Zionisten zu, indem er von „ihrem Land“ sprach. Eine Aussage wie diese, von jemandem der solch ein Amt bekleidet, kann nicht als sprachliche Fehlleistung verstanden werden; zumal die getroffene Formulierung keinerlei Möglichkeit bietet, aus dem Gesagten etwas anderes zu schließen. Die Wörter geben zu verstehen, dass die Besatzungsmacht als Staat betrachtet wird, womit gleichzeitig all jene diskreditiert werden, die sich dem Feind tapfer entgegenstellen.

Durch die Verbreitung von Bild- und Tonaufnahmen ist sich mittlerweile die ganze Welt im Klaren darüber, welche Gräueltaten das Zionistengebilde gegen unsere Geschwister im Gazastreifen verübt – ganz zu schweigen von den Szenen im Westjordanland, in der Al-Aqsa-Moschee und im Südlibanon. All dies ereignet sich, während die Machthaber in den muslimischen Ländern schweigen. Nichtsdestotrotz ging die islamische Umma weltweit auf die Straßen, um ihre Forderungen gegenüber den muslimischen Herrschern kundzutun: Die sofortige Beseitigung der zionistischen Entität, die Mobilisierung der Armeen, die Ausrufung des ǧihād, die Öffnung der Grenzen und das Ende dieses schrecklichen Massakers. Trotz alledem besitzt der Außenminister des Libanon die Frechheit, den kriminellen Besatzer als „Staat“ zu deklarieren – obgleich Teile des Libanon von ihnen besetzt gehalten werden – und die, die sich den Besatzern mit Fug und Recht entgegenstellen, als „Miliz“ abzustempeln. Welch Heuchelei und übles Mundwerk!

Wir haben gesehen, wie die westlichen Länder und ihre Außenminister diesem aggressiven Gebilde bedingungslos zur Seite stehen. Dies spiegelt sich in Waffenlieferungen und finanzieller Unterstützung wider. Für den aufmerksamen Beobachter ist das wenig überraschend, wenn man bedenkt, dass die westlichen Mächte, allen voran die Kolonialmächte, an der Gründung dieses zionistischen Gebildes maßgeblich beteiligt waren; mit dem Ziel die Muslime in verschiedene Nationen aufzuteilen, um auf diesem Wege ihre kollektive Schwächung voranzutreiben. Seltsam und unerwartet hingegen ist die Aussage des libanesischen Außenministers, dessen Land sich in der Rolle sieht den Widerstand gegen die zionistische Besatzungsmacht anzuführen. Noch kurioser ist es dann, dass solch eine Erklärung abgegeben wird, ohne sich der Kritik und Verantwortung stellen zu müssen.

Daher erheben wir, von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Libanon, unsere Stimme, um zu betonen, dass diese Erklärung weder unsere Haltung noch die der libanesischen Bevölkerung repräsentiert. Wir sind der festen Überzeugung, dass das usurpierende Gebilde beseitigt werden muss und rufen deshalb die umliegenden Länder auf, ihre Armeen zu mobilisieren und ihre Waffen auf den Feind zu richten. Helft dem Volk von Gaza und leistet diesem materiellen Beistand (nuṣra), auf dass der Beistand euch vor Allah als Schuldbefreiung zugesprochen werden kann.

Wir erinnern alle an das Versprechen des Gesandten Allahs (s), der uns prophezeite:

«لاَ تَقُومُ السَّاعَةُ حَتَّى يُقَاتِلَ الْمُسْلِمُونَ الْيَهُودَ فَيَقْتُلُهُمُ الْمُسْلِمُونَ حَتَّى يَخْتَبِئَ الْيَهُودِيُّ مِنْ وَرَاءِ الْحَجَرِ وَالشَّجَرِ فَيَقُولُ الْحَجَرُ أَوِ الشَّجَرُ يَا مُسْلِمُ يَا عَبْدَ اللَّهِ هَذَا يَهُودِيٌّ خَلْفِي فَتَعَالَ فَاقْتُلْهُ، إِلاَّ الْغَرْقَدَ فَإِنَّهُ مِنْ شَجَرِ الْيَهُودِ»

„Die Stunde wird nicht schlagen, ehe die Muslime die Juden bekämpfen und töten, sodass die Juden sich hinter Steinen und Bäume verstecken. Die Steine oder Bäume sagen jedoch: ‚O Muslim! O Diener Gottes, ein Jude versteckt sich hinter mir. Komm und töte ihn!‘ Nur Al-Ġarqad nicht; denn er ist ein Baum der Juden.“[Muslim]

Welche von den sich in der Nähe des gesegneten Landes befindlichen Armeen wird dieses Versprechen in die Tat umsetzen? Wird es die ägyptische oder die jordanische Armee sein? Oder wird die Frohbotschaft des Gesandten Allahs (s) von einer Armee in die Tat umgesetzt, die sich weiter entfernt befindet, wie etwa die türkische Armee, die Armee Pakistans oder die Armee des Iran? Wer von euch wird den Unterdrückten beistehen und sich Wohlgefallen Allahs, des Erhabenen, verdienen?

Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Libanon