Kommentar Die „Wiener Rechtsschule“ des „Euro-Islam“

Die Rede vom „Euro-Islam“ findet derzeit in Wien ihre Konkretisierung: an der Wiener Universität wird im Rahmen des Masterprogramms „Islamische Religionspädagogik“ für die höheren Schulen an einer umfangreichen „Reform“ des muslimischen Selbstverständnisses insgesamt gearbeitet.

Die Rede vom „Euro-Islam“ findet derzeit in Wien ihre Konkretisierung: an der Wiener Universität wird im Rahmen des Masterprogramms „Islamische Religionspädagogik“ für die höheren Schulen an einer umfangreichen „Reform“ des muslimischen Selbstverständnisses insgesamt gearbeitet.
Ednan Aslan, Leiter des Programms und Ordinarius an der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaften, sieht am Ende so etwas wie die „Wiener (Rechts)Schule“ stehen. Wie der Großteil der österreichischen Muslime rechnet sich Aslan der hanefitischen Schule zu. „Aber stellen Sie sich das einmal vor: Sie ordnen Ihr religiöses Leben nach Regeln, die ein Rechtsgelehrter – der Namensgeber Hanefi – für die konkrete Situation des achten Jahrhunderts aufgestellt hat.“, so Aslan. Als ob die Fragen des „religiösen Lebens“ (wie sich Herr Aslan ausdrückt) damals anders waren als heute?! Sind die Fragen von dem Gottesdienst, dem Handeln oder den zwischenmenschlichen Beziehungen, die das islamische Recht behandelt, etwa zeitlich begrenzt oder veränderlich? Aslan geht aber noch weiter. Denn Ähnliches gelte auch für die Vermittlung der Glaubensinhalte aus Koran und Sunna: ohne Einbettung in den historischen Kontext ihres Entstehens, ohne eine historisch-kritische Lesart des Koran sei dessen Bedeutung für den gläubigen Muslim von heute einfach nicht darstellbar.
„Die Muslime in Europa brauchen ein neues Verständnis“, sagt Aslan. Die Säkularisierung (die dem Islam den Charakter einer umfassenden Lebensordnung eigentlich abspricht) sei nicht die Bedrohung, sondern die Überlebenschance des Islam, vor allem in Europa. Österreichische Bildungsministerin Schmied zeigte sich (nicht ohne Grund) von Aslans Ansatz sehr angetan.
Im Islam, so Aslan, ist die Verbindung zwischen Religion und Gesellschaft bzw. Alltag noch viel enger als etwa im Christentum. Um Integration möglich zu machen, müsse sich die Religion ein Stück weit aus dem Alltagsleben zurückziehen, zugleich müssten die Richtlinien für das religiös geprägte Leben „auf eine Grundlage gestellt werden, die der europäischen Wirklichkeit entspricht“. Wie weit sich der Islam aus dem täglichen Leben zurückziehen soll, und wer es zu bestimmen hat, ließ Aslan andeuten. Denn für entscheidend hält er, dass nicht nur Religionslehrer, sondern auch Imame in Wien universitär ausgebildet werden: „Importierte Imame sind Teil des Problems“, mit diesen Imamen kämen auch Ideologien (sprich: die Auffassung, dass der Islam eine umfassende Lebensordnung ist) nach Europa, die mit den hiesigen säkularen Rahmenbedingungen nicht vereinbar seien.
(Quelle: MICHAEL FLEISCHHACKER, „Die Presse“)


Kommentar von Kalifat.com: Die Aushöhlung des Islam in Europa nimmt, wie dieser Artikel zeigt, bereits kronkrete und vor allem systematische Formen an. Wie Herr Aslan selbst sagt, soll der Islam in Europa säkularisiert und neu verstanden werden. Österreich will diesbezüglich offenbar eine Vorreiterrolle einnehmen. So sollen nicht nur die Islamlehrer an Österreichs Schulen Aslans „Masterprogramm“ absolvieren, sondern zukünftig auch die Imame an den Moscheen. Damit stellt man sich offenbar vor, die Problematik Islam in Europa vollkommen im Griff zu haben: An den Schulen werden die muslimischen Jugendlichen nur mehr mit dem gefüttert, was der westlichen Obrigkeit genehm ist, und in den Moscheen wird ihnen diese Sicht dann noch bestätigt. So entgleitet den westlichen Regierungen nichts mehr, was den Assimilierungsprozess der Muslime in Europa aufhalten könnte.
Allen aufrichtigen, erkennenden Muslimen muss die Gefahr dieser Pläne bewusst sein. Besonders gefährlich ist dabei die Tatsache, dass diesen Programmen Personen vorstehen, die sich selbst als Muslime bezeichnen und somit bereits ein natürliches Vertrauen unter der muslimischen Jugend genießen. Wären es Andersgläubige, die solche Programme vertreten, wäre ihr Erfolg und somit ihre Gefahr für den Islam weitaus geringer. Deswegen ist es umso wichtiger, die Machenschaften solcher Institute und ihrer Vertreter aufzudecken und vor allem die jungen Muslime aufzuklären, damit sie nicht Opfer so einer Islamverdrehung werden.
Die Rede vom „Euro-Islam“ findet derzeit in Wien ihre Konkretisierung: an der Wiener Universität wird im Rahmen des Masterprogramms „Islamische Religionspädagogik“ für die höheren Schulen an einer umfangreichen „Reform“ des muslimischen Selbstverständnisses insgesamt gearbeitet.
 

Ednan Aslan, Leiter des Programms und Ordinarius an der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaften, sieht am Ende so etwas wie die „Wiener (Rechts)Schule“ stehen. Wie der Großteil der österreichischen Muslime rechnet sich Aslan der hanefitischen Schule zu. „Aber stellen Sie sich das einmal vor: Sie ordnen Ihr religiöses Leben nach Regeln, die ein Rechtsgelehrter – der Namensgeber Hanefi – für die konkrete Situation des achten Jahrhunderts aufgestellt hat.“, so Aslan. Als ob die Fragen des „religiösen Lebens“ (wie sich Herr Aslan ausdrückt) damals anders waren als heute?! Sind die Fragen von dem Gottesdienst, dem Handeln oder den zwischenmenschlichen Beziehungen, die das islamische Recht behandelt, etwa zeitlich begrenzt oder veränderlich? Aslan geht aber noch weiter. Denn Ähnliches gelte auch für die Vermittlung der Glaubensinhalte aus Koran und Sunna: ohne Einbettung in den historischen Kontext ihres Entstehens, ohne eine historisch-kritische Lesart des Koran sei dessen Bedeutung für den gläubigen Muslim von heute einfach nicht darstellbar.

„Die Muslime in Europa brauchen ein neues Verständnis“, sagt Aslan. Die Säkularisierung (die dem Islam den Charakter einer umfassenden Lebensordnung eigentlich abspricht) sei nicht die Bedrohung, sondern die Überlebenschance des Islam, vor allem in Europa. Österreichische Bildungsministerin Schmied zeigte sich (nicht ohne Grund) von Aslans Ansatz sehr angetan.

Im Islam, so Aslan, ist die Verbindung zwischen Religion und Gesellschaft bzw. Alltag noch viel enger als etwa im Christentum. Um Integration möglich zu machen, müsse sich die Religion ein Stück weit aus dem Alltagsleben zurückziehen, zugleich müssten die Richtlinien für das religiös geprägte Leben „auf eine Grundlage gestellt werden, die der europäischen Wirklichkeit entspricht“. Wie weit sich der Islam aus dem täglichen Leben zurückziehen soll, und wer es zu bestimmen hat, ließ Aslan andeuten. Denn für entscheidend hält er, dass nicht nur Religionslehrer, sondern auch Imame in Wien universitär ausgebildet werden: „Importierte Imame sind Teil des Problems“, mit diesen Imamen kämen auch Ideologien (sprich: die Auffassung, dass der Islam eine umfassende Lebensordnung ist) nach Europa, die mit den hiesigen säkularen Rahmenbedingungen nicht vereinbar seien.

(Quelle: MICHAEL FLEISCHHACKER, „Die Presse“)

 

Kommentar von Kalifat.com: Die Aushöhlung des Islam in Europa nimmt, wie dieser Artikel zeigt, bereits kronkrete und vor allem systematische Formen an. Wie Herr Aslan selbst sagt, soll der Islam in Europa säkularisiert und neu verstanden werden. Österreich will diesbezüglich offenbar eine Vorreiterrolle einnehmen. So sollen nicht nur die Islamlehrer an Österreichs Schulen Aslans „Masterprogramm“ absolvieren, sondern zukünftig auch die Imame an den Moscheen. Damit stellt man sich offenbar vor, die Problematik Islam in Europa vollkommen im Griff zu haben: An den Schulen werden die muslimischen Jugendlichen nur mehr mit dem gefüttert, was der westlichen Obrigkeit genehm ist, und in den Moscheen wird ihnen diese Sicht dann noch bestätigt. So entgleitet den westlichen Regierungen nichts mehr, was den Assimilierungsprozess der Muslime in Europa aufhalten könnte.

Allen aufrichtigen, erkennenden Muslimen muss die Gefahr dieser Pläne bewusst sein. Besonders gefährlich ist dabei die Tatsache, dass diesen Programmen Personen vorstehen, die sich selbst als Muslime bezeichnen und somit bereits ein natürliches Vertrauen unter der muslimischen Jugend genießen. Wären es Andersgläubige, die solche Programme vertreten, wäre ihr Erfolg und somit ihre Gefahr für den Islam weitaus geringer. Deswegen ist es umso wichtiger, die Machenschaften solcher Institute und ihrer Vertreter aufzudecken und vor allem die jungen Muslime aufzuklären, damit sie nicht Opfer so einer Islamverdrehung werden.